Misereor Fastenaktionen 2021 Hungertuch und ES GEHT! ANDERS

Hungertuch_2021_tai_CMYK_DIN-A5.jpg_2126468372 (c) Hungertuch 2021

DU STELLST MEINE FÜßE AUF WEITEN RAUM - DIE KRAFT DES WANDELS

Die Corona-Krise trifft uns alle, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Unsere Räume sind eng geworden. Das Virus hat überall auf der Welt unsagbar große Opfer gefordert und unsere Gewissheiten erschüttert.

Die Corona-Krise ist die erste globale Pandemie dieses Jahrtausends und sie trifft die Länder des Südens härter als uns. Nutzen wir das Fenster, das sich gerade öffnet, den „weiten Raum“, der sich auftut, um den Blick hin zu neuen Perspektiven und der Idee des Wandels zu öffnen. Eine andere Welt ist möglich.

Das MISEREOR-Hungertuch 2021 „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ von Lilian Moreno Sánchez © MISEREOR

Basis des Bildes ist ein Röntgenbild, das den gebrochenen Fuß eines Menschen zeigt, der in Santiago de Chile bei Demonstrationen gegen soziale Ungleichheit durch die Staatsgewalt verletzt worden ist.

Das Bild ist auf drei Keilrahmen, bespannt mit Bettwäsche, angelegt. Der Stoff stammt aus einem Krankenhaus und aus dem Kloster Beuerberg nahe München. Zeichen der Heilung sind eingearbeitet: goldene Nähte und Blumen als Zeichen der Solidarität und Liebe. Leinöl im Stoff verweist auf die Frau, die Jesu Füße salbt (Lk 7,37f) und auf die Fußwaschung (Joh 13,14ff ).

MISEREOR und Brot für die Welt setzen mit diesem Hungertuch ein Zeichen für die Ökumene: Gemeinden beider Konfessionen nutzen das Bild und machen Mut, weiter an der Einen Welt zu bauen.

Es geht! Anders – Fastenaktion 2021 Misereor

Fastenaktion_2021 (c) Misereor
Fastenaktion_2021
Datum:So. 21. Feb. 2021
Von:
Maria Rohrer, Sandra Lenhardt

Die Corona-Pandemie wirft viele Fragen in unserem Leben auf, konfrontiert uns mit unserer Verletzlichkeit, erschüttert Gewissheiten und öffnet Horizonte. Sie macht auch sichtbar, was möglich ist, wenn wir Sorge füreinander tragen. Diese Sorge füreinander, um das Wohl aller, und für die Güter unserer Erde.

MISEREOR fordert mit dem diesjährigen Motto der Fastenaktion „das gute Leben für alle“.

Doch wie kann uns das gelingen?
Mit dem Erlebten, das uns seit März 2020 begleitet, können wir die Fastenzeit 2021 als eine Zeit der Umkehr und Neuausrichtung leben.
Zwei Partnerorganisationen von MISEREOR gehen in Bolivien, dem Land, das in diesem Jahr im Mittelpunkt der Fastenaktion steht, mit gutem Beispiel voran. Sie teilen die Visionen einer Lebensweise, die bei der eigenen Würde, der Kraft der Gemeinschaft und dem Respekt vor der Natur ansetzt. Sie bieten in einem Land, dass besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffen ist, dessen wirtschaftliche Situation seit dem Verfall der Rohstoffpreise deutlich an seine Grenzen stößt und dessen Zukunft im Augenblick mehr als ungewiss ist, Hilfe zur Selbsthilfe. Das sieht konkret so aus, dass sie indigene Gemeinschaften beraten, wie ihre Rechte und ihr Land geschützt werden können und wie sie selbstbestimmt ihre eigenen Formen der nachhaltigen Wirtschaft mit den naturgewachsenen Ressourcen pflegen können. Sie unterstützen und stärken aber auch indigene und kleinbäuerliche Gemeinschaften und schützen so den Regenwald vor Rodung und Ausbeutung der naturgewachsenen Ressourcen.
Quelle: MISEREOR Magazin Fastenaktion 2021