Unsere Wallfahrtskapelle Maria Oberndorf

Gnadenbild (c) privat
Gnadenbild

1271  wurde die Kapelle  erstmals in einer Urkunde erwähnt.

Das auch schon vorher eine Kapelle am südlichen Ende der Gemeinde stand, schliesst man daraus, dass es sich, wie in der Urkunde beschrieben, um eine Wiederherstellung handelte

1276 wurde ein Priester als Kaplan eingesetzt, um, zu Ehren der Mutter Gottes in Oberendorf, Messen zu halten .

Vom 13.bis 17. Jahrhundert gibt es nur spärliche Aufzeichnungen.

Im 16. Jahrhundert und im Dreißigjährigen Krieg 1618- 1648 wurde die Kapelle verwüstet und verfiel.

1739 wurde die Kapelle renoviert und die Seitenaltäre aufgestellt. Ein Eremit aus einem Mainzer Kloster übernahm die Aufsicht und Betreuung der Kapelle. Er wohnte in einem Raum über der Sakristei.

1742 wurde die Kapelle benefiziert ( gesegnet)

1747 von Weihbischof Christoph Nebel konsekriert und am 02.Sonntag im Oktober jeden Jahres wurde die Wallfahrt  gefeiert.

1794 fand die letzte Wallfahrt statt. Französische Truppen zerstörten die Kapelle bis auf die Grundmauern Rechtzeitig gesichert wurden das Gnadenbild, der Altaraufsatz und die Paramente.

Die Wallfahrt fand in der Pfarrkirche statt, doch bis 1815 versammelten sich die Gläubigen vor den Ruinen zum Rosenkranzgebet.

1860 begann Pfarrer und Dekan Anton Schmelzer Gelder einzusammeln um einen erneuten Wiederaufbau der Kapelle, ganz dem Wunsche von Bischof Emmanuel von Ketteler (1850-1877) entsprechend, zu initieren.

1887 gründete sich ein Kapellenverein und im Winter 1888/89 wurde mit den Erdarbeiten begonnen und am 12.Mai 1889 wurde der Grundstein gelegt. In der eingemauerten Urkunde wurden die Spendenbereitschaft aber auch die unentgeltlichen Leistungen von Fuhrleuten aus Nackenheim, Gau Bischofsheim und Lörzweiler erwähnt.

1891 wurde die Kapelle von Bischof Paul Leopold Hafner eingeweiht. Die Wallfahrt sollte nun am 1.Sonntag im Juli jeden Jahres erfolgen.

1962 wurde unter Herrn Pfarrer Wirtz eine größere Renovierung vorgenommen, durch Rißbildungen an den Wänden und Absenkung der Mauern musste aber eine erneute Stabilisierung vorgenommen werden.

1999 gründete sich der Förderverein zur Erhaltung der Kapelle Maria Oberndorf, sammelte Gelder  und durch das Einbringen von Pfählen bis zu 17 m in die Tiefe wurde das Fundament gestärkt und die Kapelle auf einen stabilen, sicheren Grund gestellt.

2003 wurde die erste Wallfahrt nach dieser Grundsicherung wieder an der Kapelle gefeiert.

( Auszüge aus: 1250 Jahre Albansgemeinde Bodenheim, Herausgeber Bernhard Marschall 2004)