Jesu Geburt

im Koran: Sure 19

Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen

Und gedenke auch im Buche der Maria. Da sie sich von ihren Angehörigen an einen Ort gen Aufgang zurückzog. Und sich vor ihnen verschleierte, da sandten wir unsern Geist zu ihr, und er erschien ihr als vollkommener Mann. Sie sprach: "Siehe, ich nehme meine Zuflucht vor dir zum Erbarmer, so du ihn fürchtest." Er sprach: "Ich bin nur ein Gesandter von deinem Herrn, um dir einen reinen Knaben zu bescheren." Sie sprach: "Woher soll mir ein Knabe werden, wo mich kein Mann berührt hat und ich keine Dirne bin!" Er sprach: "Also sei's! Gesprochen hat dein Herr: "Das ist mir ein Leichtes"; und wir wollen ihn zu einem Zeichen für die Menschen machen und einer Barmherzigkeit von uns. Und es ist eine beschlossene Sache." Und so empfing sie ihn und zog sich mit ihm an einen entlegenen Ort zurück. Und es überkamen sie die Wehen an dem Stamm einer Palme. Sie sprach: "O dass ich doch zuvor gestorben und vergessen und verschollen wäre!" Und es rief jemand unter ihr: "Bekümmere dich nicht; dein Herr hat unter dir ein Bächlein fließen lassen;Und schüttele nur den Stamm des Palmbaums zu dir, so werden frische reife Datteln auf dich fallen.So iss und trink und sei kühlen Auges, und so du einen Menschen siehst,So sprich: "Siehe, ich habe dem Erbarmer ein Fasten gelobt; nimmer spreche ich deshalb heute zu irgend jemand."Und sie brachte ihn zu ihrem Volk, ihn tragend. Sie sprachen: "O Maria, fürwahr, du hast ein sonderbares Ding getan!O Schwester Aarons, dein Vater war kein Bösewicht und deine Mutter keine Dirne."Und sie deutete auf ihn. Sie sprachen: "Wie sollen wir mit ihm, einem Kind in der Wiege, reden?" Er sprach: "Siehe, ich bin Allahs Diener. Gegeben hat er mir das Buch, und er machte mich zum Propheten. Und er machte mich gesegnet, wo immer ich bin, und befahl mir Gebet und Almosen, solange ich lebe, Und Liebe zu meiner Mutter; und nicht machte er mich hoffärtig und unselig. Und Frieden auf den Tag meiner Geburt und den Tag, da ich sterbe, und den Tag, da ich erweckt werde zum Leben!"Dies ist Jesus, der Sohn der Maria - das Wort der Wahrheit, das sie bezweifeln. Nicht steht es Allah an, einen Sohn zu zeugen. Preis Ihm! Wenn er ein Ding beschließt, so spricht er nur zu ihm: "Sei!" und es ist.

Vgl.: Pseudo-Matthäus-Evangelium, Kapitel 20

Am dritten Tag ihrer Reise geschah es, daß Maria von der allzu großen Sonnenglut in der Wüste müde wurde, und als sie einen Palmbaum sah, sprach sie zu Josef: "Ich möchte in seinem Schatten ein wenig ausruhen." Josef aber führte sie eilends zu der Palme und ließ sie von dem Lasttier absteigen. Als Maria sich niedergelassen hatte, schaute sie zur Krone der Palme hinaufund sah sie voller Früchte. Sie sagte zu Josef:  "Wenn es möglich ist, möchte ich gern von den Früchten der Palme haben. "Josef sprach zu ihr: "Es wundert mich, daß du dies sagst, weil du sehen kannst, wie hoch die Palme ist,und daß du trotzdem darüber nachdenkst, von den Palmfrüchten zu essen. Ich denke eher über unseren Wassermangel nach, da uns das Wasser in den Schläuchen zur Neige geht und wir nichts haben, womit wir uns und die Lasttiere erfrischen konnten. "Da sagte das Jesuskind, das mit fröhlicher Miene auf dem Schoß seiner Mutter saß, zu der Palme: "Neige dich, Baum,  und erfrische meine Mutter mit deinen Früchten!" Und sogleich auf diesen Ruf neigte die Palme ihre Krone bis zu den Füßen Marias, und man sammelte von ihr Früchte, an denen sich alle gütlich taten.  Als man alle Früchte von der Palme geerntet hatte, blieb sie in geneigter Stellung in der Erwartung, sich auf Befehl dessen wieder aufzurichten, auf dessen Geheiß sie sich geneigt hatte.  Da sprach Jesus zu ihr: "Richte dich auf, Palme, und komm wieder zu Kräften! Sei Genossin meiner Bäume, die im Paradies meines Vaters stehen! Öffne aber unter deinen Wurzeln eine Wasserader die in der Erde verborgen ist, und aus ihr sollen Wasser fließen, um unseren Durst zu stillen!"  Sogleich richtete die Palme sich auf,und an ihren Wurzeln begannen ganz klare, frische und ganz süße Wasserquellen zu sprudeln. Als sie aber die Wasserquellen sahen, freuten sie sich ungemein. Sie löschten den Durst zusammen mit allen Lasttieren und Menschen und sagten Gott Dank.