Schmuckband Kreuzgang

Hintergründige Idylle: Die 2. Sinfonie in D-Dur von Johannes Brahms

Stephan Münch, Mainz

Mainzer Virtuosi (c) Pixabay
Mainzer Virtuosi
Termin: Montag, 06.05.19 - 19:00
Liebfrauenplatz 8
Haus am Dom Mainz
55116 Mainz
Die Reihe der Musikgespräche lädt dazu ein, an vier Abenden jeweils ein prominentes Werk der klassischen Musik näher kennenzulernen. Die einzigen hierzu mitzubringenden Voraussetzungen sind Offenheit und Neugier für das, was aus der Musik selbst heraus spricht. „Urteile nicht nach dem ersten Mal hören über eine Komposition; was dir im ersten Augenblick gefällt, ist nicht immer das Beste“, warnte schon Robert Schumann in seinen „Musikalischen Haus- und Lebensregeln“. Vor allem gilt auch das Umgekehrte: Was bei einem ersten, oft noch flüchtigen Eindruck wenig anspricht – aus welchen Gründen auch immer –, ist deshalb noch längst keine schlechte oder langweilige Musik. Manchmal muss man sich einfach mehr Zeit lassen und sich intensiver mit einem Werk beschäftigen, bis man anfängt, es besser zu verstehen und zu mögen. Im gemeinsamen Hören und Nachbesprechen sowie mittels einiger Erläuterungen des Referenten vom Klavier aus wird der musikalische Ablauf in für den musikalischen Laien verständlicher Weise verdeutlicht. Vorkenntnisse und Hintergrundwissen sind hierzu nicht erforderlich.

Wie kommt ein Komponist auf die Idee, eines seiner gelungensten, glücklichsten und heitersten Werke als eine Musik zu bezeichnen, die man „mit Trauerflor am Arm“ spielen und „mit Trauerrand“ drucken müsse?

Befreit von der fast zwanzig Jahre währenden Last mit seiner ersten Sinfonie entstand die Zweite binnen weniger Wochen während eines sorgenfreien Sommeraufenthalts am Wörthersee. Doch welche Hintergründe verbergen sich hinter der harmlos scheinenden Idylle dieser höchst kunstvollen Komposition?