Pfarreien Heidesheim und Wackernheim
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Miteinander - füreinander: ehrenamtliches Engagement:  
Eine Chronik

Juli 2012_155

“Mit meinem Gott sing und spring ich über Mauern“ – Probenwochenende mit dem Chor „Maranatha“ in Ilbenstadt, November 2017

Was hat die Deutsche Fußballnationalmannschaft mit unserem Wackernheimer Kirchenchor „Maranatha“ gemeinsam? Gerne klären wir Sie auf: Die „Mannschaft“ besteht natürlich im Gegensatz zu den vielen ehrenamtlichen Sängerinnen und Sänger aus unanständig hoch bezahlten Berufsfußballern; deswegen hinkt der nicht so neue Vergleich auch etwas, aber beide Gemeinschaften arbeiten ohne jeden Zweifel hart am gemeinsamen Ziel, jeder (und jede) bringt seine/ihre Fähigkeiten ein, man bemüht sich intensiv und erfolgreich darum, sich „noch professioneller“ zu entwickeln. Entscheidend aber bleibt, dass mit einer guten Disziplin immer an einem Strang gezogen wird und es allen um die gute Sache geht! Es wird  - da wie dort -  eine intensive Nachwuchsarbeit betrieben, die die „Youngster“ geschickt integriert, denn bei unserem Chor gibt es ein gutes Miteinander der Generationen von ganz Jung bis Junggeblieben.  Von der allerorts beklagten Überalterung der Chöre oder gar Männermangel  kann also bei uns überhaupt keine Rede sein ! Alles das ist nur mit einer kompetenten Mannschaftsleitung möglich, in Wackernheim wissen die sich mit höchstem persönlichen Einsatz einbringende Chorleiterin Susanne Pietruschka und  Rüdiger Schmidt, diesmal verstärkt um Regionalkantor Alexander Müller, immer genau, wann sie was und wie tun!

Vor allem ist das Training wichtig, vor wichtigen Ereignissen zieht man sich zum intensiven Üben  in ein Trainingslager zurück. Die große Chorgemeinschaft „Maranatha“ hatte sich also vom 17. – 19. November 2017 mit Kind und Kegel und über sechzig Personen zum jährlichen Probenwochenende nach Niddatal-Ilbenstadt in das Bildungshaus St.Gottfried aufgemacht. Dort fanden sich beste Möglichkeiten, mit guter Übernachtungskapazität für über 100 Personen und einer Vielzahl von Räumen mit bester Akkustik und Klavier, eignete sich Haus ganz besonders für unseren Chor, wegen der Weitläufigkeit und der vielen kreativen Möglichkeiten ist es für Gruppen mit Kindern und Jugendlichen sehr reizvoll. Das Bildungshaus des Bistums Mainz hat uns alles, was zur Durchführung einer Tagung notwendig ist, geboten, nicht zuletzt Hauskapelle und Andachtsraum, die schon am Freitag zu einem besinnlichen gemeinsamen Abendlob genutzt wurden. Zuvor war gleich von Anfang an Üben angesagt, es ging direkt von der Autobahn ins Training, das nicht nur von Gemeinschaft und  Menschlichkeit geprägt, sondern ganz klar auch von dem Motto “Fördern durch Fordern“ gekennzeichnet war.

Anderenorts heißt es dazu auch von höchst wissenschaftlicher Seite: „ Das gemeinsame Singen als Gemeinschaftswerk fördert eine Verbindung zwischen den Menschen, die körperlich und seelisch erfahrbar ist, denn Menschen mögen das Gefühl, mit anderen verbunden zu sein. Das gemeinsame Singen lässt uns Anerkennung erfahren, denn jede Stimme ist wichtig!“Rüdiger Schmidt ergänzt: „Häufig wird Chormusik angeboten, die einfach nur belanglos ist und die unterfordert. Gerade die jungen Leute erfahren dann gar nicht, was in ihnen steckt…“
Liebe Leserin, lieber Leser, wollen Sie sich vielleicht hier schon inspirieren lassen und mitmachen?  

Insgesamt wurden in Ilbenstadt etwa vierzehn (!) Stunden intensivster Probenarbeit durchgeführt, was manche Stimme an die Belastungsgrenze geführt hatte, denn schließlich wurden ja auch bei der Hl. Messe am Samstag Abend eigene Lieder des Chores gesungen. In diesem Gottesdienst ging es ausführlich um die verschiedenen Gaben und Talente; das Thema des Evangeliums passte gut, denn unseren Chorleitern ist es schließlich besonders wichtig, die unterschiedlich ausgeprägten individuellen (gesanglichen) Möglichkeiten und Fähigkeiten für die gemeinsame Chorarbeit nutzbar zu machen. Rüdiger Schmidt gelingt es, neben seinen zahlreichen genau auf Maranatha zugeschnittenen Arrangements und Kompositionen,  aus allen das Beste herauszuholen. Ein vorher bereits von Frau Pietruschka mit Bedacht ausgesuchtes und mit uns eingeübtes Stück wird mit Rüdiger Schmidt so lange geprobt, bis er mit allen Stimmlagen zufrieden ist. Dabei überfordert er nicht, er singt die Passagen vor und erklärt, was, wie anders gesungen werden muss, damit es noch besser klingt, seine unaufgeregte Pädagogik tut uns allen gut, ebenso wie die fachlich hohe Kompetenz des Kantors Alexander Müller, dem offenbar diesmal besonders an der klanglichen Fortentwicklung der Bass-Stimmen gelegen war.

