Rowenta soll geschlossen werden - Ende für Jakobsberger Filmsonntag - Ablehnung des Tarifvertrags stößt auf Unverständnis

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Liebe Kollegin, lieber Kollege,

zur geplanten Schließung von Rowenta in Erbach, hat die Betriebsseelsorge zusammen mit dem Evangelischen und Katholischen Dekanat kritisch Stellung bezogen (s.u.). Wieso mischt sich die Kirche da ein? – Diese Frage hat mir kürzlich jemand gestellt. Der Einsatz für die Benachteiligten und die Kritik an ungerechten Wirtschaftssystemen ist keine neue Erfindung, Schon die Propheten im 1. Jahrtausend v. Chr. haben im Namen Gottes soziale Gerechtigkeit gefordert. Und auch die Päpste fordern seit über 130 Jahren eine Wirtschaft, die dem Menschen dient. Die Arbeit muss Vorrang haben vor dem Kapital! ist deren Grundtenor. Und auch Papst Franziskus geiselt immer wieder ungerechte Strukturen in Wirtschaft und Gesellschaft.

In dieser Woche feiern wir Christen das Sterben, den Tod und die Auferstehung Jesu. Kurz nach dem Einzug in Jerusalem berichten die Evangelien, wie er im Tempel die Tische der Geldwechsler und der Opfertierhändler umstößt und alle zusammen aus dem Tempel treibt. Das scheint gar nicht so in unser Bild von Jesus als friedliebenden Wanderprediger zu passen. Historisch ist hier wohl der Grund zu sehen, warum Jesus sterben musste: Er legt sich damit nämlich mit den Mächtigen an, die Angst um ihre Einnahmen aus der Tempelsteuer hatten und Jesus deswegen „beseitigen“ wollten. In dieser Hinsicht war sein Handeln also durchaus „gesellschaftspolitisch“! Uns Christen gelingt es leider oft nicht, uns in der Nachfolge der Propheten und Jesu Christi zu verhalten. Aber wir sollen es immer wieder versuchen.

Wir hoffen, dass Du /Sie angesichts der Pandemielage den Mut und Ihre Kraft dazu nicht verlieren, und wünschen Dir und Deinen /Ihnen und Ihren Angehörigen frohe und gesegnete Kar- und Ostertage

für das Team der Betriebsseelsorge Michael Ohlemüller
Richard Kunkel, Hans-Georg Orthlauf-Blooß, Ingrid Reidt

NACHRICHTEN

Das Rowenta-Werk in Erbach soll im Sommer 2022 geschlossen werden

Kundgebung Rowenta

Solidarität der Kirche mit den Beschäftigten

Große Betroffenheit hat im Odenwald die Nachricht von der geplanten Schließung des Rowenta-Werks in Erbach ausgelöst. Auch die Kirchenleitungen der Dekanate und die Katholische Arbeitnehmer/innen- und Betriebsseelsorge zeigten sich angesichts der Entscheidung betroffen und hoben ihre Verbundenheit mit der Belegschaft hervor. Nachdem bereits 2005 einem großen Teil der Belegschaft gekündigt worden war, soll jetzt das Werk zum 30.6.2022 ganz geschlossen und die noch verbliebenen 160 Mitarbeitenden entlassen werden.

Ende nach 10 Jahren und mehr als 60 Filmen

Jakobsberger Filmsonntage

Dank an die Besucher der Jakobsberger Filmsonntage

Die Veranstaltungsreihe „Jakobsberger Filmsonntage“ wird eingestellt. „War es erst ein Sturm, führte dann die Pandemie dazu, dass seit über einem Jahr die Filmvorführungen und Begegnungen auf dem Jakobsberg ausgesetzt werden mussten“, fasste Annette Reithmeier-Schmitt vom Bildungswerk Rheinhessen die Situation zusammen. „Keiner von uns hätte gedacht, dass wir so lange und noch weiter mit dieser ungewissen Situation leben werden. Doch so ist es“, sagt sie. „Filme, Begegnung, Gespräch und gemeinsames Essen werden aus mehreren Gründen weiterhin nicht möglich sein: Die Belegung des Raumes, das gemeinsame Essen und die Gesprächsrunden können auf absehbare Zeit nicht mehr organisiert werden.“ „Sie wären nur in sehr kleiner Runde machbar,“ ergänzt Pater Rochus Wiedemann OSB vom Kloster Jakobsberg und führt aus, „dass auf dem Jakobsberg konzeptionelle Veränderungen anstehen, die noch nicht abschließend entwickelt sind.“

