St. Alban

St. Alban - unser Kirchenpatron

Die Heilsbotschaft des gekreuzigten und auferstandenen Jesus von Nazareth fand durch die Militär-, Handels-, Verwaltungs- und Verkehrsstruktur der Römer im Mittelmeerraum schnell Anhänger.

Viele Text- und Steinzeugnisse aus dem 2. Jahrhundert belegen, dass es in Germanien, also im Mosel- und Rheingebiet, schon zu diesem frühren Zeitpunkt Christen gab.

Nur einzelne Christen fanden im 4. Jahrhundert in unserer Gegend den Märtyrertod. Zeugnisse über eine größere Christenverfolgung in Mainz liegen nicht vor. So konnte sich das Christentum in dessen Hinterland entfalten. 

Zu Konflikten kam es in der Zeit der Völkerwanderung, als die Grenzgebiete des römischen Reiches bedroht waren. Noch bevor die eindringenden Völkergruppen die in Städten und Kastellen beheimateten Christen in Gefahr brachten, trug die Lehre des Arius aus Alexandrien, der die Wesensgleichheit von Gott Vater und Gott Sohn bestritt, zu einer Verwirrung unter den Christen bei.

In Mainz lebten im 4. und 5. Jahrhundert ansehnliche christliche Gemeinden, die jetzt auch von den Alanen, Vandalen und Sueben bedroht wurden. In der Neujahrsnacht 406/407 überquerten diese den Rhein und richteten große Verwüstungen an.

Bei diesen und ähnlichen kriegerischen Auseinandersetzungen soll auch der Priester Alban als christlicher Glaubenszeuge gestorben sein. Der Hl. Alban wird mit seinem abgeschlagenen Kopf dargestellt. Der Legende nach soll er ihn eigenhändig zu seinem Grab getragen haben. An der Stelle seines Martyriums steht heute die Kirche St. Alban in Mainz.

Eine schöne Sandsteinstatue steht in den Bodenheimer Weinbergen an der Plattenhohl. Jährlich findet dort am ersten Wochenende im Juni ein Weinfest statt.