Schmuckband Kreuzgang

Der Pastorale Weg im Dekanat Wetterau - West

Pastoraler Weg ohne geistlichen Prozess undenkbar 

Logo-Katholische-Kirche-in-der-Wetterau (c) Dekanat Wetterau West
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Datum:
Mi. 24. März 2021
Von:
Gabriele Pflugmann

Seit einigen Wochen arbeiten erstmals Menschen aus den künftigen drei Großpfarreien des Dekanats an ihrer Zukunftsgestaltung. Je drei Teilprojektteams sind im ersten Schritt aktuell mit der Bestandsaufnahme des kirchlichen Angebots in ihren heutigen Pfarreien beschäftigt. Diese Arbeit soll ab März in die Diskussion der künftigen Schwerpunkte übergehen. Davor ist ein geistliches Innehalten vorgesehen. Für was soll das gut sein? Kostet das nicht zu viel Zeit? Also: Warum ein geistlicher Prozess? 

Nach so vielen faktenorientierten Überlegungen und Diskussionen braucht es eine Pause für Herz und Seele, für das Fundament unseres Glaubens. Kirche ist kein Selbstzweck, sondern vielmehr die Erfüllung von Gottes Auftrag. So ist es für Menschen, die sich in und für die Kirche engagieren, Grundvoraussetzung, Gott bei ihrem Engagement einbeziehen zu wollen. Nichts Anderes meint geistlicher Prozess: In der Diskussion, in der Art wie Entscheidungen getroffen werden nach dem Willen Gottes zu fragen: Was will Gott von uns? Was will Gott für uns? 
Dazu ein „weltliches Argument“: In der Ratgeberliteratur zum Umgang mit Veränderungsprozessen findet man Modelle, die typische Phasen eines Prozesses beschreiben. Und in allen Modellen kommen Schwierigkeiten vor. In solchen Phasen hilft es, sich auf sein Fundament zu besinnen. So ist es wertvoll und hilfreich, wenn sich ein Team in der Krise an das gemeinsame Fundament erinnert. Ein geistlicher Prozess will immer wieder den Zugang zu dem gemeinsamen Fundament ermöglichen. Und machen wir uns nichts vor, es wird auch in den Teilprojektteams zu Krisen kommen, wenn sie nicht schon da sind. 
Schließlich macht die Arbeit im Team viel mehr Freude, wenn es mit Gottes Hilfe gelingt, dass eine Atmosphäre entsteht, in der gemeinsam für die gute Sache und nicht für die eigenen Interessen diskutiert wird. Das gilt übrigens nicht nur für den Pastoralen Weg, sondern für alle kirchlichen Gruppen und Gremien. 

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