Schmuckband Kreuzgang

"Kirche gemeinsam gestalten"

PGR-Leitwort-2019 (c) Bistum Mainz

Unter diesem Motto werden am 9./10. November 2019 in den Bistümern Mainz, Fulda und Limburg neue Pfarrgemeinderäte gewählt.

Darum geht es bei der Bildung der Pfarrgemeinderäte. Sie sorgen dafür, dass Kirche vor Ort erlebbar und zeitgemäß bleibt. Ehrenamtliche Frauen und Männer gestalten in den Pfarrgemeinderäten das kirchliche Leben vor Ort.

In einer Zeit, in der die Kirche vor großen Veränderungen und Herausforderungen steht, sind engagierte Pfarrgemeinderäte, die sich aktiv an den Beratungen zum "Pastoralen Weg" im Bistum Mainz beteiligen, wichtig.

Geben Sie der Kirche ein Gesicht und Ihre Stimme
Es werden Frauen und Männer gebraucht, die Freude daran haben, Kirche vor Ort mitzugestalten. 

Bitte merken Sie sich diesen Termin jetzt schon vor. Ihre Stimme, Ihre Unterstützung oder auch Ihre Kandidatur sind Ausdruck wie wir Kirche gemeinsam gestalten können.

Im folgenden finden Sie Informationen zur bevorstehenden PGR Wahl.

Aktuelle Informationen zur PGR-Wahl im Bistum Mainz finden Sie unter http://pfarrgemeinderatswahlen.de/bistum-mainz.

Pfarrgemeinderat - Gib der Kirche (d)ein Gesicht

Der Pfarrgemeinderat ist das gewählte Laiengremium in einer katholischen Pfarrei.

Der Pfarrgemeinderat ist sowohl innerkirchlich, als auch gesellschaftlich, ein wichtiges Gremium. In einer Zeit, in der die Kirche vor großen Herausforderungen und Veränderungen steht, werden Menschen gebraucht, die im Leben stehen und die Kirche aktiv mitgestalten wollen. Der Mensch steht im Mittelpunkt der frohen Botschaft, und um glaubwürdig zu sein, muss Kirche vor Ort bei den Menschen sein, wie auch Papst Franziskus betont. Alle getauften und gefirmten Christen sind aufgerufen, die Botschaft von der Liebe Gottes in unsere Städte und Dörfer zu tragen, am Reich Gottes mitzubauen und sowohl Kirche als auch Gesellschaft mitzugestalten. Diesen Auftrag wahrzunehmen und umzusetzen, daran hat der Pfarrgemeinderat einen großen Anteil. Er gibt der Kirche und dem Glauben in der Gesellschaft ein Gesicht.

In den Statuten des Bistums Mainz heißt es dazu: „Aufgabe des Pfarrgemeinderates ist es, die gemeinsame Sendung aller Glieder der Pfarrgemeinde darzustellen. Im Pfarrgemeinderat sollen sich Pfarrer und Laien über die Angelegenheiten der Gemeinde informieren, gemeinsam darüber beraten und gemeinsame Beschlüsse fassen.“

Je nach Größe der Gemeinde werden im Bistum Mainz zwischen drei und elf Mitglieder direkt in den Pfarrgemeinderat gewählt. Außerdem kann der Rat weitere Mitglieder (bis zu einem Drittel der festgelegten Mitgliederzahl) hinzuwählen. Kraft ihres Amtes gehören dem Pfarrgemeinderat unter anderen Pfarrer, Diakone, sowie Pastoral- und Gemeindereferenten an.

In diesem Video von 'katholisch.de' wird auf originelle Weise beschrieben, was ein Laiengremium wie der Pfarrgemeinderat ist:

http://www.youtube.com/watch?v=GBQ4Y8TuWpU

Gib der Kirche (d)ein Gesicht (c) Bistum Mainz

Der Pastorale Weg im Bistum Mainz

Die nächsten Jahre werden im Bistum Mainz geprägt sein von inhaltlichen und strukturellen Veränderungen. Bischof Peter Kohlgraf hat bei der Diözesanversammlung im September 2018 erste Ideen für den "Pastoralen Weg" im Bistum Mainz bis zum Jahr 2030 vorgestellt. Er betont, dass die Kirche von Mainz eine Kirche des Teilens werden muss, um zukunftsfähig zu bleiben. Es geht darum, Leben, Glauben, Ressourcen und Verantwortung zu teilen.

Kirche gemeinsam gestalten -

Warum gerade jetzt Pfarrgemeinderatswahlen so wichtig sind?

