Schmuckband Kreuzgang

Assisi und Siena

Pilgerreise des BVPS und der Kirchengemeinde St. Michael Hambach

Siena (c) Berufsverband der Pfarrsekretärinnen und -sekretäre in der Diözese Mainz
Siena
Di 19. Nov 2019
Bettina Hartmann

Am Sonntag, 6. Oktober 2019, um 8.25 Uhr ging es ab Flughafen Frankfurt los gen Bologna. 15 Personen standen zum Check In bereit, 6 vom BVPS, der langjährige Geistl. Beirat Pfarrer Röhr und Gemeindemitglieder aus Hambach. Es hätten gern etwas mehr sein können. In Bologna wurden wir bereits vom Reisebus erwartet, der die Gruppe durch das malerische Umbrien nach Assisi brachte; bzw. zuerst nach Santa Maria degli Angeli. Catia Melani, unsere großartige Reiseführerin für die folgenden 3 Tage, besichtigte mit uns zunächst die Basilika mit der Portiuncula-Kapelle, in der Franziskus einst den Orden gründete und wo er auch 1226 starb.

Es mutet schon sehr seltsam an, dass die kleine Kapelle des Ordensgründers, der die Armut predigte, von solch einem prunkvollen Monumentalbau umbaut wurde.

Anschließend ging es zum Hotel hoch nach Assisi. Das erste, was man auf der Fahrt zum Ort sieht ist das beeindruckende Franzis-kanerkloster mit der Basilika San Francesco. Unser Hotel lag in unmittelbarer Nähe davon.

Die Stadtführung durch Assisi mit Besichtigung der vermeintlichen Geburtskapelle von Franziskus`, des väterlichen Tuchladens, der Basilika Santa Chiara sowie ein Spaziergang nach San Damiano standen für den nächsten Tag auf dem Programm.

Die Kapelle San Damiano hat Franz von Assisi einst eigenhändig restauriert, später dann lebte und starb die Hl. Klara hier. Auf dem Gelände verteilt findet man wunderschöne Bronzefiguren, die Franziskus mit dem Sonnengesang verkörpern.

Immer wieder erstaunte uns Catia mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Geduld und Freundlichkeit.

Am 3. Tag ging die Fahrt in die alte Langobardenstadt Spoletto. Lustig fand die komplette Truppe, dass die Höhen der Stadt über ein langes Rolltreppensystem zu erreichen sind. Zur anschließenden Weinprobe passte der überlange Reisebus leider nicht ganz durch die engen Straßen der umbrischen Dörfer; doch wir kamen dennoch zum Ziel und auch wieder raus. Aber spannend wars.

Den besten Ausblick über die umbrische Ebene hat man von Montefalco aus. Beim Besuch des dortigen Museums und der Franziskanerkirche konnte man den eindrucksvollen Freskenzyklus zum Leben des Hl. Franziskus bewundern.

Für den nächsten Tag war die Besichtigung Perugias und der Insel Isola Maggiore im Trasimenschen See vorgesehen. Auch Perugias Oberstadt erreicht man bequem über ein Rolltreppensystem. Aber besonders beeindruckend war die „unterirdische“ Stadt, da in Perugia Neues auf das Alte gebaut wurde. Die Schifffahrt zur Isola Maggiore brachte uns in ein kleines Dorf, die stille Natur, mitten im Trasimenischen See. Hier verbrachte Franz von Assisi eine Fastenzeit. Franz suchte häufig die Einsamkeit. So auch in den Carceri, der Einsiedelei. Dorthin ging es am folgenden Nachmittag, nachdem wir vormittags in Assisi die Grabeskirche San Francesco besuchten und von einem Franziskanerpater durch Unter- und Oberkirche geführt wurden, mit dem Freskenzyklus zum Franziskusleben von Giotto.

Der Weg dann zur Einsiedelei wurde nur von einer kleinen Gruppe unter Begleitung unseres Führers Carlo zu Fuß zurück gelegt. Diese bekamen dann noch eine exklusivere Führung durch die verträumten Ecken von Assisi und dem ehemaligen Amphitheater. Der Großteil fuhr mit dem Taxi zur Erimitage, die sich inmitten von Steineichenwäldern befindet. Nach Besichtigung der kleinen Kammern und Felshöhlen konnten wir vorort einen Gottesdienst feiern.

Der letzte Tag, die letzte Station der Reise war Siena, die Stadt der Hl. Katharina. Mit dem sehr ernüchternden Besuch der Kirche San Dominico, in der das Haupt der Heiligen aufbewahrt wird, begann die Stadtführung. Weiter ging es zum berühmten Dom sowie zur Besichtigung von Katharinas Geburtshaus. In Siena wären wir gern länger geblieben und hätten auch gern mehr über Katharina erfahren. Aber da fehlte es der dortigen Stadtführerin leider an Einfühlungsvermögen.

Ab Florenz flogen wir dann pünktlich zurück nach Frankfurt.

Es war eine großartige Reise, wunderbar organisiert – schade, dass nicht mehr Pfarrsekretäre/innen mitgekommen sind, zur Schutzpatronin Italiens und der unseres Berufsstandes.                   

(bh)