Ablehnung des Tarifvertrags stößt auf Unverständnis und Widerspruch

Kath Betriebsseelsorge

Stellungnahme der Bundeskommission der Katholischen Betriebsseelsorge zur Ablehnung des Tarifvertrags in der Pflege durch die Arbeitsrechtliche Kommission der Caritas

Die Bundeskommission der Arbeitsrechtlichen Kommission der Caritas hat am 25. Februar den Antrag des Pflegearbeitgeberverbandes BVAP und der Gewerkschaft ver.di auf eine Allgemeinverbindlicherklärung des von ihnen abgeschlossenen Tarifvertrags in der Pflege durch das Bundesarbeitsministerium abgelehnt. Das Team der Arbeitnehmer/innen- und Betriebsseelsorge im Bistum Mainz stellt dazu fest: „Diese ablehnende Haltung hat den sozialanwaltlichen Auftrag der Kirche und unsere Glaubwürdigkeit beschädigt.“ Die Betriebsseelsorger/innen verweisen dabei auch auf die Stellungnahme der Bundeskommission der Katholischen Betriebsseelsorge:

TERMINE

Locker bleiben im Homeoffice

Mittagspause Motiv

15. Juni 2021

Digitale Mittagspause

Das Angebot der Digitalen Mittagspause wird verlängert bis 22. Juni. Der Einstieg ist jederzeit möglich. Das Angebot richtet sich besonders an Menschen im Homeoffice, steht aber allen Interessierten offen.

Sich körperlich lockern, geistig erfrischen, seelisch entspannen und dabei in Kontakt kommen mit sich selbst und anderen! Dies geschieht mit einfachen Qi-Gong Bewegungen, Klopf- und Massageimpulsen und kleinen Meditationen. Den Geist wecken, Kopf, Nacken und Rücken entspannen, den Staub aus den Lungen klopfen und zur inneren Ausgeglichenheit zurückfinden. Jede/Jeder kann unter Anleitung von Ruth Hammer, Qi-Gong Lehrerin (DQGG) vor dem PC/Tablet direkt mitmachen.

Bewegt zur Ruhe kommen - coronabedingte Absage

Qigong auf dem Jakobsberg

7. Mai 2021 - 8. Mai 2021

Absage: Oasentag für Betriebs-, Personalräte und Mitarbeitervertretungen

Sich selbst in einen Zustand der inneren Ruhe und Gelassenheit und der körperlichen Entspannung zu bringen, dabei helfen die langsamen fließenden Bewegungen aus dem Qi-Gong. Die Übungen sind ein Bestandteil der chinesischen Medizin und eine wirksame Methode der Stressreduktion und Stärkung der Selbstheilungskräfte.

Referentin Ruth Hammer, Dipl.-Sozialpädagogoin, Qugong-Lehrerin

 

Konflikte einschätzen und konstruktiv bearbeiten ABGESAGT WEGEN CORONA

Konflikte am Arbeitsplatz

14. Juli 2021 - 16. Juli 2021

Kompetenzseminar für Betriebs-, Personalräte und Mitarbeitervertretungen

Wo Menschen miteinander arbeiten, sind Konflikte unausweichlich. Denn klar ist: Niemand gibt seine Eigenarten und Vorstellungen, seine Sorgen und Bedürfnisse beim Betreten der Firma einfach ab.

Das Seminar wendet sich an Mitglieder aus Betriebs-, Personalräten und Mitarbeitervertretungen, die sich im Thema Konfliktmanagement fortbilden wollen. Das Seminar vermittelt Kenntnisse zur Entstehung, Wahrnehmung und konstruktiven Bearbeitung von Konfliktsituationen.

Es gibt gute Gründe, sich mit dem Thema “Konflikte einschätzen und konstruktiv bearbeiten” weiterzuqualifizieren und damit seine Kompetenz als Arbeitnehmervertreter/in zur Förderung des Betriebsfriedens zu stärken.