Organisatorisch war außerdem alles bestens vorbereitet, hier gilt Susanne Pietruschka einmal mehr unser herzlichster Dank! Es waren für alle Chormappen bereit gestellt, für Kinderbetreuung gesorgt, und…und…Lob gilt in dem Zusammenhang auch unserer „Team-Managerin“ Beate Rätz, sie wirkt eifrig im Hintergrund und ist quasi unser „Oliver Bierhoff“.

In Ilbenstadt wurde aber nicht nur gearbeitet,  gebetet und  gegessen, es wurde auch beim „Bunten Abend“ kräftig gefeiert, selbst gedichtetes Liedgut gesungen bis zum ….Stimmbruch! Es hat Spaß gemacht, weil sich ganz klein „Ich brech die Herzen der stolzesten Fraun“ bis übergroß „Lass mich dein Badewasser schlürfen“ mit Vorträgen eingebracht haben.

Lassen wir zum Abschluss doch unsere Chorleiterin Susanne Pietruschka, die sich mit allem Herzblut einbringt und der wir alles verdanken, selbst zu Wort kommen:

,,Mit dir, meinem Gott, überspringe ich Mauern." , wir haben diesen Satz oft in einem unserer Lieder überzeugend und mit viel Inbrunst gesungen. In jeder Phase unserer Chorgeschichte hatten wir Mauem, die es zu überwinden galt. Nicht jede Mauer haben wir mit Hochsprung bewältigt. Das ist auch nicht notwendig. Eine Leiter oder ein Umweg führen auch auf die andere Seite und weiter vorwärts. Im Chor hat Er das Gesicht von Dir und mir, von jenen, die mitsingen genauso, wie von jenen, die im Hintergrund unterstützen. Ich danke Euch, den Müttern, Vätern,· Eheleuten, Vielbeschäftigten, jungen Menschen, die Ihr gewillt ward, Euch von Euren alltäglichen Verpflichtungen, Mühen, Familie und Freunden loszureißen.Ich danke auch sehr Alexander Müller und Rüdiger Schmidt, denen unser Wohlergehen sehr am Herzen liegen  Zusammen mit allen, die unserem Chor verbunden sind, können wir also unserem jährlichen großen Benefiz Konzert  zugunsten unserer Pfarrstiftung „Schmerzen Mariens“ entgegenfiebern  und  die  Freude  in das neue Chorjahr 2018 hineinnehmen, in dem wir ein kleines Jubiläum werden feiern dürfen: 10 Jahre Chor Maranatha oder anders gesagt: ,,Mit meinem Gott springe ich über Mauern".

Dem ist wieder einmal nichts hinzuzufügen! /Joachim Pelzer 26.11.2017

 

Arbeiten am Emmaus Saal

Der Emmaus Saal Fußboden besteht aus geöltem Stabparkett. Jährlich wird der Boden ehrenamtlich von Gemeindemitgliedern mit Schmierseife gereinigt und anschließend wieder geölt. Alle 5 Jahre wird der Emmaus Saal komplett gestrichen damit er für Feierlichkeiten strahlt und glänzt.

 

Stiftungsgründung,  Pfarrstiftung Schmerzen Mariens Wackernheim

Wir kennen alle den schönen alten Werbespruch „Wenn's ums Geld geht - Sparkasse!" Heute könnte es ein wenig abgewandelt heißen: „Wenn es um die Kirchenfinanzen geht - Stiftung!" So jedenfalls lautet die dringende Empfehlung von Seiten unseres Bistums Mainz; Diözesanadministrator bzw. Generalvikar Giebelmann hatte den Gemeinden die Gründung von Stiftungen nahegelegt, um die finanziellen Grundlagen angesichts sinken­ der Zuschüsse zukünftig zu sichern.

Ja, es ist richtig, unsere Zeit ist einem rasanten Wandel unterworfen, der sich bis in unsere kleine Filialgemeinde in Wackernheim auswirken kann. Es ist zu erwarten, dass auch die finanziellen Möglichkeiten unserer Gemeinde künftig stark zurückgehen werden; dies trotz sparsamer Haushaltsführung und erheblichen Einsparungen durch unsere vielfältigen ehrenamtlichen Eigenleistungen. Die langfristige Erhaltung kirchlicher Gebäude und unseres lebendigen Gemeindelebens ist von einer gesicherten Finanzlage und der Schaffung nachhaltiger Rücklagen abhängig. Deshalb hält es der Verwaltungsrat Wackernheim einstimmig für verantwortungsvoll und zukunftsorientiert, eine Stiftung einzurichten. Sie soll offiziell am Patronatsfest am 18.09.2016 gegründet werden.

Die Seelsorge, Kinder- und Jugendarbeit, Hilfsangebote, Unterstützung für Senioren, der Chorgesang, die Pflege der Traditionen, die Aufrechterhaltung der baulichen Substanz von Kirche und Gemeindesaal  ... es gibt viele Aufgaben, aber angesichts der gegenwärtigen demografischen Entwicklung gibt es künftig nicht nur  immer  weniger Kirchensteuereinnahmen, sondern auch immer weniger Schultern, die die lokale Arbeit bewältigen können. Da macht eine Kirchenstiftung Sinn.

