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Pressemitteilung zum Arbeitsplatzabbau im Unternehmen Segula, Rüsselsheim

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Datum:
Di. 11. Okt. 2022
Von:
Ingrid Reidt

Beschäftigung sichern und soziale Verantwortung übernehmen!

Solidarität der katholischen Betriebsseelsorge Rüsselsheim/Südhessen mit den Beschäftigten von Segula Technologies in Rüsselsheim angesichts der angekündigten harten Einschnitte

Erneut sind in den letzten Wochen große Befürchtungen Realität geworden: Einschlägige Restrukturierungsmaßnahmen bei Segula Technologies Rüsselsheim setzen sich fort. Bereits vor einem Jahr standen etliche Arbeitsplätze auf dem Spiel. Nun drohen erneut existenzielle Einschnitte und der Verlust weiterer hunderte Arbeitsplätze.

Die angekündigten harten Kürzungs- und Abbaupläne treffen die Belegschaft hart und schüren in der gegenwärtig ohnehin höchst schwierigen krisenhaften Zeit zusätzliche existenzielle Ängste.

Als Betriebsseelsorgerin in Rüsselsheim/Südhessen stehe ich fest an der Seite der Beschäftigten. Ihnen und der gesamten Belegschaft gilt unsere uneingeschränkte Solidarität.

Im Schulterschluss mit der IG-Metall unterstütze ich umfänglich das Engagement der Belegschaft, Arbeitsplätze zu sichern und durch sozialverträgliche Lösungen die Härte der Einschnitte für die Betroffenen zu lindern. Wissend um die Belastung in dieser Situation biete ich allen Kolleg*innen überdies meine ganz persönliche Hilfe an.

Denn eines ist deutlicher denn je: Was sich bei Segula (und anderen Zulieferbetrieben) zeigt, sind die Folgen eines aggressiven globalen Marktes in fortschreitender Transformation und des erbitterten Konkurrenzkampfes um Aufträge in unmittelbarer Abhängigkeit der Zulieferer von den großen Konzernen.

Leidtragende sind - wie so oft - die Beschäftigten. Als Betriebsseelsorgerin habe ich dies in den letzten Jahren in Rüsselsheim und der Region (etwa bei Rhenus/SCR) mehrfach miterlebt. Ich weiß, was all die arbeitsweltlichen und gesellschaftlichen Umwälzungen menschlich und psychisch mit den Beschäftigten machen. Es braucht höchste Aufmerksamkeit für die Menschen, der von den arbeitsweltlichen Umbrüchen betroffen sind.

Unser Appell richtet sich daher an die Verantwortlichen von Segula wie ebenso auch an die Verantwortlichen von Opel/Stellantis, ihre soziale Verantwortung wahrzunehmen: sich für die nachhaltige Sicherung von Beschäftigung einzusetzen, die oft langjährige Arbeit der Menschen anzuerkennen und die Härte der Einschnitte sozialverträglich abzufedern.

Es braucht nachhaltige Formen der Transformation, in höchst fragilen Zeit noch einmal mehr.

Ingrid Reidt
Katholische Betriebsseelsorge Südhessen

 

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