„Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“

Pfarrer Uwe Wagner-Schwalbe (c) Ev. Dekanat
Pfarrer Uwe Wagner-Schwalbe
So 29. Sep 2019
Pfr. Uwe Wagner-Schwalbe, stellv. Dekan des Ev. Dekanats Wetterau und Pfarrer in der Ev. Kirchengemeinde Münzenberg

Das könnte Greta Thunberg gesagt haben, hat aber schon Mathma Gandhi gesagt. Am 2. Oktober vor 150 Jahren wurde er geboren.

Churchill nannte ihn herablassend  den „indischen Fakir“. Mehrfach war er nominiert für den Friedensnobelpreis. Im Jahr seiner Ermordung wurde symbolisch kein Friedensnobelpreis vergeben.

Er hat die Welt verändert, gewaltlos und asketisch. „Reich wird man erst durch die Dinge, die man nicht begehrt. “ Und: „Unsere Gedanken sind, so gut sie in sich sein mögen, wie unechte Perlen, solange sie nicht in Taten verwandelt werden.“ Höchst aktuell, für mich persönlich und für unsere Zeit. Und mit „Taten“ meint er sicher nicht halbherzige Versuche. „Ihr Christen habt in eurer Obhut ein Dokument mit genug Dynamik in sich, die gesamte Zivilisation in Stücke zu blasen, die Welt auf den Kopf zu stellen, dieser kriegszerrissenen Welt Frieden zu bringen. Aber ihr geht damit so um, als ob es ein Stück guter Literatur wäre, sonst weiter nichts.“ so schrieb es der Hindu. Die biblische Losung für den Monat Oktober lautet: Wie es dir möglich ist: aus dem Vollen schöpfend – gib davon Almosen! Wenn dir wenig möglich ist, fürchte dich nicht, aus dem Wenigen Almosen zu geben! (Tob 4,8.) Den Armen scheint das erstaunlicherweise leichter zu fallen als den Wohlhabenden. So hat es Jesus selbst auf Erden erlebt. Bin ich arm, bin ich reich? Egal, wenn ich will, das sich was ändert zum Guten in dieser Welt, dann muss ich selbst mich auch verändern. Gandhi hat es gelebt, Jesus hat es gelebt. Beide aus Liebe zu Gott und den Menschen, beide konsequent gewaltlos bis zum unverdientenTod.