Spätestens an dieser Stelle wäre der Einwand berechtigt, ob sich denn die kleine Kirche von Wackernheim nicht mit einem solchem Vorhaben übernimmt. Die klare Antwort darauf lautet: Nein! Denn es soll keine eigenständige Stiftung gegründet werden. Vielmehr gibt das Bistum Mainz seinen Pfarrgemeinden   die   Möglichkeit, mit einer „Unterstiftung" unter das Dach der bistumsweiten Bonifatius-Stiftung zu schlüpfen. Diese ist als Gemeinschaftsstiftung konzipiert, die Bonifatius-Stiftung übernimmt für die zu gründende Pfarrstiftung in Wackernheim die Verwaltung und die Geldanlage bei einem günstigen Kosten-Nutzen-Verhältnis. Sie untersteht, als kirchliche Stiftung, der Aufsicht des Bistums Mainz, legt eine jährliche Bilanz vor, ist gemeinnützig und als steuerbegünstigte Stiftung staatlich anerkannt. Die Anlage der Mittel erfolgt nach ethischen Gesichtspunkten, für die anvertrauten Spenden werden überwiegend nachhaltige Anlageformen gewählt, bei denen die Verpflichtung zu Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung berücksichtigt ist. Wichtig ist, dass über die Verwendung der Mittel der Pfarrstiftung nur vor Ort entschieden wird! Und eine solche Stiftung ermöglicht nachhaltig, dass die Erträge aus dem Stiftungskapital ausschließlich dem guten Zweck in Wackernheim zu Gute kommen. Da wandert nichts ab in einen „großen Topf'', sie ist dafür da dem Glauben vor Ort Raum zu geben und Kirche ganz nah bei den Menschen zu sein!

Es gibt viele Anlässe, die zum Stiften einladen -die Erträge werden nur für kirchliche, bauliche und pastorale Zwecke in Wackernheim verwendet! Unsere schöne Kirche ist ein „Haus aus lebendigen Steinen", denn hier ist ein Ort der Begegnung mit Gott und den Mitmenschen. Hier darf sich jede und jeder einbringen und zu Hause fühlen. Hier kann man Sinn und Orientierung für sein Leben finden. Unsere Kirche - mitten in Wackernheim - ist auch eine Stätte der Ruhe in unserer hektischen Zeit, manchmal auch Zufluchtsort in Not und Einsamkeit.  Sie ist ein durch die Jahrhunderte steingewordenes Zeugnis christlicher Gemeinschaft und Bindeglied zu früheren Generationen. Unser Auftrag heute ist es, den Glauben, das Denken, Wollen und Tun so vieler zu erhalten und in die Zukunft zu führen. Wir wollen unter dem Motto:,, Zukunft-gestalten, Gegenwart-erhalten , Vergangenheit-achten" die Kirche im Dorf lassen! Bitte engagieren Sie sich, liebe Leserin, lieber Leser auch dafür! Gehen Sie mit uns als Zustifter und Spender den Weg der Zukunft! In der Pfarrstiftung „Schmerzen Mariens" kann sich jeder, mit ganz kleinen oder auch größeren Vermögenswerten einbringen. Wer dafür Sorge tragen möchte, dass Teile seines Vermögens dauerhaft dem guten Zweck zu Gute kommen sollen, ist bei uns genau richtig. Die Menschen, die unserer Stiftung Werte anvertrauen, genießen die Gewissheit, nachhaltig in Ziele zu investieren, die dem Gemeinwohl dienen und auch der eigenen religiösen Orientierung   entsprechen. Sie helfen auf sehr   konkrete   Weise Anlässe zum Stiften können sein: ein runder Geburtstag, ein Ehejubiläum, ein kulturelles Ereignis, ein besonders erfolgreiches   Geschäftsjahr, eine Begräbnisfeier, ein  Erbe oder Vermächtnis oder einfach nur der Wunsch , etwas Gutes und  Sinnvolles auf Dauer zu unterstützen. Jeder Geld­ betrag ist willkommen!

Die Gründungsstifter mit einem Betrag ab 250,- Euro erhalten eine Stiftungsurkunde und werden (auf Wunsch) im Stiftungsbuch verzeichnet. Die Spender erhalten eine Zuwendungsbestätigung. Sparen Sie Steuern, denn Zuwendungen in Stiftungen werden vom Gesetzgeber bevorzugt behandelt: sie sind bis zu einer Höhe von 20% des zu versteuernden Einkommens absetzbar, frei von der Erbschafts- bzw. Schenkungssteuer.

Unsere herzliche Bitte:  Tragen  Sie der anderen Last und leisten Sie ihren persönlichen Beitrag für den Erhalt unserer Kirche als Gottesdienst- und Kulturort, für den Erhalt des Emmaus­ Saals als Ort der Begegnung und des guten Miteinander aller Generationen, für die Zukunft der zahlreichen Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien, für die Zukunft der Arbeit im Chor Maranatha und den Erhalt des Konzertangebots, für die Stärkung ehren­amtlichen  Engagements!  Alle   alten und neuen Freunde unserer Filialkirche „Schmerzen Mariens" heißen wir herzlich willkommen! Wir beantworten Ihre Fragen gerne, freuen uns über Ihre weitere Anteilnahme an unserer schönen Gemeinschaft und  hoffen auch auf  Ihre Unterstützung!

