Sozialpädagogische ambulante Betreuungsangebote

„Kompetenzen stärken im eigenen Umfeld“

Unsere Ambulanzen arbeiten mit Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Familien in ihrem eigenen Wohnumfeld. Dabei geben wir Unterstützung im Alltag, bei Erziehungsfragen, Begleiten bei Ämtergängen und helfen bei Formularen.

Ambulanz I

Die Sozialpädagogische Ambulanz I arbeitet mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Wir unterstützen in der Persönlichkeitsentwicklung, der Alltagsgestaltung und Schaffen mit Euch und Ihnen Perspektiven in der schulischen und beruflichen Laufbahn. Zum einen betreuen wir junge Menschen, die noch bei ihren Eltern leben, zum anderen helfen wir in unserem Betreuten Wohnen beim Leben in der eigenen Wohnung und unterstützen damit den ersten Schritt ins eigenständige Leben. Hierfür stehen hauseigene Appartements (einzeln oder zu zweit) zur Verfügung. Im Bedarfsfall können sich junge Erwachsene auch eigene Wohnungen suchen und dort betreut werden.

Rechtsgrundlagen: §§ 29, 30, 35, 35a, 41 SGB VIII

Ambulanz II - Sozialpädagogische Familienhilfe

Unsere Sozialpädagogische Ambulanz II unterstützt Familien in Krisensituationen. Derzeit 9 Mitarbeiter, Psychologen, Sozialpädagogen/Sozialpädagoginnen mit unterschiedlichen Qualifizierungen (systemische Weiterbildung, Trauma, Ego-State uam.) unterstützen die Eltern in ihrer Erziehungsarbeit, begleiten aber auch bei Ämtergängen und helfen bei Anträgen und sonstigen Dingen des alltäglichen Lebens. Dabei ist die Familie als Ganzes im Blick. Möglichst alle Personen aus dem Familiensystem werden in die diagnostische und therapeutische Arbeit einbezogen. Individuelle Kompetenzen werden im eigenen Umfeld gestärkt und Strategien für die Bewältigung familiärer Krisensituationen entwickelt. Durch die Aktivierung und Stabilisierung vorhandener Ressourcen entwickeln sich zumeist neue emotionale und soziale Perspektiven, die ihre Auswirkungen auch in Ausbildung und Beruf haben. Oft können durch diese aufsuchende Familienarbeit die Aufhebung des Familienverbundes oder gar Kinderschutzmaßnahmen (§8a SGB VIII) vermieden werden. 

Umfang und Inhalt der Gespräche orientieren sich an den individuellen Fragestellungen und finden in einem gemeinsam vorab festgelegten Rhythmus statt. Die Ziele der Beratung werden gemeinsam erarbeitet und deren Entwicklung im Beratungsprozess reflektiert.

Rechtsgrundlagen: §§ 29, 30, 31 SGB VIII

Ambulanz - UMA

Das Team der UMF Ambulanz begleitet junge Erwachsene auf ihrem Weg zu einer eigenständigen Lebensführung. Dafür stehen verschiedene Trägerwohnungen im Kreis Offenbach und in der Stadt Offenbach zur Verfügung, in denen die jungen Menschen verselbständigt werden.

Im Rahmen der ambulanten Jugendhilfe werden den Jugendlichen verschiedene Lebensperspektiven aufgezeigt: Sie lernen Herausforderungen im Alltag zu bewältigen, erhalten eine Orientierung in ihrem neuen Umfeld, entdecken berufliche Möglichkeiten und werden in das Berufsleben begleitet.

Wichtige Aufgaben unserer Arbeit mit den jungen Flüchtlingen liegen auf dem Aspekt der Integration, die sich in den nachfolgenden Dimensionen wiederfinden: Die Jugendlichen lernen ihren neuen Lebensort kennen und werden an die kulturellen Normen und Werte unserer Gesellschaft herangeführt. Wir fördern die soziale Integration durch die Anbindung an Sportvereine oder einer anderen geeigneten Freizeitgestaltung, so dass Kontakte zu Gleichaltrigen entstehen können. Der pädagogische Auftrag liegt darin die jungen Menschen ganzheitlich in ihrem Integrationsprozess zu begleiten mit dem Ziel,  sich mit der neuen Lebenswelt identifizieren zu können.

Wir versuchen im Kontext der ambulanten Betreuung diese Herausforderungen individuell aufzuarbeiten und einen Spielraum zwischen der Herkunfts- und Aufnahmekultur gemeinsam mit den jungen Erwachsenen zu erarbeiten.

Die ambulante Jugendhilfe gliedert sich in verschiedene Phasen, so dass zu Beginn der Maßnahme eine intensivere Betreuung vorgesehen ist und sich diese je nach Bedarf verringert. In der Regel sind die Biographien der jungen Erwachsenen von abrupten Beziehungsabbrüchen geprägt. Mit der langsamen Reduzierung der Kontaktzeiten versuchen wir, den Ablösungsprozess sensibel zu gestalten und am Ende der Maßnahme die jungen Menschen zu verabschieden.

Rechtsgrundlagen des Angebotes

§§ 27, 34, 41 SGB VIII
§ 35a SGB VIII nach intensiver Prüfung