Sonntag Geschenk des Himmels (c) Allianz für den freien Sonntag

Sonntagsöffnung der Möbelhäuser stößt auf Kritik der hessichen Sonntagsallianz

Sonntag Geschenk des Himmels
Do 28. Mai 2020
Betriebsseelsorge

Sonntagsallianz Hessen fordert ersatzlose Streichung der Sonntagsöffnung

„Nie waren verkaufsoffene Sonntage für die Beschäftigten des Handels so überflüssig, ja belastend wie während der Corona-Pandemie“, erklärt Ingrid Reidt von der Katholischen Betriebsseelsorge des Bistums Mainz in Südhessen: „Selbst die großen Lebensmittelhändler haben schnell erkannt, dass Arbeitskräfte im Dauerstress an sechs Werktagen nicht auch noch am eigentlich freien Sonntag unnötig eingespannt werden müssen, sondern vor allem Ruhe und Entspannung benötigen. Diesem Anliegen hat die Hessische Landesregierung mit ihrer Corona-Verordnung nicht Rechnung tragen wollen.“ In einer Erklärung äußert die Allianz für den freien Sonntag Hessen Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Corona-Berordnung zur Sonntagsöffnung.

In der am 28. Mai 2020 in Kraft tretenden neuen Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung (CoronaVO) beruft sich die Hessische Landesregierung erneut auf § 8 des Hessischen Ladenöffnungsge-setzes (HLöG) vom 13. Dezember 2019, um zu erlauben, dass beispielsweise alle Einzelhandelsgeschäfte „auch an Sonntagen zwischen 13 und 18 Uhr geöffnet werden“ dürfen.

In dem von der „Allianz für den freien Sonntag Hessen“ in Auftrag gegebenen Gutachten kommt der Leipziger Rechtsanwalt Dr. Friedrich Kühn zu dem Schluss, „dass gewichtige Argumente gegen eine Rechtmäßigkeit der aktuellen Regelung“ der erweiterten sonntäglichen Ladenöffnung durch die genannte CoronaVO sprechen.

Erklärung der Allianz für den freien Sonntag Hessen zur Corona-Verordnung (28.05.2020)