Schmuckband Kreuzgang

Erster Gottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche – Eindrücke einer Teilnehmerin

erster Gottesdienst (c) C
erster Gottesdienst
Di 19. Mai 2020
Claudia Schmitt

Corona-Pause und Lockdown! 8 Wochen lang waren die Gottesdienste abgesagt, in Budenheim genauso wie in allen anderen Pfarreien des Bistums Mainz und in ganz Deutschland. Es war ungewöhnlich, so etwas hat noch keiner erlebt und es hat etwas gefehlt. Angebote wie Hausgottesdienste, Gebetsstunden oder online Gottesdienste waren für mich wichtig und in dieser Zeit bereichernd, aber das persönliche Treffen und die Gemeinschaft mit anderen kam deutlich zu kurz.

Als dann die Info kam, es könnte hier wieder Gottesdienst gefeiert werden - unter Auflagen – fragte ich mich, ob ich das denn überhaupt möchte. Will ich mit Nase-Mundschutz, Desinfektionsmittel,  Wahrung des Abstandes, Verzicht auf Gesang und Besonderheiten bei der Eucharistiefeier an den neuen Gottesdiensten teilnehmen? Will ich mich einige Tage vorher festlegen, mich schriftlich, telefonisch oder per e-mail anmelden und auf Bestätigung warten, ob ein Platz reserviert werden kann? Habe ich wirklich Lust, mich den ganzen Formalitäten und Zwängen anzupassen? Und was macht das mit mir, mit den anderen Gemeindemitgliedern? Was passiert da mit dem Gottesdienst?

Ich habe mich schließlich entschieden auszuprobieren, ob ich mich mit der anderen Form anfreunden kann: Sonntag, 9.45 Uhr: Ankommen mit Unsicherheit, vertraute Gesichter, herzliche Begrüßung von Father Wilfried, dann die Gewissheit, wir nehmen hier alle die, die heute nicht hier sind mit und fühlen uns verbunden: „wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind…“!  

Es war ein würdevoller und schöner Gottesdienst, in dem ich für mich persönlich ganz viel mitnehmen konnte und es war trotz allem Abstandhalten ein Gefühl von Gemeinschaft. Hier ist Gemeinde wieder sichtbar geworden und zusammen gekommen um zu beten, die bekannten von der Orgel begleiteten Lieder mit zu summen (anstatt zu singen) und um gemeinsam, auf neue Art, tatsächlich „zu feiern“.

Es war ein positiver Anfang und ich könnte mir vorstellen – oder würde mir wünschen - dass sich neue und kreative Formen und Ideen der Gestaltung und des Miteinander der Gemeinde entwickeln lassen und so der Aufbruch in der Kirche als geistlicher Weg auch hier in Budenheim weitergeht und von allen, die das möchten und vermögen, mitgetragen wird. Ein persönliches Dankeschön an alle Ehrenamtlichen und das Seelsorgeteam, die viel Zeit und Gedanken investiert haben, um Gemeinde wieder lebendig zu machen! Ich werde wiederkommen!                                                      C. Schmitt