Ausstellung: Gute Arbeit - unser Anliegen

Ausstellung gute Arbeit (c) bss

Was macht Arbeit zur „guten Arbeit"? Welche Kriterien muss Arbeit erfüllen, um "gute Arbeit" zu sein? Vielfach werden Arbeitsplätze ohne Rechte und Würde geschaffen, dem wollen wir eine Vision von Guter Arbeit entgegensetzen.

Unser Ausstellung regt auf zwölft Tafeln zur Auseinandersetzung mit dieser Vision an und liefert konkrete Kriterien, die jeder nachprüfen kann. Aussagen der Bibel und der katholischen Soziallehre bieten Orientierung. Besuchen Sie die Ausstellung: Entweder an einem der Ausstellungsorte oder virtuell im Internet.

Unterstützt haben die Ausstellung Boehringer Ingelheim und die Schott Glas AG. Fotografie und Gestaltung kommen vom Grafikbüro Ehlers und Kaplan.

Was ist „gute Arbeit“?

Was ist „gute Arbeit“ fragt unsere Ausstellung. Auf zwölf Tafeln lädt sie ein, sich damit auseinanderzusetzen, was Arbeit zu „guter Arbeit“ macht. Sie betrachtet Arbeit aus dem Blickwinkel derer, die arbeiten, lädt zur Reflexion ein und liefert konkrete Kriterien, die jeder nachprüfen kann. Auf jeder Tafel ist ein Foto, ein Zitat aus der Bibel oder der katholischen Soziallehre und eine Forderung. Abgerundet werden die Tafeln von einem Zitat oder Erfahrungsbericht eines Betroffenen, Prominenten oder Experten zu den verschiedenen Themen. 

Die zwölf Kriterien für gute Arbeit

Arbeit sei ein Menschenrecht, erinnert das erste Kriterium. Vollzeitbeschäftigung sei ein Pflichtziel in einer auf Gerechtigkeit und Gemeinwohl ausgerichteten Gesellschaft, denn Arbeitslosigkeit grenze aus, so die Forderung. Gute Arbeit ermögliche dem Einzelnen, seine Fähigkeiten und Talente zu entfalten, steht auf der zweiten Tafel. Arbeit lasse Zeit zum Leben und berücksichtige Ruhezeiten für Erholung und Familie, wendet sich das dritte Kriterium z. B. gegen die Ausweitung der verkaufsoffenen Sonntage. Gute Arbeit sei sinnvoll und diene dem Leben, sei fürsorglich und lasse die Menschen in Beziehung treten, so die Kriterien vier und fünf. „Die Arbeit ist für den Menschen da, nicht der Mensch für die Arbeit“, schrieb Papst Johannes Paul II. und stellt als sechstes Kriterium den Menschen in den Mittelpunkt.

Gute Arbeit beteilige die Arbeitnehmer und ermögliche Mitbestimmung, so die siebte Forderung. Nach Vereinbarkeit der Arbeit mit Familie und sozialem Leben fragt das achte Kriterium. Für einen angemessenen Lohn steht die neunte Tafel. Eine Verpflichtung der Arbeitgeber zur sozialen Absicherung seiner Arbeitnehmer sieht das zehnte Kriterium und wendet sich gegen prekäre Beschäftigung mit dem Bibelzitat aus dem Buch Sirach (34,26-27): „Wer dem Arbeiter seinen Lohn nicht gibt, ist ein Bluthund.“
Einen verantwortlichen Umgang mit der Gesundheit sowie Respekt vor Älterwerden fordert Kriterium elf „gesunde Arbeit“. Gute Arbeit solle Horizonte eröffnen, indem sie Perspektiven zur persönlichen und beruflichen Verwirklichung biete, schließt die Ausstellung.

Einladung an Firmen und Betrieben

Die Ausstellung ist transportabel und wird die nächsten zwei Jahre im Bistum Mainz zu sehen sein. Zuerst ist die Ausstellung im Haus am Dom in Mainz zu sehen, danach bei Boehringer Ingelheim und der Volksbank Odenwald in Erbach. Sie kann zu weiteren Terminen von Unternehmen, Betrieben, Pfarreien und anderen Organisationen kostenlos ausgeliehen werden. Die 14 Roll-ups und ein Ständer mit Begleitmaterialien können flexibel aufgestellt werden. Für Pfarrgemeinden bietet das Referat einen besonderen Service an: Unterstützung beim Gestalten eines Gottesdienstes, Themen- oder Filmabends sowie die Organisation von Betriebsbesuchen in der jeweiligen Region.

Die Macher

Konzipiert und organisiert wurde die Ausstellung vom Referat Berufs- und Arbeitswelt, das Visionen von guter Arbeit in Unternehmen, Firmen, Verbände und Pfarreien transportieren will. Unterstützt haben die Ausstellung Boehringer Ingelheim und die Schott Glas AG.