Schmuckband Kreuzgang

Impulse für den Sonntag – 13.09.2020

Goldbarren (c) *
Goldbarren
Datum:
Sa 12. Sep 2020
Von:
Dirk Stoll

Liebe Familien,

wer kennt es nicht, man bleibt ungern jemandem etwas schuldig. Schulden sind zurück zu zahlen, das ist klar. Wie gehen wir aber mit jemandem um, der uns einen Kleinigkeit schuldet und uns um Geduld bittet? Geht es im Evangelium dieses Sonntags überhaupt um Schulden oder nicht vielmehr um etwas anderes? Lassen Sie sich inspirieren, ich hoffe die Impulse helfen Ihnen dabei.

Für diesen Sonntag finden Sie unten:

  • Links zu den Lesungen
  • Hausgottesdienst für Familien
  • Mit Liedern, auch zum einfach so hören/ mitsingen (Inklusive Liedpredigt)
  • Für Erwachsene eine sehr lohnenswerte Auslegung des Evangeliums
  • Kurze Verstehensratgeber zum Evangelium für Kinder und Erwachsene
  • Link zu einem passenden Ausmalbild

Mit vielen guten Wünschen für ein schönes Wochenende grüßt

Dirk Stoll

 

 

Angebote für den 13.09., den 24. Sonntag im Jahreskreis, im Lesejahr A:

 

Die Lesungen des Sonntags lesen und hören Sie hier: https://www.engagiert-online.de/lesungen/

Das Evangelium in einfacher Sprache (auch für Kinder geeignet): https://www.evangelium-in-leichter-sprache.de/

 

Für Familien: Ein kompletter Hausgottesdienst für Familien mit Kindern aus dem Bistum Hildesheim, mit anschaulich erzähltem Evangelium und einer weiteren Geschichte zum Weiterdenken:

https://www.bistum-hildesheim.de/fileadmin/dateien/PDFs/Gottesdiensthilfen/hausgottesdienste/FamGd_Lj_A_Jk_24_-_2020-09-13.pdf

 

Vorschläge für die Lieder in Youtube – zum Mitsingen (auch ohne den Gottesdienst zu feiern schön):

GL = Gotteslob

 

Nicht in unserem GL, Danke für diesen guten Morgen: https://www.youtube.com/watch?v=IMCeBIDHHhU

GL 796, So ist Versöhnung: https://www.youtube.com/watch?v=g7kkebwgYgI

Nicht in unserem GL, Vertraut den neuen Wegen: https://www.youtube.com/watch?v=5sABrmJjJfA

(Impuls: Geschichte und Predigt zum Lied „Vertraut den neuen Wegen“, musikalisch untermalt)

 

Für Erwachsene: Eine Auslegung des Bibeltextes. Sehr ansprechend und gut verständlich erläutert Pater Dr. Clemens Pilar den Text. Er erklärt Hintergründe und Zusammenhänge. Sehen Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=-vIEcKgaquI

Wer den Text nachlesen möchte, schaut hier: http://nazaret.juengergemeinschaft.at

 

Kurze Verstehensratgeber zum Evangelium

Für Kinder:

Jesus erzählt hier ein Gleichnis, also eine Beispielgeschichte, um dem Petrus zu erklären, was er gemeint hat.

Der Diener in der Geschichte schuldet seinem Herrn 10.000 Talente, das ist eine unvorstellbar hohe Summe, mehr als ein König damals in 10 Jahren einnahm und deshalb hätte der Diener es nie zurückzahlen können.

Der andere Diener schuldet 100 Denare, das ist eine Summe, die 600.000mal kleiner ist, als das was der König ihm geschenkt hat.

Jesus wollte damit sagen, dass es bei der Vergebung keine Grenze gibt. Wenn ich mit ehrlichem Herzen um Vergebung bitte und bereue, wird mir verziehen. Aber ich muss es genauso machen!

(Georg Kalkum)

 

Für Erwachsene:

Das Evangelium des heutigen Sonntags kann man auf zweierlei Weise verstehen. Erstens: Wer nicht viele gute Werke tut, wird von Gott für seine Sünden zur Rechenschaft gezogen und bestraft.

Zweitens: Im Sinne Jesu. Also als Illustration der Vater-unser-Bitte: Und vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Es ist nämlich mit der Vergebung eine eigenartige Sache. Man kann sie nur weiterschenken.

Was ist eigentlich Vergebung? Vergeben heißt ja nicht vergessen oder ungeschehen machen, sondern angesichts einer Schuld trotzdem mit dem reuigen Schuldigen weiterzuleben. Eigentlich ist das unmöglich. Man müsste ja dumm sein und gegen seine berechtigten Interessen handeln. Von Natur aus wollen wir Gerechtigkeit, bestenfalls Fairness, aber keine Vergebung schenken.

Man kann sie nur weiterschenken. Nur wer selber Vergebung erfährt, wird fähig, selber zu vergeben. Nur wer selber schuldig geworden ist, ganz ohne Ausrede und Entschuldigung, und dann trotzdem unverdient von dem Geschädigten die Hand gereicht bekommt, weiß was Vergebung ist. Im Idealfall verwandelt sich seine Dankbarkeit in die Fähigkeit, auch einmal selbst Vergebung zu gewähren.

Für Christen bedeutet das, die vergebende Liebe Gottes gerne in Anspruch zu nehmen. Das setzt die Einsicht in die eigene Sündhaftigkeit voraus. Aber dem eigenen Gewissen stellen kann sich nur, wer sich von Gott in treuer, unverbrüchlicher Liebe geborgen weiß.

Das sind die drei Schritte der Gewissenserforschung: Vor dem Angesicht Gottes, des unbedingt Liebenden, sich seinen Verfehlungen stellen, die grundlose Vergebung gegen alle Logik akzeptieren und die Dankbarkeit in den Wunsch oder zumindest die Bereitschaft verwandeln, selber dem anderen, der gegen alle Logik um Vergebung bittet, diese auch zu schenken.

Dann ist die Vater-unser-Bitte in Erfüllung gegangen.

(Diakon Dr. Andreas Bell)

 

Link zum Ausmalbild (ist gleich: Quelle der Verstehensratgeber)

https://www.erzbistum-koeln.de/seelsorge_und_glaube/ehe_und_familie/familie_und_kinder/glauben_leben/familienliturgie/ausmalbilder_und_textseiten/lesejahr_a/24_so.html