Sexualisierte Gewalt als Thema im Bistum Mainz und Informationen zur MHG-Studie

Die MHG-Studie ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt mit dem Titel „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“. Die Ergebnisse wurden im Herbst 2018 vorgestellt.

Informationen aus dem Bistum Mainz

www.hilfe-nach-missbrauch.de

Telefonberatung:

  • Telefonnummer: 0800/0005640
  • anonym und innerhalb Deutschlands kostenfrei im Mobil- und Festnetz
  • verfügbar ab Dienstag, 25. September 2018, 11.00 Uhr, bis zunächst Freitag, 28. September 2018
  • täglich besetzt von 14.00 bis 20.00 Uhr – außerhalb dieser Zeiten rufen die Berater nach Wunsch zurück

Hilfeportal Sexueller Missbrauch des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs:

Ziel der MHG-Studie war es, den sexuellen Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche sowohl für die Betroffenen als auch für die Öffentlichkeit so transparent wie möglich aufzuarbeiten.

2014 wurde ein Forschungskonsortium von der Deutschen Bischofskonferenz damit beauftragt. Das Team arbeitete mit unterschiedlichen qualitativen und quantitativen Forschungsansätzen. Im Fokus stand, belastbare Aussagen über den Umfang des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger zu finden, aber auch die Strukturen und Dynamiken zu erheben, die solche Tatvorgänge begünstigen.

Die Sichtweisen und Erfahrungen der Betroffenen wurden schon bei der Entwicklung der Studie einbezogen.

Die ursprüngliche Laufzeit vom 1. Juli 2014 bis 31. Dezember 2017 wurde aufgrund des Umfangs und der Komplexität bis September 2018 verlängert. Die Ergebnisse wurden im September 2018 veröffentlicht.

 
  • Erfassung der Datenlage hinsichtlich von Fällen sexuellen Missbrauchs im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz
  • Qualitative biografische Analyse Betroffener mittels Interviews mit Tätern und Betroffenen
  • Vergleich von Institutionen
  • Analyse von Präventionsaspekten
  • Einbeziehen nationaler und internationaler empirischer Befunde
  • Quantitative Analyse von Stichproben aus kirchlichen Personalakten
 
 

… dem Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim (Prof. Dr. Harald Dreßing, Prof. Dr. Hans-Joachim Salize), dem Kriminologischen Institut der Universität Heidelberg (Prof. Dr. Dieter Dölling, Prof. Dr. Dieter Hermann), dem Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg (Prof. Dr. Dr. Andreas Kruse, Prof. Dr. Eric Schmitt) und dem Lehrstuhl für Kriminologie der Universität Gießen (Prof. Dr. Britta Bannenberg). Leiter und Verbundskoordinator ist Prof. Dr. Harald Dreßing.