Schmuckband Kreuzgang

Starke Verwitterungen am Grabmal von Arnold Dries 1755

20200429_151808 (c) Saltzmann
20200429_151808
Datum:
Mo. 15. März 2021
Von:
CR

Das Grabmal des Arnold Dries von 1755 vor der katholischen Kirche St. Laurentius in Radheim zeigte starke Verschmutzungen durch biogenen Bewuchs auf. Zudem waren ältere Brüche unfachmännisch verklebt worden und ließen das Einsickern von Wasser in die Brüche zu. Im Sockelbereich kam es zu Substanzverlusten durch Absanden in Folge von Salzschäden. Das geschweifte Kreuz zeigt auf der Vorderseite Christus am Kreuz, wobei das Kreuz mit einem
Sockel mit VanitasMotiv ausgearbeitet ist. Die Rückseite des Kreuzes trägt die Grabinschrift:

       HIER RUHEN
          IN GOTT
           HEIDE
             EHE
            LEIDT
ARNOLD DRIES DE[…]
ALHIER GESTORBE[…]
  JENER 1755 SEINES
           65 JAHR
     UND SEINE EHE
                […]
         […]DRIES[…]
                 […]
      DENEN SEELEN
     GNADEN AMMEN


Um weitere Schäden zu vermeiden, wurden der Ausbau und die Überführung ins Innere der Kirche entschieden. Durch diese Maßnahme kann eine sehr zurückhaltende Restaurierung ermöglicht werden. Der Restaurator Quentin Saltzmann aus Mosbach wurde beauftragt, das Grabmal abzubauen. Beim Abbau zeigte sich ein Bruch im Bereich des Kreuzschaftes, welcher im Rahmen der Restaurierung geklebt wurde. Das Grabmal wurde zur weiteren Bearbeitung in die Werkstatt transportiert. Hier erfolgte die schonende Reinigung mit dem Dampfreiniger von biogenem Aufwuchs.  Nach der Trocknung wurden die beiden Bruchstücke des Kreuzes mit Epoxidharz miteinander verklebt. Die historischen Klebungen wurden zurückgearbeitet und mit einer Steinergänzungsmasse auf Basis von farbigen Sanden und einem Kieselsol gekittet.  Nach erfolgter Restaurierung wurde das Kreuz in der Radheimer Kirche St. Laurentius an der Nordwand aufgestellt. Die Montage erfolgte reversibel mit eingeschraubten Hacken auf einer Bettung aus Bleiblech.

20200727_151838 (c) Saltzmann
Screenshot (5) (c) Saltzmann
DSCF7938 (c) Saltzmann