Kirchenchor feiert 2019 sein 90-jähriges Bestehen

Der Kirchenchor 2019
Der Kirchenchor 2019

Am Muttertag hatte der 1929 gegründete Katholische Kirchenchor Bodenheim zum Konzert eingeladen, und viele Gäste kamen: Die beteiligten Chöre aus Bodenheim und Nackenheim, die Solistinnen Angelika Hülshoff und Hildegard Merkel an der Orgel sowie Silva Merkel mit der Flöte und natürlich viele Besucher, die sich das Konzert nicht entgehen lassen wollten.

 

Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates, Andreas Loos, eröffnete der gastgebende Chor das Konzert mit dem "Halleluja" aus dem "Messias" von G. F. Händel und dem "Magnificat" von Alan Wilson. Beide Stücke begleitete Angelika Hülshoff an der Orgel, bevor sie diese mit dem Stück "Communion" von Alexandre Guilmant solo zum Klingen brachte.

Als erster Gastchor kam der Katholische Kirchenchor Nackenheim zum Zug unter der Leitung seiner Dirigentin Hannah-Dorothea Nollert. Er hatte die Stücke "Gesundheit, Glück und Gottes Segen" von Siegfried Herteriel, "Der Herr hat seinen Engeln befohlen" von Lorenz Maierhofer und das „Festliche Halleluja" von Christopher Tambling ausgewählt.

Ihm folgte der GV Harmonie 1905 Bodenheim unter der Leitung von Roger Durstewitz. Der Männerchor führte das „Credo" von Wilhelm Heinrichs, "Sweet hour of Prayer" von William B. Bradley und „Das Morgenrot" von Robert Pracht auf.

Während Silva Merkel mit der Flöte und Hildegard Merkel an der Orgel die Sonate B-Dur von G. F. Händel konzertierten, konnten die Chöre auch einmal einfach nur zuhören und das Konzert aus dieser Perspektive genießen.

Eine nicht nur optische Abwechslung bot dann der jüngste Chor der Pfarrei Bodenheim, der Regenbogenchor. Mit jeweils einer kleinen Choreographie sangen die Kinder unter der Leitung von Silke Trzcinski und Claudia Coenen-Jung die beiden Lieder "Zwei Jünger gingen" von Helga Poppe sowie „Mit meinem Gott spring ich über Mauern" von Herbert Adam und ernteten dafür lang anhaltenden Applaus aus dem Publikum.

Den zweiten Teil des Konzerts leitete die Evangelische Kantorei Bodenheim-Nackenheim unter der Leitung von Renate Mameli ein. Sie führte "Ubi Caritas" von Ola Gjeilo, "Psalm 100 - Jauchzet dem Herrn alle Welt" von Felix Mendelssohn-Bartholdy sowie das "Vater unser" von Christian Heinrich Rinck auf. Ihr folgte noch einmal der GV Harmonie, jedoch nicht als Gesamtchor, sondern dessen Quartett. Die vier Sänger brachten „Hebe deine Augen auf" von Felix Mendelssohn-Bartholdy, "Domine, Pacem da nobis" von Jakob Christ und "Beati Mortui", ebenfalls von Felix Mendelssohn-Bartholdy zu Gehör.

Mit dem Finale aus der "Symphonie pour orgue op. 13 Nr. 7" von Charles-Marie Widor erklang ein letztes Mal die Orgel, gespielt wiederum von Angelika Hülshoff.

Die meisten Sängerinnen und Sänger brachten die Free Voices mit und mussten auf den Altarstufen eng zusammenrücken, bis alle ihren Platz gefunden hatten. Sie haben fast ausschließlich moderne Musik und Gospels im Programm, und so konnten sich die Besucher über "Here I am Lord" von Dan Schutte, "Hail Holy Queen" und "Joyful, Joyful", beide von Marc Shaiman, freuen, und mancher Fuß der Besucher dürfte bei diesen Rhythmen mitgewippt haben.

Noch einmal gab es dann einen reinen Männerchor, der GV Concordia aus Bodenheim unter der Leitung von Frank Häser. Er hatte die Stücke "Jauchzet, Jauchzet" von Friedrich Silcher, "De profundis clamavi" von Piotr Janczak und "Klänge der Freude" von Edward Elgar ausgesucht.

Bevor der gastgebende Kirchenchor noch einmal selbst musizierte, ließ es sich der Präses, Pfarrer Kollar, nicht nehmen, seinem Kirchenchor zu gratulieren und ihm für das langjährige und vielfältige Engagement zu danken. Seinen Worten folgten die beiden Stücke "Locus iste" von Anton Bruckner sowie "Wenn ich alle Sprachen dieser Welt sprechen könnte" von Markus Pytlik, letzteres mit Klavierbegleitung durch Angelika Hülshoff.

Den Abschluss des Konzertes bildete schließlich der gemeinsame Auftritt aller Chöre mit dem Stück "Alta trinita" von Laudario di Cortona, bei dem nicht nur musikalisch, sondern auch optisch einiges geboten wurde, da sich die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores in der ganzen Kirche verteilten und so den gesamten Raum der Kirche mit Klang ganz neu ausfüllten.

Mit viel Applaus bedankten sich die Besucher bei den Chören und folgten anschließend der von Rosemarie Brandl ausgesprochenen Einladung, draußen vor der Kirche noch etwas zu verweilen und ein gutes Glas Wein oder Wasser und Apfelsaft zu genießen und die Eindrücke vom Konzert mit den anderen auszutauschen. Auch wenn das Wetter sich nicht von der besten Seite zeigte, so blieb es doch zumindest trocken, und der Abend klang gemütlich aus.

An dieser Stelle bedankt sich der Chor noch einmal bei allen Mitwirkenden an diesem Konzert, egal ob Sängerin oder Sänger, Organistin, Pianistin oder Flötistin, ob Dirigent oder Dirigentin: Das Zusammenspiel aller und die Vielfalt des Programms ergaben ein eindrucksvolles Konzert und einen gelungenen Abend für alle.

Günter und Alice Klaus