Joachim Pelzer

 

Weitere Arbeiten

Bild 7

Sanierung Blitzschutzanlage zwischen der Kirche, dem Sakristeianbau und dem Emmaussaal, 2017

Die Filialgemeinde ist verpflichtet, alle zwei Jahre eine Prüfung der Blitzschutzanlagen ihrer Gebäude durch einen zertifizierten Sachverständigen durchzuführen. Bei der Blitzschutzprüfung 2017 fiel auf, dass die Erdleiter an der Kirchfront, sehr wahrscheinlich durch Korrosion, einen zu hohen Widerstand haben. Es wurde uns empfohlen, diese Erdleiter zusätzlich mit einem Blitzschutzkabel mit dem Emmaus-Saal zu verbinden. Hierfür haben wir in ehrenamtlicher Arbeit das Pflaster im Hof und vor dem Kircheneingang aufgenommen, danach tief gegraben, die Leitungen verlegt und anschließend die Löcher verschlossen, verdichtet und das Pflaster erneut verlegt. Durch das Engagement von einiger unserer Mitchristen wurden diese Erdarbeiten für die Gemeinde erbracht.

 

„Heute soll die Glocke werden..“

Im Gottesdienst, in den Pfarrmitteilungen und auch in der Tagespresse wurde schon über die überaus großzügige, zweckgebundene Spende (über 10.000 Euro) von Herrn Peter Zimmer zugunsten einer neuen Glocke für unsere Fililialkirche Wackernheim berichtet. Bevor wir Ihnen aber nachfolgend weitere Informationen über unser Glockenprojekt vorstellen, gilt unser herzlichster Dank unserem Gönner, der uns einmal mehr durch seine finanzielle Unterstützung vielfältige neue Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet hat – Vergelts Gott!

Aber warum ausgerechnet eine neue Glocke?

So werden vielleicht manche fragen, was soll das denn „bringen“ in der heutigen Zeit, gibt es nicht überall genug Elend, Leid und Verwirrung in der Welt, das es zu bekämpfen  gilt? Das ist doch unnötig, Lärm haben wir schon genug… Diese Art Skepsis ist sicherlich durchaus nachvollziehbar, für den Christen aber hat eine Glocke nach wie vor eine hohe Bedeutung, insofern könnte man gerade auch die Spende von Herrn Zimmer als leidenschaftliches Plädoyer für die Wichtigkeit des Glockengeläuts im Leben der christlichen Gemeinde bewerten! Die Glocke erklingt für den Gläubigen als Ruf zum Gottesdienst, zur Taufe, zur Hochzeit, zur Beerdigung oder wie es ein uralter Glockenspruch in Worte fasst: „ Den wahren Gott lobe ich, das Volk rufe ich, den Klerus versammle ich, die Blitze zerbreche ich, die Pest vertreibe ich, die Verstorbenen beweine ich, die Feste schmücke ich…“

Wie so häufig im Leben, wird den Menschen erst Wesentliches bewußt, wenn es dann fehlt; in der Vergangenenheit – insbesondere in der Zeit des Nationalsozialismus – wurde das Glockengeläut als störend empfunden und viele Glocken geraubt, eingeschmolzen und für Kriegszwecke mißbraucht. Diese erzwungene Stille durch die fehlenden Glocken haben die Menschen vielfach als sehr schmerzlich empfunden, denn der Klang der Glocken ordnet unseren Tagesablauf, prägt und strukturiert unsere Zeit, regelt das Zusammenleben,ruft zum Gottesdienst und führt die Gemeinde zusammen. Dreimal täglich ruft der Glockenklang zum Angelus-Gebet, der „Engel des Herrn“ ermuntert zum privaten Beten, zum „Innehalten“ in der Oberflächlichkeit und dem Lärmen des Alltags. Der Glockenschlag ist somit ein unüberhörbarer Hinweis auf unseren Gott und hebt uns sozusagen auf eine höhere Ebene.

Ein Bischof drückte das wie folgt aus: „ Die Glocken übertönen das geschäftige Leben immer wieder, sie sind im Alltag wie gute Geister, die bald Trauer, bald Freude verkünden, bald ermahnen, bald zusammen rufen…“ Und weiter: „Glocken künden Gott an in der Welt und weisen unsere Zeit hin auf die Ewigkeit. Sie relativieren uns selbst und unsere Ansprüche - auch die auf Geltung und Macht. Glocken-Klang stimmt uns ein auf eine neue, ganz andere Welt…“

In diesen Worten wird doch jetzt sehr deutlich, warum der Wackerheimer Verwaltungsrat einstimmig die Anregung von Herrn Pfarrer Metzler zur Anschaffung einer neuen F‘‘ Glocke zur Ergänzung des Geläuts aufgegriffen hat. Dank günstiger Gelegenheit – es stand kurzfristig eine gebrauchte Glocke zur Verfügung – und der skizzierten Finanzmittel von Herrn Zimmer, konnte das Glockenprojekt angegangen werden:

Viele Ältere werden das bekannte Gedicht „Die Glocke“ von Friedrich von Schiller noch kennen, weil sie es in der Schule auswendig lernen mussten, viele Reime daraus sind in unseren Sprachschatz eingeflosssen.  

