Der „geheime“ Garten
Ein Gemeinschaftsprojekt des HTD mit dem Kinderhaus 6

H6_06b (c) S. Lutz
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Datum:
Do. 26. Aug. 2021
Von:
Sebastian Lutz / Kinderhaus 6

Wie kann man das kindliche Verständnis für die Herkunft von Nahrungsmitteln aktivieren?

Damit die Kinder den Kreislauf der Natur ganzheitlich er- und begreifen lernen, wuchs die Idee, mit ihnen gemeinsam Pflanzen in ihren unterschiedlichen Entwicklungsstadien zu beobachten. Von der Aussaat über das Keimen, das erste zarte Wachsen, die Knospenbildung, das Erblühen, den Fruchtansatz bis hin zur Ernte, genauso wie das Absterben der Pflanzen sowie deren Samenbildung. 

Gemeinsam mit dem HTD wurde ein Topf- und Hochbeetgarten im Innenhof des Hauptgebäudes auf der Rosenhöhe gestaltet.
Der Topf- und Hochbeetgarten lässt eine praktische Bewirtschaftung zu, bietet die ideale Arbeitshöhe (auch kann man so viel besser gucken) und die Pflanzen sind zudem besser vor diversen Bedrohungen schützt.

Im Frühjahr wurde „getopft“. Saison-Gemüse, angelegt nach den Interessen und Ideen der Kinder. Tomaten, Radieschen, Zuckererbsen, Gurken, Zucchini, Paprika, Hokkaido-Kürbis und Pflücksalate wurden von den Kindern gesät und auf den sonnigen Fensterbänken des Esszimmers vom Haus 6 herangezogen.

Währenddessen wurden, während es draußen wie verrückt regnete, in der Werkstatt des HTDs mit den Kids Hochbeete gebaut und im Garten aufgestellt. Dabei entstanden prima Ideen, wie man so ein Hochbeet aus verschiedenen Baumaterialien zusammenschrauben kann.

Auch längst selbstgebaute Bienenhäuser und Insektenhotels fanden im Innenhofgarten endlich ihren gerechten Platz. Denn wo wären diese besser vor Zerstörungswut – und das war allen Kindern besonders wichtig –geschützt?

Nach den Eisheiligen wurden die Pflänzlinge voller Tatendrang in die Hochbeete und Töpfe umgezogen. Dazu wurden Beete mit verschiedenster Wildblumensaat aufgestellt, um auch den Bienen ein besonders reiches Nahrungsangebot zu liefern und sie damit zu locken, sich anzusiedeln.

Ab dann wurde fleißig studiert und probiert.

Als Pilotprojekt gab es, für Klein wie für Groß, natürlich auch Misserfolge, mit denen gelernt werden musste umzugehen. Wir haben uns entschieden, das Beste daraus zu machen und möchten mit diesen wertvollen Erfahrungen gerne das Projekt im nächsten Jahr fortführen dürfen.

Ein ganz besonderer Dank gilt hier dem lieben Andy für seine großzügige Unterstützung, aber ganz besonders dem Piérre, der sich gewissenhaft der Gartenpflege widmete, wenn es uns nicht immer möglich war. Ohne dich, wär´s im wahrsten Sinne „öde“ geworden.

Sebastian Lutz für Kinderhaus 6

"Der geheime Garten"

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