So mancher wird sich fragen, warum gerade jetzt, in einer Zeit, in der sich im Bistum Mainz vieles verändert, Pfarrgemeinderäte gewählt werden. Der "Pastorale Weg" im Bistum Mainz steht ganz am Anfang. Gerade jetzt macht es Sinn, möglicht viele in den Beratungsprozess einzubinden. Vor der Kirche von Mainz liegt ein spannender Weg. Die Pfarrgemeinderäte spielen dabei eine wichtige Rolle, denn sie sind die Gremien, die aktiv an der Beratung auf diesem Weg teilnehmen und die Kirche mitgestalten. Die Pfarrgemeinderäte haben die Chance aktiv, kreativ, engagiert und verantwortungsvoll an der Gestaltung der kirchlichen Zukunft mitzuwirken. In den einzelnen Dekanaten gibt es hierfür unterschiedliche Beteiligungsformate. Gebraucht werden dazu Frauen und Männer, die Freude daran haben, kirchliches Leben vor Ort aktiv mitzugestalten.

PGR-Mitglieder sind 

  • Glaubenszeugen

  • Mitgestalter

  • Vordenker

  • Wegweiser

  • Visionäre

  • Ermöglicher

  • Vernetzer

  • "Abenteurer"

  • burning persons

 

Der pastorale Weg als geistlicher Weg

Dabei steht nicht der Strukturprozess im Vordergrund, sondern ein geistlicher Prozess. Das Bistum kann die Herausforderungen nur bewältigen, wenn der pastorale Weg ein Weg mit Gott ist. Dabei gilt es, wahzunehmen und zu spüren, wohin Gott seine Kirche führen will.

Gerade die Pfarrgemeinderäte sind keine reinen Arbeitsgremien, sondern Menschen, die geistlich miteinander auf dem Weg sind.

Nähere Informationen zum Bistumsprozess finden Sie auf der Homepage des Bistums Mainz zum "Pastoralen Weg" unter 

http://bistummainz.de/pastoraler-weg/

Aufgaben und Arbeitsfelder

Mit den Hauptamtlichen zusammen stellt der Pfarrgemeinderat die Weichen für ein lebendiges Gemeindeleben und setzt inhaltliche und strukturelle Akzente. Die Planung der Erstkommunion- und Firmkatechese, die Unterstützung der Jugendarbeit, die Gestaltung der Gottesdienste, Glaubensgespräche und spirituelle Impulse, Sorge um die Kindertagesstätte, Feste und Feiern und die Planung von Angeboten für ältere Menschen, besonders aber auch die diakonische Sorge um Notleidende und Bedürftige. Das alles und noch mehr sind Themen, mit denen sich der Pfarrgemeinderat beschäftigt.

 

Den Menschen nahe

Ziel dabei ist es, den Menschen einen Ort zu bieten, an dem sie sich beheimatet fühlen und mit anderen zusammen aus ihrem Glauben heraus ihr Leben gestalten. Aus diesem Grund berät der Pfarrgemeinderat immer wieder über neue missionarische Impulse und entwickelt Ideen, wie Kirche den Menschen nahe sein kann. Dafür braucht es ein gutes Team.

 

Was bleiben will, muss sich ändern!

Wo Menschen miteinander leben und glauben, ist es notwendig, sich immer wieder auf Neues einzulassen. Die Kirche und damit auch die Pfarrgemeinden sind gefordert, auf die Veränderungen im gesellschaftlichen Umfeld zu reagieren und den Menschen in ihrem Lebenskontext den Glauben näher zu bringen. An diesem Veränderungsprozess sind die Pfarrgemeinderäte beteiligt. Gemeinsam suchen sie nach Wegen, die Botschaft Jesu Christi im Leben der Menschen zu verwurzeln.

Entstehung der Pfarrgemeinderäte

"Der Pfarrgemeinderat dient der Erfüllung der Sendungsauftrages der Kirche. Er hat gemäß dem Dekret des Zweiten Vatikanischen Konzils über das Apostolat der Laien die Pflicht und das Recht, das Leben in der Pfarrgemeinde mitzugestalten und Sorge für alle Gemeindeglieder zu tragen."  So lautet der erste Satz in der Präambel des Statutes für die Pfarrgemeinderäte in der Diözese Mainz.

Entstanden ist der Pfarrgemeinderat nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965). Alle Glieder des Gottesvolkes sind durch Taufe und Filmung zum Aufbau der Kirche berufen und gesendet. Diese Mitverantwortung aller Gemeindemitglieder für die Sendung der Kirche ist Leitidee des Gremiums.

