Texte für den Pfarrbrief/die Website

Hier finden Sie kurze Texte zu verschiedenen Aspekten des Pastoralen Wegs. Sie können diese Texte gerne aufgreifen und in Ihrem Pfarrbrief abdrucken oder auf Ihrer Website einstellen.  

 

 

Die spirituelle Dimension des Pastoralen Wegs

Der Pastorale Weg ist auch ein geistlicher Weg. Bischof Kohlgraf hat die Frage, wie wir heute und in Zukunft unser Christsein leben wollen und können, als zentrale Frage über den Gesamtprozess gestellt. Natürlich geht es beim Pastoralen Weg um Strukturen und Ressourcen. Sinn und Bedeutung bekommen diese aber erst durch die Kernbotschaft des Christentums, die frohe Botschaft des Evangeliums.

Was bedeutet das aber ganz konkret? Wir können uns den geistlichen Prozess als Kreislauf vorstellen.

 

Grafik Halt-Haltung (c) Bistum Mainz

Die Zusage von Jesus „Ich bin mit Euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt 28,20) gibt uns festen Halt in unserem Leben. Wie wir denken und leben wird von unserem inneren Halt beeinflusst. Nur so können wir eine Haltung gegenüber uns selbst und anderen entwickeln: aufmerksam und wertschätzend sein, respektvoll im Umgang und mit der Meinung anderer. Diese wertschätzende Haltung leitet unser Verhalten. So wirkt Gottes Geist ganz konkret in dem, wie wir uns verhalten. Und unser Verhalten wirkt auf unsere Lebensverhältnisse. Auf dieser Grundlage treffen wir Entscheidungen über Strukturen, Personal, Gebäude und Finanzen. Und wenn unsere Verhältnisse offen und einladend sind, können wir und andere darin Halt finden.

Die Koordinationsstelle für den Pastoralen Weg im Bistum Mainz hat einen Infoflyer zur Frage „Was macht den Pastoralen Weg geistlich“ herausgegeben. Dort finden sich viele Anregungen und Informationen zur spirituellen Dimension des Pastoralen Wegs, wie beispielsweise eine ausführliche Version des beschriebenen Kreislaufs von Halt – Haltung – Verhalten und Verhältnissen. Der Flyer kann unter pastoraler.weg@bistum-mainz.de gerne bestellt werden. Begleitend zum Flyer finden sich auf der Website www.pastoraler-weg.de methodische Anregungen und geistliche Impulse. Diese können ganz konkret im Alltag und auch in Sitzungen und Gremien eingesetzt werden.

Der Infoflyer wurde vor Ausbruch der Corona-Pandemie erarbeitet. Wir sind aber der Überzeugung, dass die grundlegende Frage, die er stellt, aktueller denn je ist: Was gibt uns Halt?

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Stand 24. April 2020

Die erste Phase des Pastoralen Weges (2019 bis 2021)

Bischof Peter Kohlgraf hat den Pastoralen Weg im letzten Jahr ausgerufen, um die Kirche im Bistum Mainz weiter zu entwickeln und zu erneuern.

Der Pastorale Weg gliedert sich in drei Phasen.

Aktuell befinden wir uns in der ersten Phase, im Zeitraum von Frühjahr 2019 bis zum Sommer 2021. Diese Zeitplanung kann sich aufgrund der Coronakrise ggf. noch etwas verändern. In dieser Phase haben die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden in den insgesamt 20 Dekanaten des Bistums den Auftrag, pastorale Konzepte zu entwickeln. Das bedeutet, dass sie Schwerpunkte ihrer seelsorglichen Arbeit und neue Strukturen benennen sollen.  

Dazu haben sich in allen Dekanaten Teams gebildet, die zu Themenbereichen wie beispielsweise Lebensphasen, Lebenswelten, Caritas aber auch Gebäude, Finanzen und Verwaltung arbeiten.

Begonnen haben sie ihre Arbeit mit einer Bestandsaufnahme dessen, was es aktuell an kirchlichen Angeboten gibt. Zudem haben sie erkundet, wie die Menschen in den zugehörigen Stadtteilen und Orten leben. Vielfach wurden Befragungen in der Bevölkerung durchgeführt. Ziel war es, herauszufinden, was die Menschen sich von Kirche wünschen und erwarten.

Nach Auswertung der Ergebnisse sollen in den Dekanaten Aussagen zu den künftigen Schwerpunkten der Seelsorge und zu Organisationsstruktur und Gebäudeentwicklung der künftigen Pfarreien treffen. Der Begriff Pfarrei wird künftig für eine größere Einheit verwendet, innerhalb derer es mehrere Gemeinden gibt. Vonseiten des Bistums gibt es klare Vorgaben, wie viele Pfarreien es künftig in den bisherigen Dekanaten geben wird.

Die erarbeiteten Pastoralkonzepte sollen dem Bistum zum Abschluss der ersten Phase vorgelegt werden. Im Anschluss daran beginnt die zweite Phase des Pastoralen Weges, in deren Zentrum die Umsetzung der Konzepte in denn dann verbindlich festgelegten Pastoralräumen / Räumen der zukünftigen Pfarreien steht.

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Stand 22. April 2020

Der Pastorale Weg – Warum und was?

Die katholische Kirche verändert sich: die Zahl der Kirchenmitglieder sinkt, es gibt weniger Priester, Diakone, Pastoral- und Gemeindereferent(inn)en , die Kirchensteuereinnahmen werden zurückgehen.

Bischof Peter Kohlgraf hat den Pastoralen Weg ausgerufen, um die Kirche im Bistum Mainz weiter zu entwickeln und zu erneuern. Seine zentrale Frage lautet: „Wie können und wollen wir heute und 2030 unser Christsein leben?“ Ausgehend von dieser Frage sollen die Seelsorge und die Strukturen der Pfarreien neugestaltet werden. Die Zielvorgabe des Bischofs ist, dass es dann 50 Pfarreien statt der bisherigen 132 Pfarrgruppen im Bistum geben wird. Der Begriff Pfarrei wird künftig für eine größere Einheit verwendet, innerhalb derer es mehrere Gemeinden gibt. Das aktive Gemeindeleben wird weiterhin vor Ort stattfinden. Dabei wird die Gemeinde vom Seelsorgeteam der Pfarrei unterstützt und begleitet. Neben der Gemeinde sind weitere Kirchorte Teil der künftigen Pfarreien. Solche Kirchorte sind alle Orte und Gruppierungen, an denen Glauben öffentlich gelebt und vermittelt wird. Das können zum Beispiel die Kitas, Krankenhäuser, Altenheime, die Jugendverbände und die Beratungsstellen der Caritas sein.

Der Pastorale Weg ist für die Dauer von 2019 bis ins Jahr 2030 angelegt und in drei Phasen unterteilt. In der ersten Phase des Prozesses haben die insgesamt 20 Dekanate den Auftrag, pastorale Konzepte zu entwickeln. Das heißt, die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden vor Ort überlegen gemeinsam, welche Themen und Schwerpunkte in ihrer Region zentral sind. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf den Familien, Jugendlichen, älteren Menschen und Armen. Zudem soll ein Vorschlag für die neuen Strukturen der Pfarreien entwickelt werden. Die entwickelten Konzepte werden dann mit den Überlegungen auf Bistumsebene abgestimmt und umgesetzt.

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Stand: 22. April 2020