Schmuckband Kreuzgang

Aus der Pfarrei Sankt Petrus Canisius

Kirchenlogo St. Petrus Canisius (c) Pfarrei St. Petrus Canisius
Kirchenlogo St. Petrus Canisius
Datum:
Sa. 10. Apr. 2021
Von:
Pfarrer Helmut Bellinger

- Zaunlattenaktion und Öffnungszeit der Kirche
- 500. Geburtstag von Sankt Petrus Canisius
- Gottesdienstordnung vom 9.4. bis 2.5.21

Liebe Pfarrangehörige, Kinder, Jugendliche und Erwachsene, liebe Familien,

- Zaunlattenaktion und Öffnungszeit der Kirche
die ersten Zaunlatten zu unserer Osterferienaktion sind schon zurück und auch angebracht. Ganz herzlichen DANK!
Jetzt freuen wir uns, wenn alle anderen Zaunlatten auch, bunt bemalt, zurückkommen, damit wir sie auch anbringen können. So wird unser Zaun immer bunter und fröhlich.
Da wir aus organisatorischen Gründen ab Montag, den 12.4.21 tagsüber nicht mehr die große Kirche öffnen können, bitte ich Sie und Euch die Zaunlatten in den seitlichen Vorraum zur Kapelle abzustellen.
Die Kirche ist dann vorerst nur noch zu den Gottesdienstzeiten geöffnet. Seitlicher Eingang bis zum Windfang ist geöffnet zum stillen Gebet und verweilen.

- 500. Geburtstag von Sankt Petrus Canisius

Am 8. Mai 1521, also vor 500 Jahren ist unser Kirchen- und Pfarrpatron in Nimwegen, den heutigen Niederlanden geboren.
Sein Fest feiern wir am 27. April um 19:00 Uhr in einem Gottesdienst, zu dem die Gemeinde sehr herzlich eingeladen ist, allerdings unter den gebotenen Bedingungen, daher bitte auch zu diesem Gottesdienst anmelden.

Hier noch einmal die Beschreibung vom letzten Patronatsfest:

Petrus Canisius

 

Jesuit, Erneuerer der Kirche in Deutschland, Kirchenlehrer, Patron der Bistümer Innsbruck und Brixen sowie der katholischen Schulorganisation in Deutschland; Gedenktag außerhalb Deutschlands: 21. Dezember(* 8. Mai 1521 in Nimwegen, + 21. Dezember 1597 in Fribourg, Schweiz; Heiligsprechung 1925)

Eine zum 400. Todestag von Petrus Canisius erschienene Festschrift ist in folgende Kapitel einge­teilt: »Der Mensch« - »Der Reformer« - »Der Seelsorger« - »Der Heilige«. Mit diesen Kapitel­überschriften sind die unterschiedlichen Facetten des »zweiten Apostels der Deutschen«, wie Petrus Canisius auch genannt wird, recht gut umrissen.

Petrus Canisius (Kanis) wurde am 8. Mai als ältester Sohn des Bürgermeisters von Nimwegen geboren. In Nimwegen, das heute zu den Niederlanden gehört, damals aber sowohl kulturell als auch politisch dem deutschen Reich zuzurechnen war, verbrachte er auch seine ersten Lebensjahre. Als 15-Jähriger verließ er seine Heimatstadt und ging nach Köln, wo er gegen den Willen seines Vaters Theologie studierte.

1543 kam Canisius mit Peter Faber (Gedenktag: 1. August), einem der ersten Gefährten des Ignatius von Loyola (Gedenktag: 31. Juli), in Berührung. Bei ihm machte er die Geistlichen Übungen (Exerzitien), die, von Ignatius entwickelt, noch heute eine der geistlichen Grundlagen des Jesuitenordens und der ignatianischen Spiritualität sind. In dem Entscheidungsprozess, der mit diesen Exerzitien einherging, wurde Canisius sich über seine Berufung endgültig klar: Im April 1543 machte er in Mainz bei Petrus Faber die geistlichen Übungen und wurde am 8. Mai 1543 in der Kirche St. Christoph in den Jesuitenorden aufgenommen und wurde damit der erste deutsche Jesuit.

Petrus Canisius blieb zunächst weiter in Köln: Er hielt Vorlesungen und übersetzte wichtige theologische Schriften aus dem Lateinischen. Zugleich arbeitete er Peter Faber zu, indem er junge Männer für den Jesuitenorden interessierte. So konnte Peter Faber bereits 1544 die erste deutsche Jesuitenniederlassung eröffnen.