So lässt sich auch unser Projekt anhand von Schillers Texten  skizzieren:
Heute soll die Glocke werden, frisch, Gesellen, seid zur Hand..“ heißt es dort u.a.
Nun, bei uns waren weniger „Gesellen“ oder Lehrlinge beteiligt, vielmehr sind bei unserem Glockenprojekt wahre „Meister“ ihres Fachs beteiligt:

Schreinermeister Appel (und sein tatkräftiger Helfer) haben mit dem Motto „Von der Stirne heiß, rinnen muß der Schweiß“ das Material besorgt und den Glockenstuhl für die Aufhängung gezimmert, da ist die ganze Erfahrung eines langen Berufslebens eingeflossen. Weiterhin hat die  Firma Höckel-Schneider Planung, Beratung, Glockentechnik (und dann die Endmontage) beigesteuert, auch hier war eine sachliche, unaufgeregte Kompetenz spürbar. Wir sind weiterhin dem Glockensachverständigen des Bistums, Herrn G.Schneider, zu großem Dank verpflichtet, andere Diözesen dürften uns für sein unverzichtbares Fachwissen sehr beneiden. Er hat das Projekt wohlwollend geprüft, viel gemessen und schließlich abgenommen. Die Glocke beschreibt er wie folgt: „   Die geplante Glocke… zeigt ebenfalls eine nachbarocke… Saarburger Tradition auf, stammt aus einer unbekannten Kirche im Saarland und wurde bei einem Glockenprojekt der Gießerei im Kloster Maria Laach in Zahlung genommen. Im Zusammenklang aller drei Glocken wird sich ein interessantes barockes - neobarockes Ensemble ergeben mit unterschiedlichen Traditionen aus 3 Glockenepochen, wobei alle Klangkörper einen hohen Denkmalwert besitzen.“

Auch das Finanzgremium des Bischöflichen Ordinariats hat die Maßnahme abgesegnet, hier greift wohl wieder ein Reim von Herrn von Schiller „ Das Auge des Gesetzes wacht…“, Pfarrer Metzler ließ nie locker und hat  - sozusagen -  „die Häupter seiner Lieben gezählt/koordiniert“ und somit „kam der  Segen von oben“. Die Männer des Verwaltungsrats haben die fast neunzig Kilo schwere Glocke unter recht abenteuerlichen Umständen am Lagerort in Niederheimbach am Rhein abgeholt und in unsere Kirche transportiert, Schiller meint dazu: „Wehe, wenn sie losgelassen“. Die Inschrift auf der Glocke lautet übrigens übersetzt: "Mich hat Johann Mabilon aus Saarburg 1882 gemacht. St. Willibrord O.P.N. Pfarrer Malget“. Die Glocke stammt wohl ursprünglich aus der heutigen Pfarrei St. Willibrord in Monnerich / Luxemburg. Ende Juni soll nunmehr der große Akt erfolgen, die Glockenbaufirma wird die Endmontage vornehmen, die Glocke wird gesegnet, übrigens eine liturgische Handlung, die dem Bischof vorbehalten ist, der diese aber üblicherweise delegiert.

Abschließend ein Gebet zur Glockenweihe:

„Segne diese Glocken, die dein Lob verkünden, sie sollen deine Gemeinde zum Gottesdienst rufen, die Säumigen mahnen (!), die Mutlosen aufrichten, die Trauernden trösten, die Glücklichen erfreuen, und die Verstorbenen auf ihrem letzten Weg begleiten. Segne alle, zu denen dieser Ruf der Glocken dringen wird und führe so deine Kirche von überall her zusammen in dein Reich“.

Joachim Pelzer  

 

Erweiterung der Empore und Versetzen der Orgel, 2016

Die Orgel stand mittig auf der Empore. Sie hat damit das Rundfenster an der Stirnseite der Kirche und den Lichteinfall verdeckt und dem Chor Maranatha viel zu wenig Platz geboten, um gemeinsam von der Empore zu singen. Es wurde im Verwaltungsrat beschlossen, die Orgel nach rechts an die Außenwand zu schieben. Hierfür musste das Podest auf der Empore bis an die Außenwand verlängert werden. Unser Schreiner Herbert Appel kaufte das Material und mit ein paar freiwilligen Helfern wurde das Podest gezimmert und mit Holzschutzfarbe angestrichen. Gemeinsam mit dem Orgelbauer Matzenbacher konnte die Orgel über das neue Podest auf die jetzige Position geschoben , verschraubt und neu gestimmt werden. Damit die schweren Tenöre und Bässe im Chor Maranatha auch zur Geltung kommen, haben wir die Empore im hinteren Bereich nochmals durch zugekaufte Elemente erhöht. Jetzt hat jeder seinen Platz. Durch eine großzügige Spende eines Gemeindemitgliedes wurden alle Baumaßnahmen finanziert. Die Orgel hat auf ihrer neuen Position einen viel besseren Klang.

