Schmuckband Kreuzgang

Lauf der Sonne

„Die Kraft des Sonnenlichts genießen und bestaunen”

Mechthild Bitsch-Molitor: Kirchenmusikerin aus unserer Bistumsstadt (c) privat
Mechthild Bitsch-Molitor: Kirchenmusikerin aus unserer Bistumsstadt
Termin: Sonntag, 01.09.19 - 16:00
6.Veranstaltung in der Reihe "Konzerte an St. Bonifatius"
Pfarrkirche St. Bonifatius, Bad Nauheim
Zanderstraße 13
61231 Bad Nauheim

Einlass ab 15:30 Uhr - Eintritt frei, Spenden willkommen

Für ihr Konzert hat Mechthild Bitsch-Molitor Orgelmusik ausgewählt, die in verschiedenen Klängen und Stilen den Lauf der Sonne abbildet. Was am Anfang der biblischen Schöpfungserzählung steht, erleben wir jeden Tag: Besonders in den langen Tagen auf der Höhe des Jahres können wir die Kraft des Sonnenlichts genießen und bestaunen.

 

Liturgie-musikalische Ausbilderin im Bistum Mainz

Mechthild Bitsch-Molitor studierte in Mainz Theologie und Schulmusik mit Abschlüssen für das Lehramt an Gymnasien und dem A-Examen der Kirchenmusik.
Im Bistum Mainz ist sie vor allem in der liturgie-musikalischen Ausbildung der pastoralen Berufe tätig, seit einigen Jahren außerdem zuständig für die Aus- und Fortbildung der nebenamtlichen Kirchenmusiker/innen im Dekanat Mainz-Stadt.

„Auftakt“:

Johann Sebastian Bach (1685-1750):   „Fantasie in G-Dur”

[Gen 1,3-5]
3 Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht.
4 Gott sah, dass das Licht gut war. Und Gott schied das Licht von der Finsternis.
5 Und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nannte er Nacht. Es wurde Abend und es wurde Morgen: erster Tag.

Was am Anfang der Schöpfungserzählung steht, erleben wir jeden Tag. In diesen – langen - Tagen auf der Höhe des Jahres können wir die Kraft des Sonnenlichts besonders genießen und bestaunen.

„Am Morgen“:

Jan Zwart (1877-1937):   „Morgenglanz der Ewigkeit”

Jan Zwart war ein niederländischer Komponist und Organist in Rotterdam. Er meditiert über ein bekanntes Morgenlied.

Edward Elgar (1857-1934):   „Chanson de matin”
Edward Elgars „Chanson de matin“ zeichnet ein Stimmungsbild zum Morgen, das zu den bekanntesten Orgelstücken überhaupt gehört.

„Im Licht des Tages“:

Max Drischner (1891-1971):    „Sonnenhymnus”

Max Drischner lebte in Schlesien. Die Erfahrung  des sommerlichen Sonnenaufgangs in den Bergen prägte ihn stark und ist Motivation für den Sonnenhymnus, den er 1924 komponierte. Es handelt sich um eine Passacaglia: Eine gleichbleibende Basslinie zieht sich durch das ganze Stück; teils ist sie auch in anderen Stimmen zu hören.
Seit 1925 gehörte der Sonnenhymnus in der Gemeinde des Kirchenmusikers Max Drischner zur Liturgie des Johannestages. Als biblischen Hintergrund führt er Psalm 104 an, in dem die ganze Schöpfung schwingt und jubelt:
[Ps. 104]:   
2 Du hüllst dich in Licht wie in einen Mantel, du spannst den Himmel aus gleich einem Zelt.
1
0 Du lässt Quellen sprudeln in Bäche, sie eilen zwischen den Bergen dahin.
12 Darüber wohnen die Vögel des Himmels, aus den Zweigen erklingt ihr Gesang.
24 Wie zahlreich sind deine Werke, o Herr, sie alle hast du mit Weisheit gemacht, die Erde ist voll von deinen Geschöpfen.

Andreas Willscher (*1955):    „Raupe - Kartoffelkäfer - Sperling - Nachtigall” 

Andreas Willscher ist ein Kirchenmusiker und Komponist an St. Joseph in Hamburg-Wandsbek.
Aus „Insektarium“: 
[EG 509]:  Zu dir, zu dir / ruft Mensch und Tier. / Der Vogel dir singt. / Das Fischlein dir springt. / Die Biene dir summt. / Der Käfer dir brummt. / Auch pfeifet dir das Mäuselein: /Herr Gott, du sollst gelobet sein.
Aus „Vogelarium“:
[Mt 10,29-31]:  Verkauft man nicht zwei Spatzen für einen Pfennig? Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt.                                  

 

„Am Abend“:

Edward Bairstow (1874-1946):    „Evening Song”

Sir Dr. Edward Cuthbert Bairstow war ein englischer Organist, Musikpädagoge, Komponist, Chorleiter und Dirigent in Wigan, Leeds und ab 1913 in York.

Jan Zwart:    „Bleib bei uns, Herr”