1546, im gleichen Jahr, in dem er zum Priester geweiht wurde, trat Petrus Canisius zum ersten Mal in das Licht einer größeren Öffentlichkeit: Hermann von Wied, der Erzbischof von Köln, hatte versucht, die Jesuiten aus dem Gebiet des Erzbistums Köln auszuweisen, was aber dank der Vermittlung durch die Universität Köln verhindert wurde. Hintergrund dieser versuchten Ausweisung war wohl Hermanns immer stärkere Neigung zur Lehre Martin Luthers. Hermann hatte bereits einen Reformentwurf in Auftrag gegeben, der auf den Übertritt des gesamten Erzbistums zum protestantischen Bekenntnis zielte. Die Kölner Universität hatte nun Peter Faber beauftragt, Kaiser Karl V. über Hermanns Bestrebungen zu informieren. Auf dem Reichstag zu Worms wurden erste Verhandlungen geführt, zu denen der katholische Klerus Kölns Canisius als Vertreter entsandt hafte. Der Reichstag fasste zunächst noch keinen Beschluss, doch auf Bitten der Kölner Geistlichkeit brachte Canisius die Angelegenheit noch zwei weitere Male vor den Kaiser sowie vor den Lütticher Fürstbischof. Auf diese Weise erreichte er schließlich, dass Hermann von Wied als Erzbischof abgesetzt und exkommuniziert wurde.

Durch Canisius Aktivitäten in dieser Angelegenheit war Kardinal Otto Truchsess von Waldburg, der Augsburger Bischof, auf den jungen Jesuiten aufmerksam geworden und sandte ihn als Theologen mit seiner Delegation zum Konzil von Trient. Später, im September 1547, rief Ignatius Petrus Canisius zu sich nach Rom, damit er sich dort weiter mit dem Orden vertraut mache. In der Folgezeit war Canisius auf vielfältige Weise im Dienste des Jesuitenordens tätig: Von 1549 bis 1552 wirkte er als Theologieprofessor und zeitweise auch als Vizekanzler und Rektor der Universität Ingolstadt, die die Vorläuferin der Universität München war. Da die bayerische Regierung jedoch kein eigenes Jesuitenkolleg gründen wollte, wie es Ignatius vorschwebte, berief der Ordensgründer Canisius und seine Mitbrüder aus Ingolstadt ab. Canisius wurde nach Wien gesandt und wirkte dort als Studienpräfekt der jungen Jesuitengemeinschaft, als Theologieprofessor an der Wiener Universität sowie als Hofprediger. Dort verfasste er auch zwei seiner bekanntesten Werke: einen größeren Katechismus für Studierende sowie einen kleineren, der für die religiöse Unterweisung des einfachen Volkes und den Religionsunterricht der Kinder gedacht war. Für Schüler, die sich an Lateinschulen auf ein Studium vorbereiteten, verfasste Canisius später noch einen dritten Katechismus.

Anfang 1554 wurde Canisius als Nachfolger des verstorbenen Wiener Bischofs Christoph Wertwein vorgeschlagen. Ignatius hatte jedoch andere Pläne und erreichte, dass Canisius das Bistum nur für ein Jahr als Administrator verwaltete und dann zur Gründung eines neuen Jesuitenkollegs nach Prag gehen konnte. 1556 ernannte Ignatius Canisius zum ersten Provinzial der Oberdeutschen Ordensprovinz, die das Elsass, die Schweiz, Süddeutschland, Österreich und Böhmen umfasste. Bisher gab es nur die drei Niederlassungen in Wien, Prag und Ingolstadt. Da dem Jesuitenorden vor allem die Erziehung und Bildung junger Menschen ein Anliegen war, waren alle drei Niederlassungen mit Studienkollegien verbunden. Während der 13 Jahre, die Canisius als Provinzial wirkte, entstanden noch sechs weitere Kollegien: München, Tyrnau im heutigen Slowakien, Innsbruck, Dillingen, Würzburg und Hall in Tirol.

Da Canisius nicht nur ein kluger Theologe war, sondern auch die Verhältnisse in Deutschland und den dort immer weiter erstarkenden Protestantismus gut kannte, wurde er zu einem begehrten Berater: Ferdinand I. verließ sich 1556 während des Reichstags in Worms und 1559 während des Reichstags in Augsburg ebenso auf Canisius Urteil wie der päpstliche Nuntius Camillo Mentuato 1558 beim polnischen Landtag oder der päpstliche Legat Giovanni Francesco Ceommendone beim 1566 stattfindenden Augsburger Reichstag.

Canisius vertrat zwar eine entschieden katholische Haltung - so verteidigte er zum Beispiel auf dem Konzil von Trient den Zölibat und forderte weiterhin die Ehelosigkeit der Priester. Zugleich war er aber an Austausch und Ausgleich interessiert. Unter anderem setzte er bei der Indexkommission eine Milderung der strengen Bestimmungen durch. Vor allem unterschied er, was damals keineswegs selbstverständlich war, zwischen einem »schuldhaften Abfall« von der Kirche und der - seiner Ansicht nach in den meisten Fällen zutreffenden - nicht selbst verschuldeten Entfernung von dieser. Bereits 1557 hatte er in Worms ein Religionsgespräch mit Philipp Melanchthon, einem der wichtigsten protestantischen Vordenker, geführt und baute auch weiterhin auf die Überzeugungskraft theologischer Argumente.

