kfd Diözesanversammlung erfolgreich durchgeführt

Professorin Dr. Agnes Wuckelt im Studienteil zu Gast

Diözesanversammlung 2021 (c) kfd Diözesanverband Mainz e.V.
Diözesanversammlung 2021
Datum:
Sa. 13. Feb. 2021
Von:
Gisela Franzel

Die Diözesanversammlung der kfd fand im Februar erstmalig als Videokonferenz statt.

Yvonne Frische begrüßte zu Beginn 55 Teilnehmerinnen, darunter die stellvertretende kfd Vorsitzende Frau Prof‘in Agnes Wuckelt, die Leiterin des Referates Erwachsenenseelsorge Barbara Wolf und Andrea Keber von der Gruppe Maria 2.0 aus Nieder-Olm. Auch ein Teilnehmer mischte sich in die Runde: Hans-Jürgen Dörr, der Leiter des Dezernates Seelsorge im Bischöflichen Ordinariat Mainz.

Zu Beginn bedankte sich das Leitungsteam bei Dezernent Hans-Jürgen Dörr für die gute Unterstützung in den letzten Jahren: z.B. bei der Wiederbesetzung der Sekretärinnenstelle in der Geschäftsstelle, bei der Suche nach neuen Räumlichkeiten in Mainz und besonders bei unserem Anliegen, der Einrichtung einer Frauenkommission im Bistum Mainz. Herr Dörr ermutigte die Frauen, weiter ihre Anliegen sichtbar und hörbar zu vertreten.

Durch die Coronamaßnahmen mussten die Wahlen dieses Mal als Briefwahl durchgeführt werden, um allen wahlberechtigten kfd-Verantwortlichen und Einzelmitgliedern eine Beteiligung zu ermöglichen.

Die Wahlleiterin Monika Dinges-Krol stellte die Wahlergebnisse vor. Das wichtigste Ergebnis:  Marianne Fritsch wurde in das Diözesanleitungsteam gewählt.

Das Diözesanleitungsteam bedankte sich von Herzen bei den Mitgliedern des Diözesanausschusses, der Ausschüsse und der Arbeitskreise. Ein besonders bewegender Moment war der Dank an Susanne Winnekens-Udovic aus der aktiven Arbeit des Diözesanleitungsteams. Ihre Tatkraft, ihr Verantwortungsbewusstsein, ihre Art die kfd im Bistum zu vertreten, und ihre ausgleichende Art wurde von allen Frauen sehr geschätzt. Winnekens-Udovic war im Herbst 2020 als Referentin für Frauenseelsorge und den kfd Diözesanverband in das Bistum Limburg gewechselt.

 

Nach einer kurzen Pause gestaltete Frau Prof’in Dr. Agnes Wuckelt den Studienteil „Von der Freiheit berufen zu sein“. Zunächst informierte die Geistlich-theologische Begleiterin des Diözesanverbandes Renate Flath über den Brief, den Bischof Kohlgraf ihr im Rahmen der Predigerinnenaktion zum Junia-Tag 2019 geschrieben hatte. Der Bischof fordert sie darin auf, nicht mehr in Eucharistiefeiern zu predigen und sich an das geltende Kirchenrecht zu halten. Im Vorfeld gab es einen anonymen Brief an eine Stelle im Vatikan, die sich daraufhin an Bischof Kohlgraf gewandt hatte. Frau Prof’in Dr. Wuckelt griff diesen Vorfall auf und gab einige aktuelle Informationen, um den ganzen Vorgang zu verstehen und einordnen zu können. Es ist weiterhin in der katholischen Kirche so, dass die Predigt in der Eucharistiefeier an das Weiheamt gebunden ist, das auch weiterhin nur von Männern ausgeübt werden kann.  Es gibt aber auch jetzt schon Bistümer im süddeutschen und Schweizer Raum, wo die Laienpredigt auch von und durch Frauen durchaus übliche Praxis ist. Im Synodalen Weg der deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitee der deutschen Katholiken gibt es Textentwürfe und Ansätze, die Predigt von Laien in der Heiligen Messe wieder zuzulassen. Zum Schluss ihres Vortrages zeigte Frau Prof’in Wuckelt den Teilnehmenden ein Bild von einer Kirche, die von vielen Menschen getragen wurde.

In den anschließenden Kleingruppen fanden sehr anregende Gespräche statt. Hier war bei einigen die Frustration über den Umgang der Amtskirche mit den Frauen deutlich zu spüren, aber auch der Wille, Kirche eigenständig zu gestalten und in die Hand zu nehmen. Im anschließenden Austausch im Plenum wurde klar, dass die Frauen sich in nächster Zeit zu einem weiteren Austausch zu diesem Thema treffen werden, um konkrete Schritte zu planen.

Den Abschluss des Tages bildete ein Wortgottesdienst unter der Leitung von Renate Flath zu Psalm 121.

 

Rosemarie Busch-Maiwald, Gisela Franzel und Renate Flath