Ausbildungsstätte Escuela Taller Fatima

Newsletter Dezember 2021 und Gracias für Ihre Großzügigkeit

Taller Fatima sagt Danke 2021 (c) Taller Fatima
Taller Fatima sagt Danke 2021
Datum:
Di. 21. Dez. 2021
Von:
Escuela Taller Fatima / cd

Liebe Fatima Unterstützer*innen,

das Jahr geht zu Ende und die Ausbildungsstätte Fatima hat sich auch in diesem anstrengenden Jahr den großen Herausforderungen gestellt.

Es wurde Werkstattarbeit nach Hause verlagert, Distanzunterricht angeboten, Essen verteilt und Hausbesuche wurden organisiert.

Die Ausbildungsstättte war auf diese Art und Weise präsent und für Menschen offen.

Wie schön wäre es, wenn Sie weiterhin dazu beitragen, die Menschen dort zu unterstützen.
Ihre Hilfe läßt sie in der andauernden Krise wissen, das wir sie nicht vergessen und sie hoffnungsvoll in die Zukunft blicken können.

Herzlichen Dank.

 

Newsletter Dezember 2021 der Ausbildungsstätte Fatima

Liebe unterstützende und interessierte Freunde der Ausbildungsstäte Fátima!

Wie wir uns alle erinnern, hat die pandemische Lage im vergangenen Jahr Fátima dazu gezwungen, die Tore zu schließen und ihre Ziele neu zu definieren. Wie wir im letzten Bericht erwähnt haben, nahm die Bildungsstätte diese Herausforderung an und gab allen Schülern und deren Familien eine wichtige Hilfestellung in Form von Lebensmittel- und Maskenausgaben, sowie Fernunterricht. Mit viel Mühe und wenigen Mitteln dafür versuchte das Team nicht nur Wissen sondern auch Vertrauen und Mut zu vermitteln. Eine gelungene Aktion wenn man die Aussage von Analia F. über dieses Jahr liest:

…“ en un año de tanto dolor, el Taller fue un espacio de encuentro y de compartir.”

„ …In einem Jahr voller Schmerz, verwandelte sich die Bildungsstätte in einem Raum der Begegnung und des Teilens…“

Natürlich beschreibt Analia hier etwas was wir alle schon kennen. Fátima ist mehr als nur eine Schule, die man besuchen kann, um eine geeignete Berufsqualifizierung zu erlangen und sich damit aus der aussichtloser Perspektive der Arbeitslosigkeit zu befreien. Nein, sie ist ein Ort der Begegnung, ein geschützter Ort für die innere Entwicklung, eine stärkende Quelle für Werte.

Anhand dieses Zitats lässt sich erahnen, dass sich die Toren der Schule 2021 wieder geöffnet haben. Und so ist es auch.

Seit Ende Februar (Anfang des neuen Schuljahres) 2021 arbeitet das Team wieder in Präsenz mit den Schülern. Im Unterrichtsraum sind Masken immer Pflicht, im Freien je nach Infektionslage.

Alle Schüler, die 2020 die Akkreditierung für die Praktika nicht erhalten könnten, wurden erneut eingeladen. Die Lehrkräfte konnten den Lehrplan an die Situation anpassen und mit Intensivunterricht den praktischen Teil der Ausbildung in kleinen Gruppen durchführen. In Mai bekamen dann 120 fleißige Schüler ihren Abschluss. Wir möchten Ihnen allen herzlich gratulieren. Diese sind keine einfache Zeiten für Erfolg, was diese Errungenschaft noch kostbarer macht.

Anfang Juni konnten dann auch die Schuler des neuen Schuljahres eingeladen werden. 142 Auszubildende wurden registriert und ungefähr genauso viele stehen auf die Warteliste.

Das Schuljahr von diesen Schülern fing erst mal ohne „Präsenzunterricht“ an. Im August, unter genauer Beachtung der geltenden Hygienevorschriften und in reduzierten Gruppen, durften die Toren sich endlich für alle öffnen.