Seit 1559 war Petrus Canisius, auch wenn ihn seine anderen Pflichten immer wieder fortgerufen hatten, Domprediger in Augsburg gewesen. 1569 gab er dieses Amt zugleich mit dem des Ordensprovinzials ab. Dennoch war er weiterhin unermüdlich unterwegs, teils in Ordensangelegenheiten, teils in politischer Mission. So besuchte er 1573 als Gesandter Papst Gregors XIII. den österreichischen Erzherzog Ferdinand II., den Herzog von Bayern und den Erzbischof von Salzburg und nahm 1576 als theologischer Berater des Kardinals Marone am Reichstag in Regensburg teil.

1580 ging Canisius nach Fribourg in der Schweiz, um dort ein weiteres Jesuitenkolleg zu gründen. Hier verbrachte er seine letzten Le­bensjahre als Seelsorger und Schriftsteller, bis er am 21. Dezember 1597 einer schweren Krankheit, die sich sechs Jahre zuvor erstmals gezeigt hatte, erlag.

Petrus Canisius erfreut sich in ganz Süddeutschland großer Verehrung. So wird sein Gedenktag nicht nur in den Bistümern Innsbruck und Brixen, deren Diözesanpatron er ist, sondern auch in den vielen anderen Diözesen, in denen er wirkte, feierlich begangen. Selbstverständlich hat Petrus Canisius auch für den Jesuitenorden eine herausragende Bedeutung.

In der Kunst wird Petrus Canisius im Jesuitentalar dargestellt. Als Attribute sind ihm Buch, Kruzifix, Totenkopf und ein Schriftband mit dem Wort »Caritas« - »Liebe« - beigegeben. Nicht selten finden sich im Bild auch die Buchstaben IHS, die für Jesus stehen und zugleich Zeichen des Jesuitenordens sind.

Das allgemeine Gebet das auf Petrus Canisius zurückgeht:

DAS ALLGEMEINE GEBET

V Allmächtiger, ewiger Gott; Herr, himmlischer Vater! Sieh an mit den Augen deiner Barmherzigkeit den Jammer der Menschen, ihr Elend und ihre Not. Erbarme dich aller Gläubigen, für die dein Sohn, unser Herr und Heiland Jesus Christus, sich freiwillig in die Hände der Sünder gegeben und sein kostbares Blut am Stamm des Kreuzes vergossen hat.

A Durch diesen Herrn Jesus Christus / wende ab, gütiger Vater, die wohlverdienten Strafen, / gegenwärtige und zukünftige Gefahren, / Aufruhr, Krieg, Teuerung, / Krankheiten und unheilvolle Zeiten.

V Erleuchte und stärke in allem Guten die geistlichen und weltlichen Vorgesetzten, damit sie alles fördern, was deiner Ehre und unserm Heil dient, zum allgemeinen Frieden und zur Wohlfahrt der ganzen Welt.

A Verleihe uns, o Gott des Friedens, / rechte Vereinigung im Glauben ohne alle Spaltung und Trennung. / Bekehre unsere Herzen zur wahren Buße und Besserung des Lebens. / Entzünde in uns das Feuer deiner Liebe. / Gib uns Eifer und Hunger nach aller Gerechtigkeit, / damit wir, deinem Willen gehorsam, im Leben und Sterben dir angenehm und wohlgefällig sind.

V Wir bitten dich, wie du willst, o Gott, dass wir bitten sollen, für unsere Freunde und Feinde, für Gesunde und Kranke, für Betrübte und Bedrängte, für Lebende und Verstorbene.

A Dir, o Gott, sei empfohlen unser Tun und Lassen, / unser Handel und Wandel, / unser Leben und Sterben. / Lass uns hier in deiner Gnade leben / und dort in der Gemeinschaft der Heiligen dich ewig loben und ehren. / Das verleihe uns, Herr, himmlischer Vater, / durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, unsern Herrn und Heiland, / der mit dir und dem Heiligen Geiste als gleicher Gott lebt und herrscht in Ewigkeit. Amen.


- Gottesdienstordnung vom 9.4. bis 2.5.21

Ihr und Euer
Msgr. Helmut Bellinger, Pfr.
Diözesanbehindertenseelsorger
Diözesangehörlosenseelsorger
zgl. Pfarrer von Sankt Petrus Canisius
Mainz-Gonsenheim