 

Innen-Anstrich Kirche Wackernheim Sommer 2015
- ein schönes Beispiel ehrenamtlichen Engagements

„Nein, und nochmals nein, Kalli! Wir kriegen keine Zuschüsse und ein neuer Innenanstrich unserer Kirche ist doch noch gar nicht notwendig, und überhaupt nicht schon wieder alles alleine ehrenamtlich!“ So hieß es, doch Professor Dr.-Ing. Karlheinz Sossenheimer hat alle Bedenken ausgeräumt und sich durchgesetzt, er der Initiator und Motor so vieler Freiwilligendienste in unserer Filialgemeinde Wackernheim. Wie nicht anders zu erwarten, ging er selbst mit gutem Beispiel voran und hat das Projekt „Innenanstrich“ akribisch geplant und vorbereitet. Das war beileibe nicht einfach, denn schließlich arbeitet man ja im denkmalgeschützten Raum. Nach intensiver Beratung mit Fachleuten und einigen Probestreifen war schließlich die richtige ökologisch unbedenkliche Farbe für das alte Mauerwerk ausgewählt. Karlheinz Sossenheimer hat dann eigenhändig sämtliches Material einschließlich Gerüst besorgt und schließlich seine freiwilligen Helfer Wolfgang Schöllhammer, Konrad Szymalla und Joachim Pelzer um sich geschart. Die letzten beiden hatten auch schon beim komplett in Freiwilligenarbeit durchgeführten Außenanstrich vor drei Jahren mitgewirkt und sich dabei als schwindelfrei erwiesen. Es ist nämlich nicht jedermanns Sache, auf ein Gerüst zu steigen und in großer Höhe zu arbeiten. Die konkrete Umsetzung der Malerarbeiten lief in zwei Phasen ab, denn die stets gut besuchten Gottesdienste sollten nicht der Renovierung zum Opfer fallen. So wurden dann ab Donnerstag, dem 23. Juli 2015 zunächst die Orgel-Empore, die Treppe und der Bereich unterhalb der Empore in Angriff genommen und rechtzeitig vor der Sonntagmesse abgeschlossen, denn vor jedem Pinselstrich musste vorher ja sauber abgeklebt und mit Planen abgedeckt werden. Natürlich war eine penible und daher zeitraubende Reinigung der Baustelle unverzichtbar; leider hatte sich im Laufe der Zeit doch viel Staub und Dreck im Kirchenraum angesammelt – wieso eigentlich? -, da galt es jeden Winkel und jede Ecke zu fegen, zu saugen und zu säubern. Das war schon sehr lästig. Auch die vielen Heiligenfiguren einschließlich unserer Muttergottes-Statue mussten vorsichtig entfernt werden, um einer besonders schonenden Reinigung unterzogen zu werden. Sie glänzten hinterher in neuem Licht!

Dann begann Phase 2 am Montag, dem 27.7.2015 gleich früh mit dem Gerüstaufbau, nachdem die schweren Kirchenbänke ins Freie geschleppt worden waren. Regen wäre nicht also gut gewesen, aber die Hitze hat uns alle doch sehr geschlaucht. Das Geheimnis der guten Umsetzung des Projekts war neben dem guten „Team-Spirit“ untereinander die sich schnell abzeichnende gute und sinnvolle Arbeitsteilung: So waren Wolfgang Schöllhammer und Joachim Pelzer für die Reinigung und das Abdecken sowie für den Anstrich von Ecken und Fensterbereich zuständig, während Karlheinz Sossenheimer kraftvoll die Wandflächen bearbeitet hat. Konrad Szymalla war der Klettermax und hat mit Fleiß und Ausdauer die komplette Decke angestrichen; er stieg nur für die Mittagspause vom Gerüst, um die von Martina Pelzer und Dorothee Sossenheimer bereitgestellten Frikadellen und Pizza zu vertilgen. So war für das leibliche Wohl der Helfer bestens gesorgt, viele Wasserflaschen und auch das ein oder andere „Tannenzäpfle“ mussten dran glauben. Den geistigen Beistand erhielten wir von unserem Pfarrer Metzler, der es sich nicht nehmen ließ, seine Malerkolonne persönlich aufzumuntern. Es lief alles wie am Schnürchen, so dass die Arbeiten bereits am Mittwoch unerwartet früh nach nur fünf Arbeitstagen grundsätzlich abgeschlossen waren; nur wenige kleinere Ausbesserungen, die Reinigung und Abfallentsorgung waren an den Folgetagen schnell erledigt.

Fazit: Zurück bleibt ein sehr schönes Gefühl gemeinschaftlichen Erfolgs! Nur selbst etwas tun bewirkt die Kosteneinsparung, klein aber fein gleich Wackernheim! Und unsere liebe Gottesmutter sieht uns vielleicht den ein oder anderen kleinen - aus dem Stress resultierenden - Fluch im ihr geweihten Gotteshaus nach, denn schließlich teilt sie auch unsere „Schmerzen“.

Joachim Pelzer  

 

Pflastern der Terrasse Kirchgarten, 2014

Seit dem Bau des Emmaus Saals 2005 war die Terrasse des Kirchgartens nur geschottert und konnte nur eingeschränkt genutzt werden. Der Verwaltungsrat der Filialgemeinde Schmerzen Mariens, Wackernheim, beschloss, die Terrasse und die Terrassenstufen zu pflastern und die morschen Bahnschwellen des Treppenabgangs zum Garten durch eine Steintreppe mit Geländer zu ersetzen.

