Schmuckband Kreuzgang

Die Vergessenen – „Projekt 21.000“ in Mainz

Mahnwache, Musik und 21 Glockenschläge zum Weltflüchtlingstag

(c) Projekt 21000
Datum:
Do. 10. Juni 2021
Von:
Eva Reuter

Im Dekanat Mainz-Stadt und in der Stadt Mainz beteiligen sich mehrere Gemeinden und Initiativen am „Projekt 21.000“. Schätzungsweise 21.000 Menschen sind seit 2014 bei der Flucht im Mittelmeer ums Leben gekommen. Daran wird mit unterschiedlichen Aktionen am 20. Juni in vielen Städten erinnert.

Mahnwache mit Wortbeiträgen und Musik vor St. Peter

In Mainz beginnt vor St. Peter und der Christuskirche um 20.30 Uhr jeweils eine Gedenkveranstaltung mit einer Kerzenaktion. Um 21 Uhr werden 21 symbolische Glockenschläge an die über 21.000 Menschen erinnern, die in den vergangenen sieben Jahren auf der Flucht im Mittelmeer ums Leben gekommen sind. Vor St. Peter gibt es zudem Wortbeiträge verschiedener Redner:innen, Musik von der Weltmusikakademie, einen Infotisch und eine kleine Bilderstraße. Vor der Christuskirche wird es eine Andacht mit Musikern der Kirchengemeinde und die Möglichkeit für Gedenken, Gebet und Gesang geben. Die Evangelischen Christuskirchengemeinde, die Katholische Kirche in der Innenstadt, die Initiative „Save me Mainz“ und das Psychozentrale Zentrum Flucht und Trauma des Caritasverbandes laden mit  der Mainzer Initiative Allianzhaus und mit Soroptimist Club Mainz und pax christi Rhein-Main herzlich dazu ein. Es gelten die aktuellen Corona-Regelungen (u. a. Maske und Mindestabstand).

Stilles Gedenken in St. Stephan, Gonsenheim

Auch in Gonsenheim wird an die Toten erinnert. Das ganze Jahr über hängt ein Kreuz aus Trümmern zerbrochener Boote, die in Lampedusa angeschwemmt wurden, in der katholischen Kirche St. Stephan. Am Sonntagabend wird die Kirche zum stillen Gebet geöffnet sein. Die aus Kerzen gestellte Zahl 21.000 lädt ebenso zum Gedenken ein wie die 21 Glockenschläge um 21 Uhr.

Unterstüztzung und Hintergrund

Wer sich nicht direkt an einer dieser Aktionen beteiligen kann, kann die Aktion virtuell unterstützen. Zum Beispiel kann eine Kerze ins Fenster gestellt werden und ein Foto oder Video unter dem Hashtag #dievergessenen21000 in den sozialen Medien geteilt werden.

Die Fotografin und Aktivistin Alea Host hat mit ihrer Ausstellung "Die Vergessenen – Eine Stadt schaut hin...“ (http://ausstellung-dievergessenen.de/) zu Gedenkveranstaltungen in zahlreichen Städten aufgerufen.

Informationen zur Ausstellung