Kammermusikalischer Hochgenuss

alinde quartett - schubert project
alinde quartett - schubert project
So 8. Mär 2020
Steffen Bartenschlag

Zu einem kammermusikalischen Highlight lädt das Musikzentrum St. Gabriel für Sonntag den 08. März 2020 um 18:00 Uhr in die Kapelle des ehemaligen Klosters in Hainstadt ein. Zu Gast ist das ALINDE-Quartett, das auf Konzertbühnen in ganz Europa unterwegs ist und bei verschiedenen internationalen Wettbewerben, zuletzt beim ICM „Città di Pinerolo e Torino“, sowie beim Concorso Internazionale „Salieri-Zinetti“ ausgezeichnet wurde.

Das Quartett ist immer wieder eingeladen bei renommierten Festivals wie dem Verbier Festival, Aldeburgh Residencies, Chamber Music European Meetings in Bordeaux oder dem Mozartfest Würzburg. Im Sommer 2018 war es Teil der Chamber Music Residency beim Festival in Aix-en-Provence. Mit großem Erfolg trat das Quartett auch im Konzerthaus Berlin, im WDR Funkhaus Köln und im Festspielhaus Baden-Baden auf.

Dass die Musiker nun neben Orten wie Mailand, Köln und Passau auch in Hainstadt gastieren, ist für die Region ein großer Glücksfall: Eugenia Ottaviano, die erste Violine des Quartetts, war eine der Protagonisten in St. Gabriel am Karfreitag 2019 bei der Aufführung des „Quartetts für das Ende der Zeit“ von Olivier Messiaen. Fasziniert vom der Akustik, der Räumlichkeit und des Flairs der Kapelle im ehemaligen Kloster versprach Sie schon damals, mit ihrem eigenen Quartett so bald als möglich wiederzukommen.

Studieren durften die vier Musiker bei zwei der Größten der Kammermusik: Professor Günter Pichler (Alban Berg Quartett) an der „Escuela Superior de Musica Reina Sofia“ Madrid und im Jahr zuvor bei Eberhard Feltz an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ Berlin. Weitere Inspiration kommt von bedeutenden Persönlichkeiten wie Sir Prof. András Schiff, Ferenc Rados, Ida Bieler, András Keller, Tabea Zimmermann, Alessandro Moccia, Erich Höbarth, Natalia Prischepenko, Christoph Richter, Richard Gwilt und Jonathan Brown. Doch niemals fertig mit dem Lernen und Suchen bleiben sie neugierig und offen für neue Wendungen und Welten.

Das geplante Konzertprogramm orientiert sich ganz am aktuellen Musikgeschehen. Von Franz Schubert, dessen Streichquartette das Ensemble bis zu seinem 200-jährigen Todesjahr 2028 komplett aufgenommen haben will (die erste CD erscheint in diesen Tagen) wird das Es-Dur-Quartett zu hören sein, in dem der sechzehnjährige Schubert bereits die Reife seines kompositorischen Stils aufzeigt. Passend zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven kommt dessen Streichquartett Op 18 No 2 zur Aufführung, das von früheren Quartettmusikern „Komplimentierungs-Quartett“ oder „Quartett des Verbeugens und der Knickse“ getauft wurde. Das Programm wird abgerundet durch eine Auftragskomposition vom zeitgenössischen Komponisten Thomas Kotcheff, der 1988 in Los Angeles geboren wurde. Inspiriert ist dieses Werk mit dem Titel „unbegun“ (übersetzt: Es geht nicht los) durch Schuberts Lied – und gleichzeitig Namensgeberin des Quartetts – „Alinde“.

In Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis St. Gabriel, der in diesen Tagen auf sein 20-jähriges Bestehen zurückblickt, wird dieses Konzert im Rahmen der Reihe „Intervalle – Kammermusik im Gespräch“ präsentiert. Neben einführenden und begleitenden Worten der Musiker besteht auch in der Pause die Gelegenheit zum Gespräch mit den Musikern und untereinander.

Karten zum Preis von €18 / €15 (ermäßigt: Schüler/Studenten/Schwerbehinderte) sind ab sofort bei den Vorverkaufsstellen „Bücherstube Klingler“ in Hainburg und „der Buchladen“ in Seligenstadt erhältlich. Eventuelle Restkarten gibt es an der Abendkasse (ab 17:30 Uhr) für jeweils €2 mehr.