Aktion "MachtLichtAn" in Mainz

kfd-Frauen nehmen Stellung zu Missbrauch in Katholischer Kirche

_MachtLichtAn_Aktion_Duesseldorf__c_AnneOrthen_2 (c) kfd Düsseldorf Anne Orthen
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Mi, 12. Dez 2018
Gisela Franzel

Ein Gruppe von 15 kfd-Mitgliedern und dem Diözesanleitungsteam hatten sich am 12.12.2018 zur Aktion „MachtLichtAn“ in Mainz von der St. Antonius Kirche getroffen. Mit einem Gongschlag eröffnete Gisela Franzel das Klagegebet, das von Yvonne Frische, Renate Flath, Sabine Giese-Eichhorn, Nicole Pawletzki , Regina Hahn-Blaik und Susanne Winnekens-Udovic gestaltet wurde. Im Laufe des Gebets richteten die Mitglieder des Diözesanleitungsteams ihr Forderungen an die Deutsche Bischofskonferenz. Diese sind auch auf den Postkarten zu finden, die zur Zeit verteilt werden und bis Ende des Jahres an den kfd-Bundesverband geschickt werden können. Von dort werden sie dann gesammelt an die Deutsche Bischofskonferenz weitergeleitet. Eine der Hauptforderungen ist die Einrichtung einer unabhängigen Kontaktstelle für Menschen, die von Missbrauch betroffen sind.

Bundesweit waren an diesem Abend Frauen an über 160 Orten dem Aufruf der kfd gefolgt und leuchteten mit Taschenlampen auf Kirchentüren, zum Zeichen dafür, dass mehr Licht in die Aufklärung der Missbrauchsfälle gebracht werden soll.

Die stellvertretende kfd-Bundesvorsitzende Dr. Agnes Wuckelt, Theologie-Professorin und Seelsorgerin: „Seit Jahrzehnten bohren wir mit unseren Forderungen nach Erneuerung der Kirche dicke Bretter. Es ist alles so unendlich mühsam, aber wir glauben trotzdem fest daran, dass auch die katholische Amtskirche die Fähigkeit hat, sich zu verändern. Sie muss es nur wollen! Und das wollen die meisten unserer 450.000 Mitglieder jetzt endlich sehen.

Danach müssen wir dranbleiben. Wir dürfen da nicht lockerlassen, das sind wir den Betroffenen schuldig. Auch über eine Reform der Priesterausbildung müssen wir reden, der Zölibat muss auf den Tisch, die frühzeitige Sensibilisierung von Kindern ist nötig, das Ermächtigen von Frauen – jetzt ist die Zeit für Klartext gekommen.“