Kunsthistorischer Vortrag:800 Jahre Franz von Assisi: Macht der Bilder? – Vom Minderbruder zum Patron Europas

Im Oktober 1226 stirbt in Umbrien mit 45 Jahren Giovanni di Pietro di Bernadone, genannt Francesco, der heilige Franz von Assisi, der bereits 1228 heiliggesprochen wurde. Von seinem exemplarischen Leben und Wirken geht eine der mächtigsten geistlichen Strömungen der mittelalterlichen Kirche aus. Der von Franziskus bereits 1210 gegründete Orden der Minderen Brüder breitete sich mit päpstlicher Bestätigung bereits zu Lebzeiten Franziskus rasch aus, nach 1220 auch europaweit. Mit der franziskanischen Bewegung werden auch die Bilder und Legenden des Heiligen verbreitet.
Zuerst in seiner Grabeskirche, später in der gesamten Oikumene schildern die Künstler in neuen Bildern und Darstellungsformen das Leben des Heiligen. Als historische Figur wird er dort gezeigt, wo zuvor nur Christus und Maria zu sehen waren: auf Altartafeln. Dort nimmt sich seine kleine asketische Gestalt bescheiden aus, doch übersteigt seine Wirkung und Verehrung alle Vorläufer und Nachfolger. Im reich bebilderten Vortrag werden Stationen aus seinem Leben und Wirken von den frühesten Zeugnissen des 13. Jahrhunderts bis hin zu den Bildwerken des 17. Jahrhunderts gezeigt, die seine Verehrung in Erinnerung rufen.
Erbacher Hof Mainz
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