Schmuckband Kreuzgang

Videokonferenz

40 Teilnehmer aus dem Dekanat tauschen sich zum aktuellen Stand des Pastoralen Weges aus

Video-Konferenz (c) Pixabay
Video-Konferenz
Datum:
So 21. Jun 2020
Von:
Markus Schenk

Zu einer Videokonferenz hatte das Dekanatsprojektteam die Koordinatoren der Pfarreien zum Pastoralen Weg am vergangenen Donnerstagabend (18. Juni) eingeladen.

Lob der Bistumsleitung für die ersten Schritte des Dekanates

Es war sicher eine logistische Herausforderung, denn eine Videokonferenz mit 40 Teilnehmern aus fast allen Pfarreien des Dekanates führt man auch nicht alle Tage durch.

Souverän moderiert wurde die Konferenz von der Vorsitzenden des Dekanatsrates, Christine Breser (Kelsterbach), unterstützt wurde sie dabei vom Dekanatsreferenten Dr. David Hüser. Dieser brachte die Teilnehmer auf den aktuellen Stand des Pastoralen Wegs im Dekanat, der ja durch die Corona-Krise ausgebremst wurde.  So wird sich zeitlich einiges verschieben – daher wird auch das bekannte Plakat zum Pastoralen Weg noch einmal überarbeitet und aktualisiert werden.

In der ersten Phase konnte die Pastorale Bestandsaufnahme mit der Dekanatsversammlung am 06. Februar 2020 in Büttelborn abgeschlossen werden, erläuterte Hüser. Fast abgeschlossen sei der Schritt der Gesellschaftlichen Wahrnehmung. Dazu hatten die Pfarreien des Dekanates im Vorfeld ca. 200 Interviews geführt, deren Ergebnisse beim 1. Ratschlag (07. März) in Groß-Gerau zusammengeführt wurden. Durch die Corona-Krise fehle hier noch das Votum des Dekanatsrates, berichtete Hüser weiter. Als nächstes stehe dann der Schritt zur Schwerpunktfindung an.

Eine positive Rückmeldung der Bistumsleitung gab es zum aktuellen Stand im Dekanat Rüsselsheim. Ende Mai traf sich das Projektteam des Dekanates mit Domkapitular Hans-Jürgen Eberhardt und Dr. Wolfgang Fritzen (Koordinierungsstelle Pastoraler Weg des Bistums) zu einem sogenannten Statusgespräch. Für den eingeschlagenen Weg gab es eine breite Rückendeckung durch die Vertreter des Bistums: „Ihr Weg ist einmalig – gehen Sie ihn weiter!“ Nach den Sommerferien, wenn alle Dekanate besucht wurden, wird es eine Aussage zur Anpassung des Zeitplans geben.  Nicht zuletzt wegen der Coronakrise steht das Bistum unter finanziellem und personellem Druck. Daher werden die  Ergebnisse aus der Schwerpunkfindung für den zukünftigen Pfarreienzuschnitt benötigt.

Ziel bleibt weiter eine breite Beteiligung im Dekanat sowie in den Gemeinden und Kirchorten

Am 27. August soll die Dekanewahl stattfinden. Dekan Karl Zirmer (Mainspitze) und sein Stellvertreter Pfarrer Christof Mulach (Nauheim/Königstädten und Mörfelden) stellen sich der Wiederwahl. In dieser Sitzung soll auch die Ergebnisse der Gesellschaftlichen Wahrnehmung verabschiedet werden.

Der Ratschlag am 24. Oktober zu Thema Schwerpunkte soll stattfinden. Über die Form ist noch nicht entschieden.

Wie bei den vorangegangenen Schritten der Bestandsaufnahme und der Wahrnehmung setzt das Dekanatsprojektteam auch bei dem Thema Schwerpunkte auf eine größtmögliche Beteiligung in den einzelnen Gemeinden und Kirchorten.

Anfang 2021 wird zudem ein zusätzlicher Ratschlag zum Thema Pfarreienzuschnitt stattfinden. Der genaue Termin wird noch kommuniziert.

Der stellvertretende Vorsitzende des Dekanatsrates, Dr. Andreas Löhr (Königstädten) gab dann einen Überblick über die Möglichkeiten sich auch in Coronazeiten auszutauschen. Die AG Schwerpunkte hat verschiedene Vorschläge erarbeitet. So könnten sogenannte „Weggespräche“ stattfinden, bei denen sich zwei oder drei Personen bei einem gemeinsamen Spaziergang über die folgenden Fragen austauschen können:  „Was bewegt mich in dieser Zeit?“ oder „Was ist mir wichtig, was beschäftigt mich?“ Auch auf der Dekanats-Homepage gibt es auf einer Online-Pinnwand die Möglichkeit seine Erfahrungen in der Corona-Krise mitzuteilen.

Vorschläge für zwei Austauschtreffen, die in den Pfarreien stattfinden sollen, wurden an die dortigen Projektteams verschickt. „Von welcher Kirche träume ich? – Meine Version von der Kirche Jesu Christi“, so lautet der erste Vorschlag für eine 90 bis 120 minütigen Veranstaltung. Der Titel einer zweiten Veranstaltung lautet: „Wir blicken auf unseren Traum von Kirche sowie auf die Erkenntnisse der Schritte der Wahrnehmung – welche Schwerpunkte zeichnen sich ab?“ Im Mittelpunkt steht dabei jeweils ein "Gesprächsbaustein", der methodisch strukturiert ein offenes Gespräch zu den jeweiligen Fragen ermöglichen soll.

Diese Treffen können in kleinen Gruppen, im Freien oder in Räumen, stattfinden. Außerdem seien auch hier Weggespräche, Telefon- und Videokonferenzen, Predigtgespräche in den öffentlichen Gottesdiensten oder Plakatwände, die von den Gemeindemitgliedern für Notizen genutzt werden können, möglich.

Virtuelle Gesprächsbausteine

Die Teilnehmer der Videokonferenz konnten dann einen "Gesprächsbaustein" selbst ausprobieren. In Kleingruppen mit 5-6 Personen aufgeteilt konnten sie ihre Hoffnungen und Visionen teilen. Mit Hilfe verschiedener kurzer Texte und Zitate wurden die folgenden Fragen behandelt:

Was motiviert mich, heute Teil der Kirche Jesu Christi sein zu wollen?

Was ist meine Sehnsucht für die Kirche?

Was ist meine Vision von der Kirche Jesu Christi?

Die Personen stellen nacheinander vor, was sie bewegt hat. Die anderen hören zu, ohne das Gehörte zu kommentieren oder dazu Stellung zu beziehen. Dieser Schritt ist für viele Menschen eine große Herausforderung, vor allem dann, wenn das Gehörte Widerspruch hervorruft. Nur zuhören! Alle sollen zu Wort kommen und keiner zu lange sprechen. Nachdem jede*r Teilnehmer*in die eigenen Gedanken formuliert hat, kommen die Teilnehmer miteinander ins Gespräch.

Eine gute Übung, die gut bei den Teilnehmern ankam.

Nach dem alle 40 Teilnehmer wieder zusammengeschaltet waren, zogen sie ein positives Fazit der rund zweistündigen Videokonferenz, wie die abschließende Befragung per Mentimeter ergab.

Ein/e Teilnehmer/in formulierte es so: „Videokonferenzen finde ich TOP. Keine Anfahrt und trotzdem ist man zusammen und weiterhin gemeinsam auf dem Weg. Trotz Corona (Stolper Steine)."