Gedanken zum 4- Advent

4.advent (c) c
4.advent
Datum:
So. 20. Dez. 2020
Von:
W. Montigny

Der vierte Advent lässt nun alle Kerzenlichter auf dem Kranz erleuchten. Erwartungsvoll freuen wir uns auf den Heiligen Abend und die bevorstehenden Weihnachtstage. Jeder für sich und sicherlich auch jeder anders.


Was uns aber in diesem Jahr scheinbar auf der ganzen Welt noch mehr vereint ist die Angst vor einer anderen, unsichtbaren, aber außerordentlich mörderischen Erscheinung, die unser bisheriges Leben gefühlt total verändert hat. Gleich, wie jeder für sich diese heiligen Tage bisher gelebt und erlebt hat. In diesem Jahr ist fast alles auf den Kopf gestellt.


Weihnachten in diesem Jahr gibt es nur in abgespeckter Version, wie salopp gesagt wird. Damit gemeint sind jedoch lediglich die weihnachtlichen Begleiterscheinungen des gesellschaftlichen Konsums; immer größer, immer weiter. 


*SEHT AUF DIESES KIND*.


Auf der anderen Seite bietet uns dieser Ausnahmezustand aber auch, wieder einmal bewusster, tiefgründiger, demütiger auf die wesentlichen Dinge zu schauen. Und vor allem, am Tellerrand nicht auszuharren, sondern darüber hinaus zu vergleichen, wie weit Realität und Glaube auseinander triften. Machen wir uns nichts vor. Da ist noch eine Menge Luft nach oben. 


Nehmen wir also Weihnachten, das Fest der Geburt Jesus Christus, ernst und freuen wir uns, von Gott geliebte Menschen zu sein. Lieben wir unsere Nächsten in diesem Jahr, indem wir auf Umarmungen verzichten und Abstand halten. Schließen wir die Augen nicht, wenn uns ganz nah oder weit weg Gewalt, Armut und Leid begegnen. Ganz im Bewusstsein: Weiches Wasser bricht den Stein.


Ich wünsche noch schöne Adventstage und gesegnete Weihnachten