Aktuelle Hilfe für Ruanda Projekt

Unbürokratische Unterstützung in Coronazeiten

kfd Hilfsprojekt in Ruanda (c) Dorothea Berkmann/kfd Mainz
kfd Hilfsprojekt in Ruanda
Fr 8. Mai 2020
Gisela Franzel

Der kfd-Diözesanverband hat es sich seit vielen Jahren zur Aufgabe gemacht, die Schwesterngemeinschaft „Freundinnen der Armen“, „Inshuti z´Abakene“ in Ruanda zu unterstützen. Der Orden ist eine junge, schnell wachsende Gemeinschaft, die an mehreren Orten in Ruanda Stationen hat, in denen die Schwestern mit Frauen arbeiten, mit Kindern und Jugendlichen und mit Behinderten. Auch in der Kranken- und Altenhilfe sind sie tätig. Die Schwestern selbst teilen das einfache Leben der armen Bevölkerung des Landes. Unsere Unterstützung wird vermittelt durch den Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz - Ruanda, der auch in der Hauptstadt Kigali ein Büro unterhält. So wird ein zweckentsprechender Einsatz unserer Spenden gewährleistet. 

 

Auch in Ruanda ist - etwas später als in Mitteleuropa - das Corona-Virus angekommen. Die Regierung hatte schnell reagiert und Flüge gestoppt, Grenzen dicht gemacht und eine De-facto-Ausgangssperre verhängt. Das trifft die Bevölkerung und auch unsere Schwestern sehr hart, denn damit blieben Einkünfte aus und die Versorgung aller Schwestern und der Betreuten wurde fast unmöglich. Sobald wir davon Kenntnis erhielten beschlossen wir, die Schwestern mit einer Soforthilfe in Höhe von 2000 Euro zu unterstützen, die über den Partnerschaftsverein unbürokratisch und schnell an die Schwestern weitergeleitet wurde. Die Schwestern sind sehr dankbar dafür, dass die kfd Mainz sie nicht im Stich lässt und schnell hilft. Schwester Dative versteht dies als Geschenk Gottes und grüßt im Namen ihrer Mitschwestern alle Frauen.

Dank unserer Spenden studieren zwei weitere junge Schwestern, Schwester Daphrose studiert Buchhaltung, Wirtschaft und Sr. Marceline Pädagogik. Das Ziel ist, dass die Schwestern mit einem Studium in die Lage versetzt werden, ihre anspruchsvollen Aufgaben in der Leitung von Einrichtungen in Ruanda gut zu bewältigen. Das kfd-Diözesanleitungsteam ist sich sicher, dass jede Spende an die Schwesterngemeinschaft gut und sinnvoll eingesetzt ist!

Regina Hahn-Blaik und Dorothea Berkmann