Im ersten Schritt wurde durch Gemeindemitglieder der alte Schotter abgetragen und ein Planum mit Gefälle zum Garten geschaffen. Dann konnte die Steintreppe mit acht Steinstufen aufeinander aufgebaut werden. Diese schweren Arbeiten, wie auch das Schneiden und Pflastern der Steine wurden durch die Firma Karrié Bau GmbH & Co. KG, Herrn Herrmann Karrie unterstützt. Neue Gartenstühle und ein Tisch laden jetzt an lauen Sommerabenden zum Verweilen ein.

 

Gestaltung Kirchgarten, Gartenerneuerung, 2014

Der Garten der Kirche droht immer wieder zu verwildern und wird laufend ehrenamtlich von den Gemeindemitgliedern gepflegt. Arbeiten wie Hecken schneiden, Rasen mähen und Unkraut jäten fallen im Sommer laufend an.
Damit diese Arbeiten einfacher durchgeführt werden können, hat der Verwaltungsrat beschlossen, den Kirchgarten neu zu gestalten. Es wurde die verunkrautete Rasendecke dreimal gefräst, die Beete mit Pflastersteinen gefasst und auf den Beeten eine wasserdurchlässige Folie gelegt. Diese verhindert, dass Unkraut wieder wachsen und Wurzeln schlagen kann. Die Folie wurde mit Rindenmulch bedeckt und ein neuer Rollrasen gelegt. Alle Arbeiten wurden im Ehrenamt von den Gemeindemitgliedern durchgeführt.  

 

Außenanstrich, Kirche Schmerzen Mariens, Wackernheim, 2012

Der letzte Außenstrich unserer Kirche liegt über 25 Jahre zurück. Dies ist deutlich an den schwarzen Nasen an den Fenstergesimsen und dem Türportal zu erkennen. Auch wies der Sockel Abplatzungen und Ausblühungen durch aufsteigende Feuchtigkeit auf. Im Juli 2012 haben wir (Konrad Symalla, Joachim Pelzer, Martin Jakob und Karlheinz Sossenheimer) im Ehrenamt die Fassade und Fenstergesimse neu angelegt. Auch der komplette Sockel der Kirche wurde von uns, mit fachlicher Unterstützung von Winni Stefan, verputzt und gestrichen. Wir wurden dabei tatkräftig beim Einkauf und Transport der Farben von Dorothee Sossenheimer unterstützt. Hoffentlich hält unsere Arbeit die nächsten 25 Jahre.

 

Bau der Akustikdecke im Emmaussaal 2012

Nach dem Bau des Emmaus Saals 2005 wurden zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt. Es fiel den Besuchern, aber auch dem Chor Maranatha auf, dass durch die glatten Wände und durch die Raumhöhe der Schall der Besucher sehr stark zurückgeworfen wurde. Damit die Akustik und der Raumschall verbessert wird, haben wir 2012 in Eigenleistung eine Akustikdecke eingebaut. Den stärksten Männern der Gemeinde, Heinz Cremer, Martin Jakob, Thomas Rätz, Konrad Symalla, Joachim Pelzer und Karlheinz Sossenheimer gelang es, die übergroßen Platten auf eine Balkenkonstruktion zu schrauben, die Schlitze zu verspachteln und zu schleifen und die ganze Konstruktion zweimal zu streichen. Unterstützt wurden sie moralisch und mit Speis und Trank von Monika Cremer, Martina Pelzer, Susanne Pietruschka und Dorothee Sossenheimer.  

 

72-Stunden-Aktion 2011, Wackernheim

Die 72-Stunden-Aktion ist eine übergreifende Aktion des Bundes deutscher junger Katholiken (BDKJ). Der Emmaus Saal wird besonders in der Sommerzeit, wegen des schönen Ausblicks und der guten Räumlichkeiten vermietet. Die Kinder der Gäste spielen im Kirchgarten. Dieser war an der hinteren Grundstücksgrenze nicht durch einen Zaun gegen Absturz ins Nachbargrundstück gesichert. Auch war der Zaun zum Nachbarn Krüger verfault und bot keine Standsicherheit mehr. Die Firmlinge Wackernheims und der Verwaltungsrat der Gemeinde sicherten den Kirchgarten durch einen neuen Bangkirai Zaun und die Rückseite des Geländes durch einen neuen Drahtzaun.  

 

Kreuzsanierung 2011

Der Kirchgarten war ursprünglich ein Friedhof, in dem die Gemeindemitglieder bestattet wurden. Bei den Gartenarbeiten kommen heute noch immer wieder kleine Knochen zum Vorschein. Aus der Zeit des Kirchfriedhofes stammt das Sandsteinkreuz der Familie Reis aus dem 18. Jahrhundert. Das Sandsteinkreuz war durch den Regen stark verwittert und wurde 2011 durch einen Steinmetz restauriert, wieder aufgebaut und mit einer transparenten Regenschutzhaube vor Niederschlag gesichert.  

