Schmuckband Kreuzgang
Zeltgottesdienst an Pfingsten 110 Jahre TSV Fussball

Ökumenischer Gottesdienst am Pfingstsonntag

Zeltgottesdienst an Pfingsten 110 Jahre TSV Fussball
Mo 10. Jun 2019
H. Holtschneider

im Festzelt anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Fußballabteilung des TSV

Überrahmt vom Musikverein Dietesheim fand am Pfingstsonntag der ökumenische Gottesdienst im Festzelt statt. Die Lokalität war etwas ungewohnt, denn man saß an Festzeltgarnituren. Aber wo immer wir gemeinsam Gottesdienst feiern, er ist wertvoll, wichtig und gut. Pfarrer Willi Gerd Kost von der kath. Kirchengemeinde St. Lucia und Pfarrer Peter Maier-Röhm von der ev. Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde fanden in einer brillanten Dialogpredigt die richtigen Worte. Gemeinsamkeiten von Glaube und Sport. Eine Gegenüberstellung.
Pfarrer Meier-Röhm vertrat den Glaubensaspekt anhand von „Paulus, Brief an die Korinther“. Pfarrer Kost vertrat die Aspekte des Sports. Und siehe da, es gab erstaunlich viel Gemeinsames. Der Apostel Paulus war für seine christlichen Gemeinden ein Motivationsträger. Er ermutigte und bestärkte sie in ihrem Glauben und Festhalten an ihrem Ziel. Im Glauben wie im Sport muss man sich immer wieder motivieren. Fairness, ein immer wieder aufeinander Zugehen auch nach Niederlagen gehören dazu.
Ein Sportler muss vor großen sportlichen Herausforderungen Enthaltsamkeit jedweder Art üben. Fußballer gehen ins Trainingslager. Genau so ist es im Glauben. Großen Hochfesten wie Weihnachten, Ostern geht die Adventzeit und die Fastenzeit voraus. Eine Zeit der Enthaltsamkeit, Besinnung und innerer Bestandsaufnahme. Konzentration auf das angestrebte Ziel. Jede Gemeinschaft sollte von einem stabilen Netz gehalten werden. Eine nachhaltige Verbindung, in der jeder sich aufgehoben fühlt, angenommen und unsere christlichen Werte vermittelt. Da geht es nicht, dass man sich entspannt zurücklehnt, und sagt: „Toll, soll ein anderer machen.“
Mit dieser Einstellung wäre dieses Fest nicht zustande gekommen. Auch Paulus kannte den sportlichen Wettkampf in Korinth und Olympia, wo nach dem Sieg der Siegerkranz winkte. Ein verdientes Lob, aber niemand solle sich nach erfolgtem Sieg überheblich verhalten, auch das ist sportlich! Der Heilige Geist macht uns dazu Mut. Denn wo Gott ist, da ist unsere Zukunft, eine andere haben wir nicht. Mit diesen Worten von Pfarrer Kost endete die Predigt. Nach den Fürbitten, dem gemeinsam gebeteten Vater unser und mit dem Lied „Großer Gott wir loben dich“ ging der Gottesdienst zu Ende.

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