Susanne Wagner bei der Einführung ins Thema (c) H. Miehe, ZGV

"Wertschätzende Kommunikation"

Susanne Wagner bei der Einführung ins Thema
Mi 10. Apr 2019
Heike Miehe, ZGV der EKHN

Im dritten Abend ging des um "wertschätzende Kommunikation"

Am dritten und letzten Abend der After-Work-Gespräche 2019 stand das Thema „Wertschätzende Kommunikation“ im Vordergrund. Ziel des kollegialen Austauschs im Mainzer Zentrum für Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN war die Frage, wie sich durch eine einfühlsame und klare Kommunikation Konflikte an Arbeitsplatz und darüber hinaus verhindern lassen.

Wertschätzung als Schlüsselrolle

Marco Jelic bei einer der Kommunikations-Übungen (c) H. Miehe, ZGV
Marco Jelic bei einer der Kommunikations-Übungen

Darauf hatte der Kommunikationsexperte Marco Jelic die passende Antwort, indem er anhand eines Modells aufzeigte, wie man erfolgreicher und effizienter kommunizieren kann:

Trifft man auf ein Gegenüber, dessen Verhaltensmuster eher als aktiv und extrovertiert zu bezeichnen ist, so muss man anders agieren als bei einer passiven, introvertierten Person. Ebenso sei es ein Unterschied, ob jemand aufgaben- oder beziehungsorientiert ist, so Jelic.

Der Referent berichtete, dass bei der Kommunikation vor allem der Wertschätzung eine elementare Schlüsselrolle zukommt: Je besser unsere Selbst- und Menschenkenntnis ausgebildet ist, desto erfolgreicher lässt sich Kommunikation gestalten. Ob am Arbeitsplatz, in der Freizeit oder in einer Beziehung: Gelingt es, den Standpunkt des anderen zu erkennen und das gemeinsame Ziel anzusteuern, dann ist der Weg des Erfolgs geebnet.

So verwundert es nicht, dass Jelic seinen sehr lebhaften und beteiligungsorientierten Vortrag mit einem Zitat von Henry Ford untermauerte, der sagte:

„Das Geheimnis des Erfolgs ist es, den Standpunkt des anderen zu verstehen“

Lageangepasste Kommunikation braucht Erfahrung

Steffi Loth (c) H. Miehe, ZGV
Steffi Loth

Im zweiten, auf die berufliche Praxis orientierten Teil der Veranstaltung wurde diese Herangehensweise von Steffi Loth, Polizeihauptkommissarin und stellvertretende GdP Vorsitzende bestätigt.

„Als Polizistin hat man die Herausforderung, bei einem Einsatz binnen Sekunden über die Art der Kommunikation entscheiden zu müssen – da spielt eine über die Jahre erworbene Menschen- und Berufskenntnis eine wichtige Rolle.“ Loth berichtete davon, dass sie gelernt habe, die Menschen sehr schnell einzuschätzen und anhand dieser Einschätzung eine lageangepasste Kommunikation anwende.

Natürlich habe sie auch schon provokative und beleidigende Kommunikation erfahren, so die Kommissarin, und auch wenn es Schulungen vonseiten der Polizei gibt, so sei der Umgang mit abwertender Kommunikation nicht immer einfach. Am besten komme sie damit klar, wenn sie nach dem Einsatz in den Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen geht; kollektiv könne man negative Ereignisse besser verarbeiten, so Loth.

 

Ende der diesjährigen Reihe "Wenn Worte nicht mehr reichen"

Am Ende dieses dritten After-Work-Gespräches drückten viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Bedauern aus, dass die Reihe nun zu Ende sei.

Die Veranstalter DGB Rheinhessen-Nahe, der Katholischen Arbeitnehmer/innen- und Betriebsseelsorge und dem Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN werden die After-Work-Gespräche mit einem neuen Thema im Jahr 2020 fortsetzen.