Bewegender Gottesdienst zum Junia-Predigerinnentag

Janina Adler predigt im Mainzer Dom

Janina Adler predigt (c) kfd Diözesanverband Mainz e.V.
Janina Adler predigt
Datum:
Mo. 16. Mai 2022
Von:
Gisela Franzel

Gottesdienst zum kfd-Predigerinnentag am 14. Mai 2022 im Mainzer Dom

„Berührend, bewegend, ein Gottesdienst mit Gänsehautmomenten“

 - so beschrieben Teilnehmer:innen ihre Eindrücke beim Gottesdienst der kfd Mainz zum bundesweiten kfd-Predigerinnentag im Mainzer Dom. 150 Frauen und Männer hatten sich dort am vergangenen Samstag, den 14. Mai versammelt.  Ein Team von 6 kfd-Verantwortlichen führten durch den Wortgottesdienst und die Agapefeier. „Endlich sind wir wieder einmal im Dom und wir freuen uns, dass so viele gekommen sind!“, begrüßte Gisela Franzel die versammelten 150 Frauen und Männer zu Beginn. Musikalisch gestaltet war den Gottesdienst von einer Darmstädter Projektband, mit Anke Schimpf an Saxophon und Querflöte.

Ein großes Bodenbild über den Altarstufen zeigte ein purpurfarbenes Kreuz mit vielen Kerzen und Namen von hl. Frauen durch die ganze Kirchengeschichte. Das Bild der Apostelin Junia war auf einer großen Leinwand im Altarraum zu sehen. Marianne Fritsch, stellvertretende Sprecherin des Diözesanverbandes, erläuterte den Anlass: 12 Frauen. 12 Orte. 12 Predigten. Die kfd lädt bundesweit Frauen ein, der Hl. Junia  zu gedenken und sich für Frauen in Verkündigung einzusetzen.

In diesem Jahr war Janina Adler eingeladen, die Predigt an diesem Tag zu halten. Sie  ist Referentin für Frauenseelsorge und zugleich Geschäftsführerin der neu gegründeten Frauenkommission im Bistum Mainz. Der Einsatz für das Predigtrecht von Frauen in allen Gottesdiensten ist Anliegen der kfd und zugleich auch der Mainzer Frauenkommission.

Den Teilnehmer:innen war am Eingang eine Tüte mit drei Symbolen ausgehändigt worden. Janina  Adler deutete die Erfahrungen des Apostels Paulus bei seinen Missionsreisen im Hinblick auf Erfahrungen. Ein Stein symbolisierte die harten Lebenserfahrungen von Frauen, Demütigungen und Erfahrungen mit vernichtender Wirkung. Ein purpurfarbenes Band stand für die Netzwerke, die Menschen wieder aufrichten können wie die kfd, die sich für Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt in der Kirche einsetzte, genauso wie die Initiative #OutInChurch. Als drittes Symbol fanden die Teilnehmer:innen eine Kerze mit einem Bild der Apostelin Junia. Sie war eine standhafte Zeugin für ihren Glauben, genauso wie die Frauen, deren Namen auf den Altarstufen zu lesen waren. Das Anzünden der Kerzen sollte ermutigen, das eigene Glaubensfeuer weiter zu leben und in die Welt strahlen zu lassen. Alle sind berufen zu Priester:innen, König:innen und Prohphet:innen.

Im Anschluss daran formulierten kfd-Verantwortliche Ihre Anliegen in den Fürbitten für geflüchtete Frauen, für den Einsatz im Bereich Nachhaltigkeit, für die Aufwertung von Frauenarbeit, für den Einsatz für Geschlechtergerechtigkeit zusammen mit Maria 2.0 und die Würdigung verstorbener Frauen.

In einer feierlicher Prozession, bei der die Gottesdiensteilnehmer:innen Kerzen, Brot- und Traubenkörbe trugen, begleitet von den Musikerinnen mit Saxophon,  zog die Gemeinde zur Agapefeier in den Kreuzgang. In der Agapefeier wurde für den Frieden gebetet und schließlich das Brot und die Trauben miteinander geteilt. Der warme Frühlingsabend, die alten Mauern, alles strahlte eine erhabene und zugleich offene Atmosphäre aus. So waren Gespräche und Begegnungen, ein Wiedersehen nach langer Zeit und neues Kennenlernen möglich. Der Gottesdienst in diesem Rahmen war eine neue Erfahrung, die großen Zuspruch hervorrief. Die kfd war sicher nicht das letzte Mal zu einem Gottesdienst  mit Agapefeier im Mainzer Dom.