Schmuckband Kreuzgang

Kinder-Jugend-Ministranten

Die Entstehung, erste Schritte und Entwicklung bis heute

Die Ergebnisse der Fragebogenaktion des Pfarrgemeinderates 2015 „Zukunft St. Josef“, ließen keinen Zweifel daran. Gemeindemitglieder und Pfarrgremien voteten für eine aktive Integration der Kinder und Jugendlichen der Pfarrgemeinde St. Josef in unser Gemeindeleben. Mit diversen Freizeitangeboten sollten Kinder, Jugendliche und Ministranten auf ihrem christlichen Weg begleitet werden. Dies mit dem Ziel, unser Gemeindeleben nachhaltig lebendig zu gestalten. Soweit die Theorie. Ein Teil-Projektteam mit dem Namen Kinder-Jugend-Ministranten, kurz „KiJuMi“, wurde ins Leben gerufen. Den Gedanken und Ideen folgten die ersten Taten.

Bereits im Sommer 2015 starteten wir mit Versammlungen und Spielenachmittagen ausschließlich für MinistrantInnen aller Altersgruppen (9 bis 23 Jahre). Spiele und Aktionen, Diskussionen und Wünsche rund um das Ministranten-Dasein waren die Inhalte dieser Treffen. Das erste „Backen und Basteln im Advent“ für alle Kinder unserer Gemeinde, wurde im November 2015 ins Leben gerufen. Von Beginn an war hier das Interesse groß. Den Kindern bereitet es nach wie vor große Freude, in

Gemeinschaft Weihnachtsplätzchen auszustechen, zu formen und zu verzieren. Unser Küchenteam hat nach wie vor große Mühe, die Vielfalt an Kreationen fertig zu backen, bevor es nach Hause geht.

Ab 2016 folgten dann im regelmäßigen Rhythmus die mittlerweile bekannten Begegnungen „KiJuMi-Backen und -Basteln zu Ostern bzw. zum Advent oder Weihnachten“. Ein Highlight war sicherlich unser Mammut-Projekt: „Wir bauen eine Krippe für unsere Kirche“. An drei Wochenendtagen im November 2017 wurde gebastelt und gewerkelt, was das Zeug hielt. Mit Holz, Stoffen und verschiedenem Gerät, wie Tacker, Bohrer und Hammer wurden Schafe und Hirten, Maria und Josef, das Jesu-Kind, der Erzengel Gabriel, die Krippe samt Ochs und Esel händisch kreiert. In den Folgejahren kamen die drei heiligen Könige, Elefant und Kamel und der beleuchtete Stern von Bethlehem hinzu. Jede einzelne Figur, jedes Schaf trägt den Namen seines Erschaffers. An zwei Adventssonntagen wurden die von Kinderhänden erschaffenen Figuren in der sonntäglichen Messe vorgestellt und präsentiert.

Besondere Begegnungen:

  • 2018: Stadtrallye mit anschließendem Grillen auf der Kirchwiese

Eine Art Schnitzeljagd durch Babenhausen führte im Ergebnis zu einem zusammengesetzten Bild des Gewinnerteams, welches als Vorlage für einen der drei Fronleichnamsteppiche in diesem Jahr diente. Zur Belohnung gab es Hamburger vom Grill.

  • 2018: Der Nikolaus gab uns die Ehre zur adventlichen KiJuMi-Begegnung:

Obwohl wir für den Nikolaus gebacken und gewerkelt hatten, uns eingehend mit ihm mittels Bilder und Fotos auseinandergesetzt hatten, war das Erstaunen bei seinem Erscheinen groß. Dank der Beteiligung unserer Gemeindemitglieder werden solche Momente wahr.

  • 2019: Ministranten-Kegeln im Restaurant Goldener Engel

Die Betreiber der Gasstätte, die Familie Colak, spendierten neben der Kegelbahn-Nutzung ein gemeinsames Abendessen.

Apropos Spende. Auch das KiJuMi-Team kann nicht ohne finanzielle Mittel alle Events bestreiten. Eine Firmenspende in Höhe von 1.000,-- Euro kam uns zuteil und weitere treue Spendengeber lassen uns in regelmäßigen Abständen Gelder für unsere Ministranten zukommen. Ein gutes Budget für eine gute Sache! Wir danken sehr für diese Unterstützungen.

KiJuMi ist bunt geworden, hat ein Gesicht bekommen. Kinder unterschiedlichster Herkunft finden ihren Weg zu uns. Viel Vorbereitungsarbeit ist den Teammitgliedern in Fleisch und Blut über gegangen, ist zur Routine geworden. Die Ideenfindung zu Back- und Bastelkreationen, die Organisation der Begegnungen, die Musikeinlagen und die –Gestaltung, die Besorgung von Materialen und Getränken. Mittlerweile sind kindgerechte Kurzfilme zu den diversen Themen und ein Ruhe-Tisch längst Standard.

Aber wir müssen uns auch immer wieder neuen Herausforderungen stellen. Dazu gehören die Beachtung der DSGVO (Datenschutzverordnung), der vorgeschriebene Umgang mit Schutzbefohlenen … auch das gehört eben dazu.

Wir, Anita Kasper, Maggie Pietsch und Sofie Quast, scheinen vielleicht nach außen als „das KiJuMi-Team“. Vielleicht, weil es so auf den Flyern und Einladungen geschrieben steht!? Aber drei Personen können schon längst nicht mehr die Organisation und die Durchführung der Begegnungen allein stemmen. Neben allen unseren Familienmitgliedern, binden wir auch freiwillige Jugendliche unserer Gemeinde in jeden Event ein. Das liegt uns besonders am Herzen. Die Jugend sorgt mit uns gemeinsam für die notwendige Betreuung der großen Kinderanzahl, für die Aufsicht an den Bastel- und Werktischen, für die musikalische Begleitung. Manches Mal erfahren wir dadurch neue Impulse, die wir aus Erwachsenensicht gar nicht identifiziert hätten.

Einige KiJuMi-TeilnehmerInnen sind mittlerweile zur Kinderkommunion gegangen. Einige Jugendliche unserer Gemeinde haben längst das Sakrament der Firmung erhalten. Und egal, ob unsere jugendlichen HelferInnen einen aktiven Dienst in unserer Kirche verrichten oder nicht, bei uns sind sie als UnterstützerInnen immer wieder gerne gesehen. Das ist unsere Zielsetzung, dass die Jugend unserer Gemeinde den Nachwuchs betreut.

Leider ist es seit Ostern 2020 nicht mehr zu einer KiJuMi-Begegnung gekommen; Corona bedingt. Aber wenn die große Akzeptanz nachhaltig bleibt, dass wir gemeinsam das christliche Miteinander fördern dürfen, dann ist das für uns Motivation genug. Das eifrige Miteinander der Kinder und die Bestätigung der Eltern spornt uns zum Weitermachen an. In welcher Form und Ausgestaltung das auch sein mag. Ein Frühjahrsprojekt ist bereits in Vorbereitung.

 

Das KiJuMi -Team