Gemäß dem Jahresbericht dürfen wir 128 Schülern zu ihrem Abschluss gratulieren. Davon sind 54 Minderjährige und 52% Frauen.

Dem Team von Sozialarbeitern ist es gelungen, neue Strategien zu erarbeiten, um den Jugendlichen einen Raum anzubieten, in dem sie Begleitung und Unterstützung in diesen unsicheren Zeiten finden können. So wurden Hausbesuche, Freizeitaktivitäten und persönliche Gespräche implementiert und in Kooperation mit dem ärztlichen Dienst für Jugendlichen vor Ort gearbeitet.

Die Essensausgabe wurde, mit täglicher Verteilung von Obst und Gemüse, verbessert.

Dieses Jahr war auch gespickt mit großen finanziellen Herausforderungen, da viele Veranstaltungen zur Generierung von Einnahmen, wie die Bekleidungsflohmärkte und die gastronomische Messen, nicht stattfinden konnten.

Die von den Sternsingern der Gemeinde St Josef Egelsbach/Erzhausen eingesammelten Spenden konnten in neues Equipment für die Abteilungen Dreherei und Informatik investiert werden.

Unser Kurier hatte im Juni Gelegenheit, beruflich nach Buenos Aires zu fliegen, und überbrachte 3700,- €, die sich auf dem Konto des Weltladens über längere Zeit als Spende gesammelt hatten. Die Wiedersehensfreude war groß und das Geld nötig.

Damit wurde neues Werkzeug für die verschieden Kursen beschafft, wie z.B. zwei Nähmaschinen, einen Drucker, einen Kompressor, eine Tisch-, Klapp- und Gehrungssäge, Material sowohl für die Schweißarbeit wie auch für die Schreinerei.

Wie man aus diesem Bericht ersehen kann, ist jede Spende von großer Bedeutung. Vielen Dank für das große Vertrauen.

Und jetzt bleibt nur noch, ein besinnliches Weihnachtsfest und viel Gesundheit zu wünschen. Und, dass diese Zeit uns die Gelegenheit gibt, die Schönheit in unserer Umgebung zu erkennen wie César J. in seinem Abschlussstatement festhält:

“…En el Taller de fotografía aprendí a mirar con otror ojos y descubrí mucha belleza en mi comunidad...”

“...Im Fotografie-Kurs habe ich gelernt mit anderen Augen zu sehen und dabei die Schönheit meiner Gemeinde entdeckt …“

Ihr Freundeskreis der Ausbildungsstätte Fátima

 

Spendenkonto:
Weltladen Langen - FairHandeln e.V.
IBAN: DE54 5065 2124 0026 1231 90
Stichwort: "Ausbildungsstätte Fatima"
(Spendenquittung erhältlich über den Weltladen)

 

Es gibt Träume die die Geschichte verändern können ...

Escuela Taller Fatima (c) Escuela Taller Fatima  - Pfarrgruppe Langen / Egelsbach-Erzhausen
Escuela Taller Fatima

Sehr geehrter Herr Pfarrer Ulrich Neff,
sehr geehrte Kirchengemeinde St. Josef und St. Jakobus,

mit Hilfe dieses Briefes möchte ich mich vorstellen. Ich bin Pfarrer Nestor Cruz Garcia, Pfarrer der Kirchengemeinde Maria de Guadalupe aus Los Troncos de Talar in Buenos Aires/Argentinien. Ich begleite die Ausbildungsstätte Fatima, in der Teresa Carrillo und ihr sehr engagiertes Team diese sehr wichtige Aufgabe in unserem Stadtteil durchführt. Diesen Aufgabenbereich kennen Sie gut, weil Sie dieses Projekt schon seit 20 Jahren finanziell und persönlich begleiten.

Auch möchte ich mich bei den Kirchengemeinden bedanken. Mit ihrer Hilfe hat die Ausbildungsstätte ihre Einrichtungen verbessert, hat die Begleitung der Jugendlichen und Erwachsenen im Bereich der Erziehung und der beruflichen Ausbildung erweitern können. Projekte konnten realisiert werden, die den Jugendlichen, den Familien und dem gesamten Stadtteil zugutekommen. Danke für so viel solidarische Hilfe!

