Schmuckband Kreuzgang

Liebe Interessierte an unserer Homepage, liebe Leserinnen und Leser,

haben Sie schon vorweihnachtliche Gefühle?

Datum:
Do. 24. Nov. 2022
Von:
Pfarrer Winter

Bei nicht wenigen Menschen wollen sich solche Gefühle gar nicht recht einstellen. In diesen dunklen, sorgenvollen Wochen beschäftigen viele Leute andere, existenzielle Dinge, z. B. die Frage, wie sie Energiekosten und sich laufend verteuernde Lebensmittel bezahlen können. Und doch sehnen sich die meisten von uns nach besseren Zeiten, nach Frieden in der Welt, träumen von einer Welt ohne Armut. Eine Erhebung für die Lottoland-Gruppe hat das neu bestätigt.

Wenigstens ein wenig festliche, friedvolle Stimmung in uns, in der Familie, etwas verschnaufen an Weihnachten - das wäre trotz allem doch schön, oder? Und auch ganz abgesehen von Advent und Weihnachten gibt es doch in vielen, denke ich, tief im Herzen den Wunsch nach einer Welt, die anders und besser wäre, auch für unsere kleine Welt zu Hause. Viele von uns haben doch allerlei zu tragen, zu schaffen, zu kämpfen ….

Was gibt uns Kraft, Hoffnung und Halt? Die Familie? Gespräche mit nahen Menschen? Sportlicher Ausgleich oder Yoga? Unser Beten, der Gottesdienst? Biblische Erzählungen, die aufbauen und ermutigen?

Zwei Bibeltexte des diesjährigen1. Advent könnten solche Mutmacher und Hoffnungsquellen sein!

Gerade der Text aus dem Buch Jesaja hat für mich etwas ganz Hoffnungsvolles: Am Ende der Tage ziehen viele Völker, ja alle, zum Haus des Herrn, zu ihm, wollen sein Wort hören und seine Pfade gehen. Er schafft Recht und alle werden ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden. Keiner erhebt mehr das Schwert gegen den anderen. Am Ende der Tage wird es geschehen: wenn die jetzige Welt in eine neue Wirklichkeit übergeht. Manchmal will ich alle Hoffnung aufgeben: Von Anfang der Menschheitsgeschichte an Krieg, Konflikte, Streit, Hass, Trennung, Feindschaft – angefangen in den Familien über Kirche und Gesellschaft bis zu Völkern und Nationen. Dann belebt mich so ein Text wie Jesaja 2, 1 – 5 und stärkt meine Hoffnung.

Und immer wieder blitzt hie und da in unserem Alltag, in unserer kleinen und großen Welt etwas auf von dieser neuen Wirklichkeit, nämlich dort, wo Menschen  Liebe, Vergebung, Friedenseinsatz und Hilfe für andere tun. Das ist dann der Punkt, wo mich der andere Schrifttext berührt, aus dem Matthäusevangelium im Kapitel 24, Verse 37 – 4: Wach und aufmerksam zu sein für diese aufblitzenden Zeichen.

Ich wünsche Ihnen eine ermutigende, gesegnete Adventszeit. Einladung: Lesen mal die Schrifttexte nach. Vielleicht können diese auch Ihre Hoffnung darauf stärken, dass Gott seine Welt zu einem guten Ende führt und er alles neu macht – in Jesus. Das ist ja eine wichtige Botschaft des Advent. Oder kommen Sie zu unseren spirituellen Veranstaltungen, die Sie ebenfalls auf unserer Homepage finden.

Liebe Grüße

Pfarrer Ferdinand Winter