Die Kapelle

Kapelle St. Gabriel (c) TKJHZ

Die Kapelle St. Gabriel im ehemaligen Kloster Hainburg gehört zur Gemeinde St. Wendelinus.

Geschichtliches

Ende einer Ära

Mit dem Weggang der Schwestern der katholischen Ordensgemeinschaft, die nach eigenem Verständnis „nach der ursprünglichen Regel des Karmel in der Gegenwart Gottes lebt“, geht in Hainburg eine mehr als 65-jährige Ära zu Ende. Am 9. Mai 1948 übernahmen die Karmelitinnen von Bonn-Pützchen die Villa Mainfried und das Anwesen des Stifter-Ehepaares Leopold und Katharina Hainz als Kloster. In den Folgejahren wurde der heutige Klosterbau mit Pfortenhaus errichtet. Am 30. Oktober 1965 weihte Kardinal Dr. Hermann Volk, Bischof von Mainz, die Kirche.

Die Karmelitinnen bestreiten ihren Lebensunterhalt durch die Arbeit in den Werkstätten, wo Messgewänder, Kerzen, Rosenkränze entstehen und Bücher gebunden werden, sowie durch Spenden. 

Priorin Schwester Teresa nennt als Grund für die Schließung Nachwuchsmangel. Gemäß der Ordensregeln leben die Mitglieder zurückgezogen, das schweigende Gebet ist ein wesentliches Element ihrer Spiritualität. Im Dezember 2011 wohnten hinter den Hainstädter Klostermauern noch fünf Schwestern im Alter zwischen 45 und 87 Jahren.