Wie geht das: „In der Fremde ankommen“?

Geschichten vom Weggehen, Vertrieben werden, Fliehen.
Geschichten vom Ankommen und Aufgenommen werden.
Geschichten, die mit uns mitgehen und uns zu dem machen, was wir sind.

Erinnerungen von Frauen, die aus verschiedenen ehemals deutschen Siedlungsgebieten nach Sprendlingen als Vertriebene oder Flüchtlinge gekommen sind, werden in einer kleinen Ausstellung erzählt. Aus diesen Geschichten wird die Kraft un Energie deutlich, mit der die Frauen den Neuanfang gemeistert haben. Es werden die Schwierigkeiten bewusst, mit denen Zugewanderte zu kämpfen haben. Auch der Mut, sich auf Unbekanntes und Neues einzulassen, ist zu spüren.

Mit dieser Ausstellung verbinden wir den Wunsch, die Erinnerung an das Erlebte an die jüngere Generation und gerade auch an die Jüngeren unter den Migranten weiterzugeben. Gegenseitige Wertschätzung und Ermutigung zur gemeinsamen Gestaltung des Lebensumfeldes soll daraus erwachsen. Die Idee dazu ist aus dem interreligiösen Gespräch mit Muslimen hervorgegangen und in der muslimisch-katholischen Frauengruppe in unserer Stadt realisiert worden. So sind wir optimistisch, dieses Ziel tatsächlich erreichen zu können.

Vier Frauen, die in Dreieich-Sprendlingen nach dem Krieg neu angefangen haben, erzählen ihre Geschichte. Diesen persönlichen Eindrücke werden von Dokumenten, die im Stadtarchiv gelagert oder im Besitz der Frauen waren, illustriert. Mit wissenschaftlichen Studien und Statistiken zum Bevölkerungswachstum in Dreieich-Sprendlingen und Publikationen der Vertriebenenverbände erhält die Ausstellung ihre Objektivierung.

Den Frauen, die uns hier ihre Geschichten erzählen und ihre Erinnerungen mit uns teilen,
ein herzliches Danke und Vergelt́s Gott.