Schmuckband Kreuzgang

Gespräch mit zwei Eltern zur Erstkommunion ihrer Kinder

Erstkommunion 2019 in unserer Gemeinde

Adriana Reith_Matthias Gries_Erstkommunion2019.jpg (c) Udo Knietsch
Adriana Reith_Matthias Gries_Erstkommunion2019.jpg
Do 2. Mai 2019
Udo Knietsch

Am 5. und 12. Mai 2019 werden 31 Kinder zum ersten Male in unserer Gemeinde zur Kommunion gehen. Wir haben uns dazu mit zwei Eltern, nämlich mit Adriana Reith und mit Matthias Gries unterhalten, die mit Robin, Stella und Jakob, also mit drei Kindern beteiligt sind. Einen ganz herzlichen Dank erst einmal an beide, dass sie sich ein wenig Zeit genommen und unsere Fragen beantwortet haben.

 

Sowohl Adriana Reith als auch Matthias Gries waren sich einig, dass die Erstkommunion ihrer Kinder Robin und Stella Reith und Jakob Gries sowohl für die Kinder aber auch für die Familien ein ganz besonderes Ereignis ist, wenn nicht für den Moment, das Ereignis überhaupt. Das in der Vorbereitung langsame Heranführen an die Eucharistie hat bei den Kindern eine neue Sichtweise auf Kirche und Glauben frei gemacht und es hat im positiven Sinne neugierig gemacht.

Jetzt unmittelbar vor dem Ereignis überwiegt natürlich, wie kann es anders sein, die Spannung und die Aufregung, gemischt mit Vorfreude.
Aber es bleibt auch Platz für nur vermeintliche Nebenschauplätze, wie, was wird angezogen, gibt es die erste Krawatte, was ist mit dem Kleid? Das macht es doch sympathisch rund.

Die Vorbereitung auf diesen Tag war für Eltern und Kinder umfangreich und zeitintensiv aber auch bereichernd. Elternabende konnten mitgestaltet werden. Frau Reith und Herr Gries haben kleine Gruppen (bis zu 10 Kindern) als Katecheten begleitet. Es gab zum Start Gespräche mit Petra Bastian, es wurden als Basis Themen und ein Leitfaden besprochen, aber die Gestaltung und der Spannungsbogen dieser gemeinsamen Stunde mit den Kindern lagen beim Katecheten. Im Mittelpunkt aller Gespräche stand Jesus, mit seinem Leben, seinen Worten, seinem Handeln. Mit der Kommunion wird unsere Verbindung zu Jesus intensiv und beglaubigt.

Es wurden mit Blick auf die Themen gemalt, gebastelt und auch gesungen. Sicher spannend, sicher intensiv. Es entstand über die Treffen eine Gemeinschaft, ein Miteinander, ein Zusammenhalt, die spürbar war.

Das Verhältnis zur Kirche hat sich bei Adriana Reith und auch bei Matthias Gries in dieser vorbereitenden Zeit durchaus geändert, oder besser: intensiviert. So sagten es beide übereinstimmend. Durch die Beschäftigung mit dem Thema Kirche, Eucharistie, Glaube, Zehn Geboten entstand ein angenehmes Miteinander. Es wurde Wege geöffnet und vieles für die Kinder und auch für die Erwachsenen begreifbar und verständlich gemacht. Interessant war, dass auch die Predigten in der Fastenzeit, durchweg von NIchtmitgliedern der Gemeinde, auch von den Kindern aufmerksam und spannend aufgenommen wurden und über die Gottesdienste hinaus in den Familien Thema waren.

Beide können sich gut vorstellen, dass die Erstkommunion für ihre Kinder kein einmaliges „Eintauchen“ in das Leben der Gemeinde ist, sondern dass, wenn nicht schon geschehen, Angebote wie Sternsinger, Ministranten und evtl. auch die sommerlichen Zeltlager genutzt werden. Wie intensiv, das wird man sehen. Interesse ist da.

Am Ende stand die Frage im Raum, die ein wenig über die Erstkommunion hinausgeht, nämlich, was bedeutet es heute, im Jahre 2019, Christ zu sein. Eine Frage, über die wir uns in unserer Dreierrunde angeregt ausgetauscht haben. Es können hier nur einige Aspekte wiedergegeben werden. Aber Christ sein heißt, als Christ zu leben, sich im oft kirchenfremden Umfeld nicht zu verstecken und den Glauben an die Kinder weiterzugeben. Die Erstkommunion ist da sicher ein deutliches Zeichen.

Vielleicht am Ende ein paar Worte zu mir, dem Frager oder Interviewer. Das Gespräch war nicht endlos lang, aber ich habe es als intensiv und klar empfunden. Ich war beeindruckt von der Ernsthaftigkeit, mit der die Erstkommunion von den Kindern aber auch den Eltern und der Familie vorbereitet wird. Auch für mich war dieses Gespräch ein Gewinn.

Da bleibt mir nur, allen Kindern und allen Familien einen schönen, festlichen und angemessenen Tag der Erstkommunion am 5. Und/oder 12. Mai zu wünschen. Ich selbst habe diesen Tag 1954 erlebt, ich kann mich sehr gut erinnern.