 

Außentorsanierung Kirche Schmerzen Mariens, 2011

Das schmiedeeiserne Tor und die Tür, die die Gemarkung der Kirche zur Neustraße einfassen, waren stark korrodiert und ließen sich nur noch mit großem Kraftaufwand öffnen und schließen. Der schwere hölzerne Schaukasten war an dem Tor montiert und sorgte dafür, dass sich das teilweise heiß genietete Tor verzog. Unser Schreiner Herbert Appel aus Heidesheim baute einen neuen hölzernen Schaukasten, der nicht mehr am Tor, sondern jetzt an der Außenwand der Kirche hängt. Die Tür und das Tor wurden in ehrenamtlicher Eigenleistung von Gemeindemitgliedern entrostet, grundiert und mit Hammerit neu gestrichen. Dabei trat im Türschlossbereich eine Gravur des Schmiedes der Toranlage zu Tage, mit der Inschrift: „Jacob Zimermann 1841“.  

 

Sanierung, Dach Sakristei Anbau, 2011

Der Sakristeianbau dient der Katholischen Filialgemeinde Schmerzen Mariens als Lager. Er war nicht isoliert und über die Jahre hatten sich eine Menge von Utensilien, wie alte Gebetbücher, Koffer mit alten Büchern etc. angesammelt. Zuerst wurde der Unrat der Jahre entsorgt und der Speicher entrümpelt. Am heißesten Tag des Jahres haben wir dann dann die Dachunterseite des Anbaus ehrenamtlich mit einer Dampfsperre versehen, mit 15 cm dicker Glaswolle isoliert und final mit OSB Platten verkleidet. Jetzt ist der Speicher isoliert, sauber und kann nun wieder als Lager genutzt werden.  

 

 

Arbeiten an der Emporenbrüstung

Bei der sicherheitstechnischen Begehung der Gemeinde 2010 durch Experten der Bauabteilung des bischöflichen Ordinariats wurde eine zu geringe Höhe der Brüstung der Empore in der Kirche bemängelt. Es bestand die akute Gefahr, dass große Erwachsene über die Brüstung in den Kirchenraum stürzen könnten. Die Gemeinde und der Schreinermeister, Herr Herbert Appel, erhöhten in ehrenamtlicher Arbeit die Brüstung durch schmiedeeiserne Stäbe, die ein umlaufendes Holzgeländer tragen. Auch wurde die Brüstung mit Vierkantstäben gegen herabfallende Gebetsbücher gesichert und alles erneut angestrichen.

 

 

 

 

72-Stunden-Aktion 2009, Wackernheim

Die 72-Stunden-Aktion ist eine übergreifende Aktion des Bundes deutscher junger Katholiken (BDKJ). Pfarrer Catta äußerte den Wunsch, die Rückwand des an die Kirche angrenzenden Gebäudes, zu verputzen. Die Firmlinge Wackernheims,Herr Krüger, Winni Stefan und Karlheinz Sossenheimer unterstützten die Jugend und beteiligten sich tatkräftig. Es gelang innerhalb von vier Tagen, die Rückwand bis auf eine Höhe von 4 Metern zu verputzen und sie bildlich mit einer aufgehenden Sonne und dem Symbol der Christen, den Fischen, zu gestalten.  

 

Große Glockenturm- und Dachsanierung der Kirche, 2009

Das Dach der Kirche war undicht. Von außen konnte man erkennen, dass mehrere Schieferschindeln am First gebrochen waren oder fehlten und dass Regenwasser ungehindert in den Speicher laufen konnte. Der Glockenturm war sehr stark vom Wetter angegriffen, die Wetterbretter an der Regenseite verfault. Das Regenwasser lief unter dem Dachsims an der Kirchenaußenwand herunter, da der Dachüberstand verfault war. Am schlimmsten war aber der Zustand des Dachspeichers. Hier lagen über dem Altar zwischen den Dachbalken keine Holzbretter, so dass ein unbedarfter Besucher, wenn er nicht über die Balken balanciert wäre, durch die verputzte Decke in den Altarraum hätte fallen können. Auch wies der Hauptbalken, der die ganze Dachkonstruktion trägt, starken Holzwurmbefall auf. Winni Stefan, Nachbar und Inhaber der Firma RUDUBU, führte die anstehenden Sanierungsarbeiten aus. Zuallererst sicherte er den Speicher über dem Altarraum mit verschraubten Platten. Dann wurde die Mittelfette durch zwei Balken, die mit der Mittelfette verschraubt wurden gesichert. Das Dachgestühl wurde komplett abgebeitelt und gegen Schädlingsbefall gestrichen. Bei den Außenarbeiten konnten, dank eines Steigers eines Gemeindemitglieds, die gebrochenen Schieferplatten ersetzt und die Ziegel dichter gelegt werden. Der Blitzschutz wurde neu gespannt. Die Wetterbretter des Glockenturms und des Kirchenportals erneuert und die verfaulten Bretter des Dachsims ausgetauscht. Alle Außenbretter wurden in der ursprünglichen Farbe mehrfach gestrichen.

 

Inneneinrichtung Sakristei 2008

Die Inneneinrichtung der Sakristei der Kirche platzte mit den Mess- und den Messdienergewändern aus allen Nähten. Die Möbel waren zusammengeklaubt und nicht mehr zeitgemäß. In Eigenregie wurden in der Sakristei und den Toiletten im Anbau die Decken entfernt und mit weißen Paneelen, einer Schenkung eines Mitchristen, mit integrierten Halogenleuchten, neu verkleidet. Die Sakristei wurde frisch gestrichen und ein maßgefertigter Wandschrank aufgebaut, der jetzt genug Platz für alle Gewänder und Utensilien bietet.