Schmuckband Kreuzgang

Nachrichten aus Peru

Hier finden Sie Nachrichten aus dem Projektland Peru.

Politisches Chaos in Peru

Peru, 04. Oktober 2019

Turbulente Tage in Lima: Der Präsident löst den Kongress auf und wird daraufhin von diesem abgesetzt. Die neue Interimspräsidentin tritt nur einen Tag später wieder zurück. Peru wirkt führungslos und tief gespalten.

Perus Interimspräsidentin Aráoz tritt zurück

Peru, 02. Oktober 2019

Perus Staatschef Vizcarra hat im Machtkampf mit dem Parlament seine Position gestärkt: Nur einen Tag nach ihrer Ernennung hat Interimpräsidentin Aráoz ihren Rücktritt erklärt.

Erbitterter Machtkampf in Peru

Peru, 01. Oktober 2019

In Lima ging es Schlag auf Schlag: Kaum hatte Perus Präsident Martin Vizcarra den Kongress aufgelöst und Neuwahlen angekündigt, widersetzten sich die Abgeordneten und ernannten ihrerseits einen Interimspräsidenten.

Militäreinsatz gegen Kupferbergbau-Gegner angeordnet

Peru, 05.08.2019

In Peru hat Präsident Martín Vizcarra den Einsatz der Armee gegen protestierende Kupferbergbau-Gegner angeordnet. Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag, dem 4. August 2019 mitteilte, sei ein entsprechendes Präsidial-Dekret vom Staatschef unterschrieben und im Amtsblatt veröffentlicht worden. Dort ist vermerkt, dass das Militär die Nationalpolizei bei der Erfüllung ihrer Aufgaben ab sofort unterstützen darf.

Heftige Proteste gegen Bergbauprojekt Tía María in Peru

24.07.2019 Lima 

In Peru wirken sich andauernde Proteste gegen das Bergbauprojekt Tía María auf viele Regionen und die Wirtschaft des Landes aus. Die Proteste vereinen unterschiedliche Bevölkerungsschichten und regionale Regierungen in der strikten Ablehnung der Konzessionsvergabe an den mexikanischen Bergbaukonzern Southern Copper Corporation. Sie befürchten verheerende Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung und Landwirtschaft. Der Bergbausektor macht in Peru 60 Prozent des gesamten Exportvolumens des Landes aus. Der bereits seit 2009 schwelende Konflikt um die geplante Kupfermine in der Provinz Islay, Region Arequipa, 950 Kilometer südlich der Hauptstadt Lima, hat seit 2015 bereits mehrere Tote unter den Gegnern des Projekts gefordert.

Ehemaliger Präsident von Peru wegen Verdachts der Korruption in USA verhaftet

19.07.2019 Kalifornien/Lima 

Perus Ex-Präsident Alejandro Toledo (2001-2006) ist am Dienstag in Kalifornien festgenommen worden. Hintergrund war ein Auslieferungsgesuch der peruanischen Behörden.

Odebrecht bestätigt Schmiergeld für Präsidenten und Politiker in Peru

Peru, 04.05.2019

Lima. Der ehemalige Geschäftsführer des brasilianischen Baukonzerns Odebrecht in Peru, Jorge Barata, hat bei einer Anhörung in Curitiba, Brasilien, die Existenz eines sogenannten „Bau-Clubs“ (Club de la Construcción) bestätigt. Dabei handele es sich um ein Netzwerk aus mehr als 30 Organisationen und Unternehmen, zwischen denen es illegale Absprachen für die Vergabe von öffentlichen Bauprojekten in Peru gegeben hat. Während der Amtszeit des ehemaligen peruanischen Präsidenten Ollanta Humala (2011-2016) waren laut Barata illegale Konzessionen für mehr als 100 Bauprojekte vergeben worden

Ex-Präsident von Peru begeht vor Festnahme Suizid

Peru, 18.04.2019

Alan Garcia sollte wegen illegaler Wahlkampffinanzierung in Haft. 69-jähriger fügt sich schwere Schussverletzung zu und stirbt.

Ex-Präsident García tötet sich durch Kopfschuss

Peru, 18.04.2019

Der peruanische Ex-Präsident Alan García ist tot. Dies teilte die Partei des Sozialdemokraten mit. Der 69-Jährige hatte sich kurz vor einer geplanten Festnahme wegen Korruptionsvorwürfen in den Kopf geschossen.

Indigene stoppen erfolgreich Bergbau- und Erdölprojekte vor Gericht

Peru, 28.06.2019

Die meisten Bergbaulizenzen in Peru werden unter Bruch internationalen und nationalen Rechts vergeben. Darum stoppen indigene Gemeinden heute immer mehr Bergbau- und Erdölprojekte vor Gericht. Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag, 26. Juni 2019, berichtet, würden die Gerichte des südamerikanischen Rohstoff-Exporteurlandes zunehmend Vorhaben sanktionieren, die sich nicht an das geltende Recht der Vorab-Befragung halten würden. Allein in 2018 wurden durch Gerichtsprozesse sechs Großvorhaben aufgehalten.

Indigene erkranken nach Erdöl-Pipeline-Leck

Peru, 25.06.2019

Nachdem seit einigen Tagen Öl aus einer Pipeline im peruanischen Amazonasgebiet austritt, mussten Regierungsangaben zufolge mindestens 20 Menschen ärztlich behandelt werden. Wie die das Gesundheitsministerium in Lima am Montag, 24. Juni 2019, mitteilte, seien indigene Bewohner der Gemeinde Nuevo Progreso in der Amazonasregion Loreto von Notfallteams versorgt worden. Demzufolge leiden die Betroffenen unter dem beißenden Ölgestank mit Symptomen wie starke Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel. Bisher habe man 13 Frauen und sieben Männer in Behandlung genommen.