Schmuckband Kreuzgang

"Kirche in der Stadt"

P r o j e k t b e s c h r e i b u n g

  • Titel: Kirche in der Stadt
  • Träger: Kath. Dekanat Mainz-Stadt
  • Ziel:
    Erstes Ziel des Projektes ist es, eine differenzierte, sozialwissenschaftlich und theologisch fundierte Analyse zu erstellen.
    Das zweite Ziel ist es, die Herausforderungen an die kirchliche Arbeit in der Innenstadt differenziert zu beschreiben und in ihrer Dringlichkeit zu gewichten.
    Das dritte Ziel ist es, eine den Herausforderungen entsprechende handlungsorientierte, verbindliche Konzeption der Arbeit der katholischen Kirche in der Innenstadt von Mainz zu formulieren.
    Das vierte Ziel ist die strukturelle und inhaltliche Umsetzung dieser Konzeption.
  • Zielgruppen:
    Menschen, die in der Innenstadt wohnen, arbeiten, einkaufen, dort ihre Freizeit verbringen, Kultur-, Bildungs-, oder Unterhaltungsangebote nutzen, als Touristen die Innenstadt besuchen.
  • Entstehungszusammenhang, Genese:
    • Die gesellschaftlichen Veränderungen (Individualisierung, Pluralisierung, Mobilität u.a.m.) haben zur Folge, dass die Menschen nicht mehr nur an ihrem Wohnort leben, sondern ihr persönlicher Lebensraum aus vielen "Inseln" besteht, die sie aufsuchen. Auf den "Inseln" Innenstadt wohnen nicht nur Menschen, sondern es kommen viele dorthin mit den unterschiedlichsten Zielen (s. Zielgruppen). Seelsorge soll nicht nur die Wohnbevölkerung im Blick haben, sondern darüber hinaus auch die Menschen, die täglich in die Innenstadt kommen.
    • Es gibt über 50 katholische Einrichtungen in der Innenstadt (und viele evangelische). Sie wissen wenig voneinander, über ihre Arbeit, ihre Zielgruppen. Es gibt nur begrenzte Kooperationen.
    • Hauptamtliche SeelsorgerInnen aus den Innenstadtgemeinden und mehreren Einrichtungen (Dekanat, KJZ, Bildungswerk, "Senfkorn", "Nr. 10 Kirche am Markt") sowie die evang. Stadtkirchenpfarrer haben sich zu einem Projektteam zusammengeschlossen, um o. g. Ziele zu erarbeiten und umzusetzen.

Verlaufsschritte des Projekts, Zeitschiene:

  • Herbst 1998-Herbst 2000: In einem ersten Projekt wurden alle kath. Pfarrgemeinden und Einrichtungen in der Innenstadt mittels Interviews über ihre Arbeit, Zielgruppen und Angebote befragt. Eine detaillierte Beschreibung aller Einrichtungen und Gemeinden ist entstanden. Darüber hinaus wurden die ca. 300 Angebote in einem Leporello "kunden"-orientiert aufbereitet und in einer Auflage von 20.000 Exemplaren gedruckt und in der Innenstadt verteilt.
  • Im November 2001 hat sich eine neue Projektgruppe gebildet (s. Genese Punkt 3.) und in einem ersten Schritt (Jan. - Juli 2002)Grobziele erarbeitet. In Absprache mit der Bistumsleitung wurden diese Grobziele beschlossen.
    Im zweiten Schritt (Sept. 2002-April 2003) wurde das erste Ziel -Vorbereitung, Durchführung und Auswertung einer Analyse in Form von Interviews von "Schlüsselpersonen" in der Innenstadt- umgesetzt.
  • Im Dez. 2002 hat sich eine "Planungsgruppe Innenstadt" gebildet, die im Auftrag der Bistumsleitung die vorhandenen Strukturen für die Seelsorge in der Innenstadt auf der Basis des inhaltlichen Konzeptes (s. Ziel) weiter entwickelt.

Beteiligte:

  • Dekanat: Dekan und Dekanatsreferent
  • Pfarrgemeinden: Pfarrer und Pastoralreferentinnen von St. Stephan und St. Ignaz, St. Peter, St. Alban - St. Jakobus
  • Einrichtungen: Leiter der Jugendzentrale, des Kath. Bildungswerkes Mainz-Stadt, der "Nr. 10 Kirche am Markt", der Abt. Gemeindeseelsorge im Bischöflichen Ordinariat, die beiden evang. Stadtkirchenpfarrer, der theologische Mitarbeiter der Begegnungsstätte "Senfkorn"

Vernetzung:

  • Die Vernetzung ergibt sich aus den Beteiligten.
  • Weitere Vernetzungen sind geplant: u.a. mit der Projektgruppe "Pastoral am Hauptbahnhof", der Altstadt-Stadtteil-AG.

Gegenwärtiger Stand und Perspektiven des Projektes:

Die Auswertung der ersten Analyse durch die Interviews von "Schlüsselpersonen" ist abgeschlossen. Derzeit arbeitet die Projektgruppe auf der Basis der Ergebnisse der Analyse an der Formulierung von Herausforderungen. Anschließend werden Kriterien (Adressaten-, Botschafts-, Ressourcenorientierung u.a.m.) zusammengestellt, anhand deren die Herausforderungen priorisiert werden. Danach erfolgte die Entscheidung, welche Herausforderungen angegangen werden.
Geplant ist, ab Januar 2004 mit der Umsetzung zu beginnen, was voraussichtlich in verschiedenen Projektgruppen geschehen wird.

Einschätzung des Erfolgs, der Zielerreichung:

Das erste Ziel (Analyse) ist erreicht.
Am zweiten Ziel (Herausforderungen) wird derzeit gearbeitet.

Was hat das Projekt zum LOS-Projekt gemacht?

Die Adressaten- und Lebensraumorientierung wurden in der ersten Analysephase berücksichtigt. Eine zweite Analysephase folgt zu Beginn der Umsetzung der einzelnen Projekte.
Die Vernetzung und Kooperation zeigt sich zum einen in der Zusammensetzung der Projektgruppe (s. Beteiligte) und wird -neben den anderen Kriterien- auch bei der Umsetzung einzelner Projekte ein wesentlicher Bestandteil sein.

Kontaktadresse für weitere Informationen:

Kath. Dekanat Mainz-Stadt
Pfaffengasse 4 55116 Mainz
Tel. 06131/253601 - Fax 06131/253605

dekanat.mainz@bistum-mainz.de

9. Mai 2003