Nach einem Beschluss der gemeinsamen Synode der deutschen Bistümer im Jahr 1975 sind in Deutschland Pfarrgemeinderäte in jeder Gemeinde verbindlich vorgeschrieben.  Im Bistum Mainz fanden 1968 die ersten Pfarrgemeinderatswahlen statt.

Wer darf wählen?

Im Bistum Mainz sind alle Katholiken ab dem vollendeten 16. Lebensjahr wahlberechtigt. Sie müssen in der Pfarrgemeinde ihren Wohnsitz haben.

Wahlberechtigte, die einen Haupt- und Nebenwohnsitz im Bistum haben, dürfen nur einmal wählen. Wer sein Wahlrecht am Nebenwohnsitz ausüben will, muss den Nachweis erbringen, dass er aus dem Wählverzeichnis des Hauptwohnsitzes ausgetragen ist.

 

Sie möchten in einer anderen Pfarrgemeinde wählen?

Für den Fall, dass ein Wähler / eine Wählerin in einer anderen Pfarrgemeinde wählen möchte, weil er oder sie dort aktiv ist oder sich dort zuhause fühlt, muss er/sie sich aus dem Wählerverzeichnis seiner/ihrer (Wohn-)Gemeinde austragen lassen und dies im Wahllokal der anderen Pfarrei nachweisen. Wenden Sie sich hierfür an Ihr Pfarrbüro!

 

Am Wahltag verhindert? - Möglichkeit zur Briefwahl!

In seiner Sitzung am 26. März 2019 hat der amtierende Pfarrgemeinderat unserer Pfarrei beschlossen, dass die PGR-Wahl 2019 in unseren vier Gemeindeteilen (Büttelborn , Klein-Gerau, Berkach, Dornheim) als allgemeine Briefwahl durchgeführt wird. Das bedeutet, dass jeder/m Wahlberechtigten die Briefwahlunterlagen automatisch zugestellt werden.

 

Doppelwahlrecht für Katholiken anderer Muttersprache

Katholiken anderer Muttersprache haben ein Wahlrecht in ihrer deutschen Wohngemeinde und ein Wahlrecht in der muttersprachlichen Gemeinde. Deutsche Ehepartner oder Kinder sind jedoch nur in der deutschen Pfarrgemeinde wahlberechtigt.

Wer kann kandidieren?

Im Bistum Mainz sind Katholiken ab dem vollendeten 18. Lebensjahr wählbar. Sie müssen ordnungsgemäß zur Kandidatur vorgeschlagen sein und schriftlich ihr Einverständnis mit der Kandidatur erklärt haben.

Die Kandidat/inn/en der Jugend sind bereits wählbar, wenn sie am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet haben. 

Wenn Sie kandidieren möchten, können Sie sich auch selbst vorschlagen. Sie können Ihren Namen in die Kandidatenbox werfen oder Sie sprechen jemanden aus dem Pfarrgemeinderat, den Pfarrer, oder den Wahlausschuss Ihrer Pfarrgemeinde direkt an. Dieser kümmert sich dann um den ordnungsgemäßen Kandidatenvorschlag, d.h. um die Unterschrift von 5 Wahlberechtigten, die den Vorschlag unterstützen.

 

Wer kandidieren möchte, der braucht...

Lust auf Mitgestaltung in der Kirche

Wer das Leben in der Pfarrgemeinde mitgestalten, Schwerpunkte für die Pastoral der Gemeinde setzen und seine Fähigkeiten für die Kirche einsetzen möchte, der ist im Pfarrgemeinderat genau richtig.

Freude am Glauben und der Sorge für die Menschen

Der Pfarrgemeinderat ist gewissermaßen das Sprachrohr der Gemeinde. Die PGR-Mitglieder sollten ein Ohr für die Sorgen und Wünsche der Gemeindemitglieder haben, die Lebenssituationen, Bedürfnisse und die Lebensräume der Menschen in der Gemeinde im Blick haben und deren Interessen vertreten. Dabei ist die Frohe Botschaft Jesu Christi immer der Mittelpunkt und das Fundament des gemeinsamen Tuns. 

Etwas Zeit

Das Engagement im PGR richtet sich nach den Interessen und zeitlichen Ressourcen des einzelnen Mitgliedes.

Der Pfarrgemeinderat tagt in der Regel alle 6 - 8 Wochen. Jedes Mitglied kann Themen und Anliegen einbringen, seine Meinung sagen und Anträge stellen.

Der PGR muss nicht alles selbst machen. Um die Palette der Themen und Aktionen in den Griff zu bekommen, können Ausschüsse und Projektgruppen gebildet werden. Beim Pfarrgemeinderat laufen dann die Fäden zusammen.