Mehr Lösungen als Bedenken

Dekanatsfortbildung zum Pastoralen Weg in Wetterau-West

Es geht um UNSEREN Pastoralen Weg
Es geht um UNSEREN Pastoralen Weg
Mo 18. Feb 2019
Andreas Münster

Bischof Kohlgraf hat im September vergangenen Jahres erste Gedanken zur Zukunft des Bistums Mainz und den pastoralen Weg „Kirche des Teilens werden“ vorgestellt.  28 Hauptamtliche – so viel wie noch nie – aus Gemeinde-, Gefängnis- und Klinikseelsorge des Dekanats kamen vom 11. -13 Februar zur Dekanatsfortbildung zusammen, um unter der Leitung von Matthias Mantz (Organisationsberater) und Ulrich Janson (Referent für Pfarrgemeinderäte u. a.) die kommenden Herausforderungen miteinander zu teilen.

Vorüberlegungen

Der erste Tag war davon geprägt, den Rahmen zu beleuchten, in dem sich die künftigen Entwicklungen vollziehen. Matthias Mantz stellte die sogenannte „Vuca-World“ vor. Dekanatsreferent Andreas Münster machte darauf aufmerksam, dass zu den Veränderungen ein Trauerprozess gehört. In einem zweiten Schritt stellte er eine Auswahl von Prognosen, pastoraltheologischen Konzepten und Praxisbeispielen vor. Das Gespräch in Kleingruppen half, die eigenen Vorstellungen von Seelsorge und Zukunft der Kirche zu klären. Im Blick auf das, was bisher im Projekt Sozialpastoral erreicht wurde, verdeutlichte der Referent für Gemeindecaritas, Markus Horn, dass Viele schon auf einem guten Weg zu einer veränderten Haltung von Seelsorge sind.  Seine eigene Tiefe bekam der Tag durch den Impuls über die dreifache Aufmerksamkeit eines geistlichen Prozesses. Schließlich kam man in Gruppen zu einem Gespräch über das Evangelium von der Stillung des Seesturms zusammen. Selbst die fortgeschrittene Zeit am Abend hielt die Teilnehmerinnnen und Teilnehmer nicht von einen intensiven Austausch ab; auch die hauseigene Bar musste um des Evangeliums willen länger auf die Besucher warten als gewohnt.

Wie aus Herausforderungen Themen werden

Noch ist alles möglich
Noch ist alles möglich

Am Dienstag stand die Methode Dynamic Facilitation auf dem Programm. Herausforderungen und Lösungen, Bedenken und Informationen wurden miteinander in Beziehung gesetzt. Zu einigen Themenblöcken bildeten sich Arbeitsgruppen zur Vertiefung. Dabei reichte die Bandbreite von Überlegungen zur „aufsuchenden Pastoral“ bis zu Differenzierungen von zukünftigen Rollen in Pfarrgemeinden.

Humor bis zum Schluss
Humor bis zum Schluss

Der Mittwoch schließlich versuchte erste Konkretisierungen, wie diese Überlegungen mit dem zu erwarteten Prozess- und Zeitplan zu verbinden sind, welche Beteiligungsformate der künftige Prozess braucht und wie der Begriff des „Kirchortes“ möglicherweise gefüllt werden kann.

Natürlich ist vieles noch fraglich, zumal der offizielle Prozessauftakt noch bevor steht. Der Dschungel an Fragen und Herausforderungen ist zwar noch lange nicht gelichtet, aber man weiß jetzt wo er ist und dass es Wege und Lichtungen geben wird.

Schließlich nahm man sich bei aller Tiefe und Ernsthaftigkeit den Appell der Leitung der Fortbildung mehr als einmal zu Herzen: „Behaltet Euren Humor.“