Selbsthilfegruppe für Suchtkranke und Angehörige

Telefon Hotline

Sucht überwinden (c) Kreuzbund Bingen
Sucht überwinden
Datum:
Mi. 14. Apr. 2021
Von:
Kreuzbund Stadtverband Bingen

Die Nachfrage nach Alkohol ist seit Corona stark gestiegen. In der endlos erscheinenden Pandemie machen sich viele Menschen Sorgen um ihre eigene Gesundheit, um ihre Existenz, aber auch um ihre Freunde und Verwandten. Wegen dieser Sorgen und der immer größer werdenden Langeweile, greifen immer mehr Menschen zur Flasche.

Gleichzeitig fallen schon seit geraumer Zeit die Kreuzbund Selbsthilfegruppen für Menschen mit einer Suchtproblematik und Angehörige wegen der Corona Pandemie aus. Es fehlt eine verlässliche Alternative für neue Rat- und Hilfesuchende in der Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft des Kreuzbundes Bingen.

Hier will man Abhilfe schaffen und schaltet ab dem 12. April 2021 eine „Telefon-Hotline“ für Rat- und Hilfesuchende. Die Hotline ist täglich unter der Telefonnummer 0179-50 27 835 von 18:00-20:00 Uhr erreichbar. Im vertraulichen und ano-nymen Gespräch informieren erfahrene Mitglieder des Kreuzbund Stadtverbandes Bingen über die Suchtkrankheiten und weisen auf Möglichkeiten der Hilfe hin. Es entstehen die üblichen Telefongebühren, wir rufen gerne zurück.

Zudem startet der Kreuzbund Bingen eine Öffentlichkeitskampagne. Neben der Pressearbeit in Tageszeitungen und Amtsblättern der umliegenden Verbandsgemeinden macht man mit Plakaten und Visitenkarten (u.a. in Arztpraxen, Apotheken, Gemeindeverwaltungen, Kirchengemeinden, Lebensmittelmärkten …) öffentlich auf die Hotline aufmerksam.

„Wir finden es schade, dass wir Menschen mit einem Suchtproblem und Angehörige derzeit in der Suchtselbsthilfe kein angemessenes Angebot unterbreiten können und haben uns zu dieser Hotline entschlossen. Es handelt sich um keine therapeutische Maßnahme. Hier können sich Anrufende mit Menschen austauschen, die das Gleiche durchgemacht ha-ben und erfahren viel Wissenswertes über die Krankheit und Behandlungsmöglichkeiten. Gleichbetroffene sind Experten, deren Erfahrung helfen kann. Sie erfahren außerdem mehr über einen adäquaten Umgang mit dem Suchtproblem eines Nahestehenden und wie sie für sich selbst sorgen können, “ so Hartmut Zielke, der ehrenamtliche Geschäftsführer des Kreuzbund Stadtverbandes Bingen. 

Das Projekt „Telefon-Hotline“ wird durch die IKK Südwest im Rahmen der Projektförderung unterstützt.