Schmuckband Rad

Bistumsprozess

Liebe Schwestern und Brüder,

auf dem Weg (c) Bistum Mainz
auf dem Weg
Do 14. Mär 2019
Monika Herkens

mit der Fastenzeit 2019 wird im Bistum Mainz der sog. Bistumsprozess beginnen. Hintergrund ist, dass bis 2030 z.B. nur noch maximal die Hälfte der Priester im Amt sein werden. Bei den anderen pastoralen Berufsgruppen sieht es kaum besser aus. Bedenken wir, dass es bis 2030 lediglich noch elf Jahre sind.

Hinzu tritt eine zwingend notwendige finanzielle Konsolidierung auch angesichts der hohen Gesamtzahl an Immobilien, deren Unterhaltung neu geregelt werden muss.
Unserem Bischof ist es wichtig, nicht nur Fehlendes „irgendwie“ zu ersetzen, sondern die unausweichlichen Veränderungen auch glaubensvoll und geistlich zu gestalten. Durch geeignete Maßnahmen soll unser Bistum daher nicht nur punktuell sondern generell und langfristig zukunftsfähig gemacht werden.
Für alle Bereiche des Bistums bedeutet dies gleichermaßen Veränderungen in organi-satorischer, struktureller und auch personeller Hinsicht. Eine Maßgabe ist z.B. dass es in jedem Dekanat nur noch drei Pfarreien als Verwaltungseinheiten mit sinnvoll angepasstem Seelsorgepersonal geben wird.
Dies bedeutet wiederum, dass keine Pfarrei, kein Bereich der Kategorialseelsorge, keine Pfarrgruppe und kein Pfarreienverbund in diesem Geschehen „außenvor“ bleiben wird. Der Bischof legt zurecht und nachdrücklich Wert auf einengemeinsamen und aktiven Weg ALLER.
Sicher haben Sie schon vereinzelt mitbekommen, dass und wie solche Prozesse in anderen Bistümern durchgeführt wurden. Das Bistum Mainz hat sich entsprechend an diese Bistümer gewandt, um von den dortigen Maßnahmen zu lernen nd dadurch den Prozess für uns bestmöglich zu gestalten und durchzuführen. In allen Dekanaten werden in Kürze Bera-tungen beginnen.
Persönlich ist auch mir wichtig, dass wir in dem, was auf uns zu kommt, nicht den Blick auf Jesus Christus verlieren, auf die Kirche und auf unser persönliches Glaubensleben. Im Zentrum sollte immer die Hinwendung zum Heiligen Geist und die Bitte um Begleitung stehen.
Eine Reform wird irgendwann zum Ziel gekommen sein. Nicht erst dann darf es wieder um Seelsorge und um Glaubenszeugnis gehen. Das Bekenntnis unseres Glaubens muss immer im Zentrum stehen und in allen Prozessen durchscheinen.

Hierzu bitte ich um Ihr Gebet und um Ihr Mitgehen.


Ihr Pfarrer Clemens Matthias Wunderle