Schmuckband Kreuzgang

Am Aschermittwoch ist alles vorbei!

Ganz im Gegenteil - Aschermittwoch ist Tag des Aufbruchs in eine Zeit der Umkehr und Vorbereitung auf Ostern. Fasten gehört dazu, ebenso das Beten und die Sorge um den Nächsten. Achten Sie darauf - auch das Aschenkreuz wird dieses Mal anders sein.

Homepage2021BildAschenkreuz - Pixabay.com (c) Pixabay
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Datum:
So. 14. Feb. 2021
Von:
Stefan Barton

Der Aschermittwoch begegnet uns spür- und sichtbar mit dem Aschenkreuz auf unserer  Stirn oder auf unseremHaupt. Was ist Asche? Ein kläglicher Rest, eigentlich wertlos, jedenfalls tot. Die Asche relativiert uns Menschen: Von uns bleibt nur ein kläglicher Rest, der tot ist. Wir fragen manchmal, was bleibt eigentlich übrig von unserem Leben: Erinnerungen? Erbschaften? Auftrag? Vermächtnis? Auf lange Sicht bleibt gar nichts von uns übrig! Jedenfalls nichts, was materiell greifbar wäre.

Die Asche ist das Zeichen des Nichts: Es kommt eine Zeit für jeden von uns, da bin ich nichts mehr. Nur ein Nichts! Nichts zu sein ist erschreckend: Jeder möchte wer sein. Ein Jemand und kein Niemand. Nichts zu sein ist auch entlastend: Es relati viert alles, was so hoch bedeutsam daherkommt. Es war einmal etwas. Jetzt ist es nicht mehr. Aber es war. Die Asche ist der Verweis auf den lebendigen Vollzug: Es ist wichti g, dass ich bin. Heute. Mit meinen Möglichkeiten. Mit meinem Auft rag. Mit meiner Pfl icht. Mit meinem Glück. Der Asche sieht man nicht an, wie lange etwas war und bestanden hat, das ist auch nicht so wichti g. Viel wichti ger ist, dass es war.

Die Asche des Aschermittwochs fragt mich an: Welche Glut, welches Feuer verzehrt dein Leben? Leben zerfällt ganz gewiss. Aber es liegt doch in unserer Hand, in welchem Feuer sich unser Leben verzehrt. Das ist die zugemutete Lebensfrage in der
Fastenzeit, die im Zeichen der Asche beginnt: Wofür verzehrst du dein Leben? Wofür lässt es sich verzehren. Vergeht das Leben in Nebensächlichkeiten? Verglüht es in den Aufgaben, die ich übernommen habe, aber die doch auch schwer sind? Verzehrt sich dieses Lebendige nur für mich selbst oder um der anderen willen? Es ist ein Kreuz mit der Asche: Vergängliches, Nichtiges, Gewesenes zeigt sie an. Leben geht dahin. Aber was einmal war, die Glut, die uns beseelt, wird eingeschrieben in das Kreuz Jesu. Die Asche wird uns im Zeichen des Kreuzes auf den Kopf gestreut oder auf die Sti rn gezeichnet.
Im Kreuz sind wir in den Tod Jesu mitgenommen, im Kreuz werden wir zum Leben
gewandelt. Wir gehen den Weg nach Ostern, den Weg in Gott . Von uns bleibt die Asche und in Gott werden wir leben.

Wortgottesdienste

Mittwoch, 17. Februar 2021- Aschermittwoch

09.00 Uhr Pfarrkirche Sankt Martin

Wortgottesdienst mit Austeilung des Aschenkreuzes

19.00 Uhr Pfarrkirche Sankt Martin

Wortgottesdienst mit Austeilung des Aschenkreuzes