Schmuckband Kreuzgang

Projekte, die Neues konkret ausprobieren

Auf Menschen zuzugehen und ihnen die Frohe Botschaft von der Liebe Gottes näher zu bringen, ist von Anfang an ein Anliegen von Lebensraumorientierter Seelsorge. Wie kann dies besonders bei denjenigen Menschen gelingen, die von Seiten der Kirche eher als fernstehend erlebt werden oder denen wir als Kirche „fern stehen“?

Haupt- und ehrenamtlich in der Pastoral Tätigen ist diese Frage etwa im Zusammen-hang mit der  Kommunionkatechese bekannt: Viele Kinder können heute aus kirchlicher Sicht nicht mehr als gemeindlich sozialisiert oder religiös vorgebildet bezeichnet werden. Aber sie sind da – und es stellt sich die Frage, wie diesen Kindern die Frohe Botschaft näher gebracht werden kann.
Die Inhalte eines Kommunionkurses für Kinder erfahrbar zu machen, deren Eltern dem Konsum-Materialistischen Milieu angehören und damit einer eher niedrigeren sozialen Schicht, war Gegenstand eines Projektes, das Perspektiven und Möglichkeiten eines milieuspezifischen Kommunionkurs-Angebotes aufzeigt. Dabei war eine größtmögliche Differenzierung in der Gruppenarbeit, in deren Vordergrund Beziehung und Erlebnis stehen, bei gleichzeitigem Miteinander im Kontakt zu anderen Gruppen im laufenden Kurs wichtig.
Eine Dokumentation dieser erfahrungsbezogenen katechetischen Arbeit finden Sie hier! (PDF).

Neuzugezogenenpastoral: Eines der ersten Projekte im Rahmen der Lebensraum-orientierten Seelsorge startete in Mainz-Drais, wo es zwei große Neubaugebiete gibt. Seelsorge von den Menschen her selbst neu zu lernen, das hieß für die Projektgruppe, aktiv auf Neubürger zuzugehen und sie zu befragen. In anschließenden Bürgerversammlungen wurden die Themen, Anregungen und Wünsche der Neubürger zur Sprache gebracht und dann von der Pfarrgemeinde aufgegriffen. So konnte Konkre-tes bewegt werden.
Materialien zu diesem Projekt finden Sie hier! 

Noch mehr als in einer Stadtrand-Pfarrei leben und arbeiten verschiedenste Menschen in der Innenstadt oder halten sich dort auf: sie kommen zum Einkaufen, treffen sich in Wartezimmern von Ärzten oder auf einem Amt, nehmen kulturelle Angebote wahr. Besonders in der Innenstadt ist eine begleitende, zugewandte Pastoral für Menschen, die sich hier aufhalten, notwendig. Diesem Anliegen hat sich die Katholische Kirche Mainz-City gewidmet: Angebote der City-Pastoral („Nr.10 Kirche am Markt“, „Zwischenstation“ an der Römerpassage), der verschiedenen kirchlichen Einrichtungen wie des Katholischen Bildungswerks und der Familienbildungsstätte sowie der Pfarrgemeinden in der Innenstadt werden miteinander vernetzt. So entstanden beispielsweise Gottesdienste speziell für Menschen, die Trost und Zuspruch suchen; zweimal wöchentlich wird zur „AtemPause“ eingeladen. Außerdem gibt es Gesprächsangebote zu Glaube, Theologie und Spiritualität.
Dies und vieles mehr kann durch ein Gemeinde-übergreifendes, an Funktionsbereichen orientiertes und aufeinander abgestimmtes, kooperatives Konzept der  Pastoral ermöglicht werden.

Informationen zu diesen und anderen Projekten finden Sie hier  oder sind über das Katholische Dekanat Mainz-Stadt erhältlich.

Das Dekanat bietet an, innovative Projekte im Sinne von LOS vor Ort zu unterstützen.