PGR-Wahlen 2019

logo-pgr-wahl-2019 (c) Bistum Mainz
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Mo 24. Dez 2018
Andrea Keber (PGR Vorsitzende) und Dekan Hubert Hilsbos

Ideen aus der Pfarrgemeinde St. Franziskus von Assisi Nieder-Olm

Unser Bistum steht vor großen Herausforderungen: Mit dem „Pastoralen Weg“ soll im kommenden Jahr ein Prozess angestoßen, der die Pastoral in unserem Bistum inhaltlich und strukturell neu aus- richten soll.

In diese beginnende Umbruchsituation fallen im November 2019 die nächsten Wahlen zu den Pfarr- gemeinderäten, die seit mehr als 50 Jahren pfarrgemeindliches Leben verantwortlich mitgestalten. Im Hinblick auf die nächsten Wahlen haben wir uns nun im Pfarrgemeinderat St. Franziskus von As- sisi folgende Fragen gestellt:

  • Was sind die wesentlichen (inhaltlichen) Aufgaben des Pfarrgemeinderates? Was ist die Sendung/der Auftrag unserer Pfarrgemeinde und wie kann der Pfarrgemeinderat hier Verantwor tung und Gestaltung mitübernehmen?
  • Wie ist eine echte und tragende Partizipation durch den Pfarrgemeinderat möglich?
  • Wie schaffen wir es, dass sich Menschen mit ihren Fähigkeiten und Charismen einbringen können – ohne gleich vereinnahmt zu werden?
  • Bildet ein Pfarrgemeinderat tatsächlich das Gemeindeleben ab?
  • Wie muss ein Pfarrgemeinderat sich in einer veränderten pastoralen Situation zusammensetzen?
  • Ist es sinnvoll, Menschen für eine Mitarbeit im Pfarrgemeinderat zu motivieren, nur damit die „Liste voll wird?“ Und die dann enttäuscht sind, weil sie nicht gewählt werden? Können wir uns das als Kirche tatsächlich (noch) leisten?
  • Was also tun? Welche Alternativen gibt es? Welche Veränderungen sind jetzt möglich und sinnvoll?

Seitens des Bischöflichen Ordinariates wurde signalisiert, dass es im Rahmen der nächsten Wahl Spielräume zum Ausprobieren und Experimentieren gibt und neue Wege gegangen werden können. Natürlich ist es uns allen wichtig, dass weiterhin gewährleistet ist, dass ein Pfarrgemeinderat das Votum der Gemeindemitglieder hat und nicht der Pfarrer/die Hauptberuflichen aussuchen, mit wem sie zusammenarbeiten möchten.

Wir werden daher Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen (Gruppen, Kreise, Ort-schaften, Wohnviertel, Schulen, Vereine …) unserer Pfarrgemeinde ansprechen, begeistern und motivieren, Mitgestalter, Wegweiser, Visionär, … zu sein und unserer Pfarrgemeinde ein lebendiges Gesicht zu geben.

Und: Alle, die möchten, sind dabei und machen mit. Dies bedeutet, dass wir – unab-hängig von „Statutenzahlen“ – eine Wahlliste erstellen, die den künftigen Pfarrgemeinderat abbildet. Die Gemeindemitglieder können diesem Vorschlag im Wahlverfahren zustimmen oder ihn natürlich auch ablehnen. Damit ist gewährleistet, dass – sofern die Wahl positiv ausfällt - der künftige Pfarrgemein- derat mit dem Votum der Gemeindemitglieder die nächsten Jahre mitgestalten kann.

Wir freuen uns auf den gemeinsamen, spannenden und zukunftsweisenden Weg, den wir im Dekanat vor uns haben. Er wird Veränderungen mit sich bringen – aber in jeder Veränderung liegt eine große Chance. Wir sollten sie nutzen!