St. Alban aus Süd-Ost

Die Pfarrkirche St. Alban Bodenheim ist eine der bedeutenden Kirchenbauten des Spätklassizismus in Rheinhessen. Schon 2 Vorgängerbauten, die im 12. und 17. Jahrhundert errichtet wurden, waren dem Hl. Alban von Mainz geweiht.

Der heutige Kirchenbau wurde nach Plänen von Stadtbaumeister Augustin Wetter (1765-1838) von 1828 bis 1830 als in West-Ost-Richtung erbaute Saalkirche errichtet. Wegen fehlender Mittel blieb der Glockenturm zunächst unvollendet. Die Fertigstellung folgte 1867. Allerdings blieb das Bauwerk außen lange Zeit unverputzt.

Am 02. September 1872 konsekrierte der damalige Mainzer Bischof Wilhelm Emanuel Freiherr von Ketteler  die Kirche.

Auf der Westseite steht über dem Hauptportal ein quadratischer Kirchturm, der mit einer Höhe von 52,5 m weithin sichtbar ist.

Das Langhaus überspannt eine gewölbte Decke mit einem großes Deckengemälde, das den Kirchenpatron zeigt: "St.Alban predigt vor heidnischen Germanen."

Den Abschluss bildet der quadratische Chor mit einer halbkreisförmigen Apsis an der Ostseite. Hier thematisieren die Deckengemälde in der Chorkuppel „Maria Heimsuchung“, das Titelfest der Bodenheimer Wallfahrt und in der Apsis die „Heiligste. Dreifaltigkeit“.

Stuckarbeiten zieren Langhaus und Chor, Medaillons mit Sakramentensymbolen die Apsis. 1910 wurden diese Arbeiten zusammen mit den Deckengemälden beendet.

Anfang der 1990er Jahren erhielt die Kirche den noch fehlenden Außenputz, um Schäden an den Mauern zu verhindern. Kirchturm, Glockenstuhl und Dach wurden ebenfalls saniert.

Zur Inneneinrichtung

1852: Aus der Wormser Liebfrauenkirche stammt der Hochaltar, in dessen Muschel das Bodenheimer Gnadenbild, eine wertvolle Marienstatue aus dem 15. Jhd., steht.

1859 erwarb die Gemeinde eine Rokoko-Kanzel aus St. Stephan in Mainz.

1869 und 1870 folgten die beiden barocken Seitenaltäre aus dem Ostchor des Mainzer Domes: rechts der Ecce-homo-Altar; die Darstellung Jesu als Schmerzensmann und links der Mater - Dolorosa Altar, der Maria als Schmerzensmutter zeigt.

Von 2001- 2004 wurde der Innenraum zuletzt renoviert. Die Maßnahmen fanden ihren Abschluß mit der Aufstellung des gotischen Taufsteines ( mit Maßwerk)  im Mittelgang und des neuen Ambos im Altarraum.