Ich betone die geschwisterliche Verbindung, die Teresa mit der Kirchengemeinde in Deutschland aufgebaut hat. Diese Hilfe ist von unschätzbarem Wert. Deshalb sende ich Ihnen meine Grüße und meinen Segen. Ich bitte, dass sie diese der gesamten Kirchengemeinde übertragen und besonders an die Menschen, die diesen Kontakt über die Jahre aufrechterhalten und uns begleitet haben. Wir bitten Gott, dass dieser wunderbare Kontakt weiter bestehen bleibt.

Wir grüßen auch von unserer Ausbildungsstätte, von unserem Stadtteil und unserer Kirchengemeinde und wir bleiben immer in Kontakt, indem wir für sie beten. Trotz der Entfernung sind wir durch die eine Welt, das Evangelium und durch die Gemeinschaft mit Jesus miteinander verbunden.

Vielen Dank!

Pfarrer Néstor Cruz García

Troncos de Talar, den 15. Juli 2021

Es gibt Träume die die Geschichte verändern können ...

Escuela Taller Fatima - Mitarbeiter der Ausbildungsstätte (c) Escuela Taller Fatima
Escuela Taller Fatima - Mitarbeiter der Ausbildungsstätte

TRONCOS DE TALAR, den 15. Juli 2021

Sehr geehrte Gemeinde St. Josef und St. Jakobus!

Auch wir, die Ausbildungsstätte Fatima und das gesamte Team wollen uns für ihr Engagement und für ihre immerwährende Präsenz in diesem Projekt bedanken.

Die Pandemie hat uns tief getroffen und hat dazu geführt, unsere Strategien zu verändern und anzupassen, um die Aufgaben der Ausbildungsstätte zu verstärken.

Wir versuchen, die Jugendlichen in ihrer extremen Verwundbarkeit zu begleiten, wo Hoffnung und Träume täglich mit der Notwendigkeit zu überleben, aufeinanderprallen.

Es gibt viele Jugendliche, die trotz dieser Umstände sich sehr bemühen, eine berufliche Bildung zu erhalten, die ihnen es ermöglicht, aus der Armut herauszukommen.

Während dieser Zeit hat die Ausbildungsstätte ihre Tore „offen“ gehalten, indem sie auf virtuellem Weg die Kurse mit einem sehr engagierten Team angeboten haben, die Anwesenheit in den Klassen ist nicht erlaubt. Es gab viele Verluste zu verzeichnen, nicht nur menschliches Leben, sondern auch der direkte Austausch und er ist es, wo sich die Präsenz am stärksten zeigt. Die Ausbildungsstätte gilt als ein Ort, an dem die Jugendlichen aufgenommen, angenommen und gehört werden.

Die Ausbildungsstätte ist der Anker im Stadtteil, in dem die Gemeinde auf ein Team trifft, das bereit ist, sich für neue Strategien zu öffnen, um schlussendlich diese Krise zu meistern. Gemeinsam mit anderen Organisationen innerhalb des Stadtteils sorgen wir für die Grundbedürfnisse wie Ernährung und Kleidung, die das tägliche Leben ausmachen.

Wir konnten mit den enormen Spenden von 2021 (10.000 Euro) einiges finanzieren. Das wichtigste war, den Lehrraum für die Kochkurse zu erweitern, so dass auch Platz für einen neu angeschafften industriellen Ofen zur Verfügung stand. Zusätzlich haben wir die Unterstützung für Familien erhöht. Vierzehntätig haben wir den Familien Grundnahrungsmittel wie frische Lebensmittel, Milchprodukte, Obst, Gemüse und Eier zum Abholen angeboten.

Dankbar für ihre großzügige Unterstützung, die so viel für die Fortsetzung unseres Projektes bedeutet,

Ihre Teresa Carrillo
Leiterin der Ausbildungsstätte Fatima